Hirdes hofft auf eine ähnlich starke Runde wie 2015/2016

Thorsten Hirdes. Foto: Friedhelm Eyert

Thorsten Hirdes geht in seine zweite Saison als Trainer der U23 des KSV Hessen Kassel. Der 42-Jährige spielte in seiner Jugendzeit im Heimatort Breuna sowie beim KSV Baunatal und bei eben jenem KSV Hessen. Mit 19 Jahren kam er zu Germania Fulda, spielte dort in den Glanzzeiten in der damals viertklassigen Landesliga Nord. Später war er drei Jahre für den FC Ederbergland und viele Jahre für Hessen Kassel am Ball. Als Trainer wagte er 2012 den Einstieg beim Kasseler Gruppenligisten SG Rhoden/Schmillinghausen, ehe er die Junglöwen des KSV Hessen übernahm.

Am Sonntag startet in Lütter der diesjährige Torgranate-Cup. Habt ihr alle Mann an Bord?

Aktuell sieht es richtig gut aus. Vor zwei, drei Wochen sah war das noch anders. Wir freuen uns schon auf dieses wirklich gut besetzte Turnier und wollen zusehen, dass wir ordentlich abschneiden.

Wie seid ihr für die neue Saison aufgestellt?

Ziel war es eigentlich das Team zu verjüngen, um auch dem Sinn einer echten U23 gerecht zu werden. Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme rund um den KSV ist uns das nicht so ganz gelungen. Wir haben jetzt vier Spieler aus der U19 im Kader, dazu die routinierten Leute Jens Wörner, Rene Ochs, Murat Osmanoglu und Osman Mubarak. Ich denke, dass die Mischung dennoch stimmt.

Welche Rolle traust du euch in der Verbandsliga Nord zu?

Ich hoffe auf eine ähnliche Saison wie letztes Jahr. Wir haben schon das Ziel, im vorderen Bereich mitzuspielen und die jungen Leute so an das Regionalliga-Team heranzuführen. Zuerst ist es aber wichtig, dass wir früh ins gesicherte Mittelfeld gelangen. Mit Justin Schumann (zum KSV Baunatal) und Oliver Scherer (zum OSC Vellmar) haben uns zwei starke Leute verlassen. Dafür haben wir mit Fatih Öztün von der U23 des SC Paderborn, Roger Garcia vom OSC Vellmar, aber auch mit Fabian Korell gute Spieler verpflichtet. Korell kommt ja vom TSV Wabern, hat aber trotz seines jungen Alters von 23 Jahren bereits fünf, sechs Jahre Erfahrung im Seniorenbereich und erzielt Jahr für Jahr um die 30 Tore.

Wer sind deine Favoriten in der Verbandsliga Nord?

Auf alle Fälle Flieden, dazu ist der Hünfelder SV wieder top aufgestellt. Außerdem hat sich Schwalmstadt sehr gut verstärkt und auch Bad Soden kann eine gute Rolle spielen. Diese vier Teams habe ich ganz oben auf der Liste.

Du hast ja einst als junger Kerl bei Germania Fulda gespielt. Wie kam das damals zustande?

Germania hat mir damals ermöglicht, dass ich eine Zivildienststelle bekommen habe und so nicht zur Bundeswehr musste. Der Kontakt kam durch meinen Onkel Lothar Hohmann zustande, der in Fulda wohnt. Das war eine super Zeit: Einerseits hatte ich mit Fred Schaub und Wayne Thomas super Trainer, dazu habe ich so viele tolle Leute kennen gelernt, die ich sonst niemals kennengelernt hätte. Die zwei Jahre waren super.

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