27.04.2018

Zwei Neue und neun Verlängerungen bei UTSG

Verbandsliga Süd: Nidda zu Gast in Urberach

Usingens Max Miot-Paschke (rotes Trikot) gehört zu den "Verlängerern". Foto: Steffen Turban

In der Verbandsliga Süd steht am 30. Spieltag am Samstag die Partie zwischen Eintracht Wald-Michelbach und der TS Ober-Roden auf dem Programm. Am Sonntag folgen die übrigen fünf Partien.

Eintracht Wald-Michelbach - TS Ober-Roden (Samstag, 16 Uhr)

Zur bevorzugten Uhrzeit am späten Samstagnachmittag empfängt Eintracht Wald-Michelbach die Gäste von der Turnerschaft Ober-Roden. Medienvertreter Lothar Strusch hofft nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der letzten Wochen. Vor allem aber auch auf eine Revanche für die 0:2-Niederlage im Hinspiel. "Dieser schwache Auftritt hat uns Mitte Oktober runter gezogen. Da haben wir einiges gut zu machen", erinnert sich Strusch. Beide Teams stehen mit 37 Punkten respektive 36 Zählern mitten im Abstiegskampf der Verbandsliga Süd. Deswegen ist beiden Teams die Bedeutung der Partie bewusst. "In dieser Liga sind momentan zwei Drittel der Vereine gefährdet. Wir können uns auch bei einem Sieg am Samstag nicht sicher sein, denn es kann viel passieren", so Strusch.

Vor dem Gegner aus Rödermark, bei dem sich zuletzt Siege und Niederlagen abwechselten, hat der Pressesprecher Respekt: "Wir sind gewarnt und wissen, dass wir 100 Prozent abliefern müssen. Die müssen sich in der Winterpause verstärkt haben, weil sie seitdem bessere Ergebnisse abliefern", vermutet Strusch. Mit dem Sturmduo Kocahal/Darffour gelangen den Gastgebern zuletzt sieben Tore in zwei Heimspielen. "Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe", rechnet Strusch mit einem engen Ergebnis. Bei der Turnerschaft ist sich Trainer Zivojin Juskic darüber bewusst, dass "das Spiel für beide Teams sehr wichtig ist. Beide werden auf Sieg spielen, weil es um sehr viel geht", so der Coach. Denn aus den Vorjahren und unzähligen Gastspielen an der Rudi-Wünzer-Straße sind die Odenwälder dem Übungsleiter natürlich bestens bekannt.

Hoffnung auf einen Punktgewinn macht Juskic auch der über weite Strecken gute Auftritt seiner Mannschaft gegen Spitzenreiter Türk Gücü Friedberg. Bei der 0:2-Niederlage gegen die Wetterauer zeigte seine Elf, dass "wir auch gegen so eine Mannschaft mit einer konzentrierten Leistung bestehen können. Machen wir individuelle Fehler , ist es schwierig." Bei nur noch vier ausstehenden Spielen muss die TS noch so viele Punkte wie möglich holen, um nach dem letzten Spieltag über dem Strich zu stehen. "Wir wollen kompakt, konzentriert, aggressiv und mit einer hohen Laufbereitschaft agieren", so Juskics Devise vor der Fahrt an die badische Grenze./pac

FC Viktoria Urberach - Viktoria Nidda (Sonntag, 15 Uhr)

Psychologisch komplett verschieden werden beide Mannschaften in das Match gehen können respektive müssen. Die Schmidt-Elf gehört zu den Letztgenannten. Drei Punkte sind Pflicht - die letzten beiden Spiele gingen mit 1:3 verloren: "Wenn man zwei Sechs-Punkte-Spiele verliert, dann machst Du es Dir natürlich schwer. Aber wir sind nicht diejenigen, die Druck aufbauen. Wir haben ein gemeinsames Ziel, und dafür schaffen wir die Voraussetzungen. Die Mannschaft will ja auch, aber wir sind nicht konstant genug. Die Jungs geben alles, aber manchmal gelingt das nicht. Das ist der Jugend geschuldet. Wir haben nur wenige erfahrene Spieler in unseren Reihen", macht Urberachs Sportlicher Leiter Peter Zimmerer den wunden Punkt des Hessenliga-Absteigers aus. Auf einen aus der jungen Generation müssen die "Orwischer" am Sonntag verzichten. Nach einem "Boxkampf" mit Wald-Michelbachs Marcel Weyrauch wurde Tom Niegisch mit einer Roten Karte bedacht.

Bei den Gästen aus Nidda sieht das alles komplett anders aus. Klar, dass der Aufsteiger zeigen möchte, was er kann. Aber alles kann eben, und nichts muss unbedingt: "Um komplett save zu sein, brauchen wir noch drei Punkte. 44 reichen vielleicht auch, das würde aber eng. Über die mögliche Konstellation, dass Du als Aufsteiger ein paar Spiele in Folge verlierst, waren wir uns im Klaren. Angenehm ist das nicht mit den letzten vier Spielen, aber immernoch besser als am Anfang oder in der Mitte einer Saison. Jetzt müssen wir die Nerven behalten und mutig weiterspielen", verweist Niddas Trainer Carsten Weber auf diverse Stellschrauben.

Wichtig ist für Weber, dass "wir Fehler, die uns das Momentum nehmen, beheben. Das läuft ein bisschen in die falsche Richtung. Individuelle Fehler abstellen, wo wir einfach nicht clever genug sind. Wir brauchen Geduld und müssen uns auf das besinnen, was wir können. Dafür müssen wir alles investieren." In Urberach sieht Weber eine "ziemlich gute Fußballmannschaft, die so wie Rot-Weiß Darmstadt in der Tabelle unter Wert steht. Mit Lars Schmidt haben sie einen sehr erfahrenen Mann, der aus dem Profibereich kommt und seine Mannschaft gerade zu Hause stabilisiert hat." Niddas Übungsleiter wünscht sich, dass der 45-60 minütige gute Eindruck seiner Elf gegen Hanau auf 90 Minuten hochgeschraubt wird./cw

Germania Ober-Roden - FC Alsbach (Sonntag, 15 Uhr)

Wo steht Germania Ober-Roden? Klar, in der Tabelle ist das mit dem fünften Platz rasch abzulesen. Aber innerhalb von nur drei Tagen folgte auf den 7:0-Kantersieg beim SC 1960 Hanau eine 2:6-Niederlage beim Tabellenzweiten FV Bad Vilbel direkt auf den Fuß. "Die letzten Spiele waren für uns erfolgreich und haben uns einen gewissen Rhythmus finden lassen. In Bad Vilbel zeigten wir über weite Strecken ebenfalls eine gute Leistung, auch wenn das durchaus deutliche Ergebnis dies nur bedingt widerspiegelt. Trotzdem ziehen wir wichtige Erkenntnisse aus dieser Niederlage, vor allem, dass nur 100 Prozent Leistung zählen", lautet das Fazit von Sportmanager Daniel Hoffstadt.

Genau da solle der Aufsteiger auch im Duell gegen Alsbach wieder anknüpfen: "Alsbach tritt in 2018 stark auf. Vor denen haben wir den vollsten Respekt. Aber wir sind voll fokussiert auf unsere Aufgabe, um unsere ordentliche Ausgangsposition gegen einen direkten Konkurrenten zu bestätigen", ist Hoffstadt optimistisch. Eine so deutliche Niederlage wie beim 1:4 gegen den Tabellenführer Türk Gücü Friedberg setzte es für die Huy-Elf schon lange nicht mehr. Im November letzten Jahres musste sich der Tabellenzwölfte Aufsteiger Viktoria Nidda mit 0:3 geschlagen geben. Danach folgten nur noch ganz "enge Dinger", und zwar in sechs Punktspielen mit wenn überhaupt nur einem Tor Unterschied. Das Hinspiel ging mit 2:0 an den FC - Ausgang am Sonntag völlig offen./cw

Rot-Weiß Darmstadt - SC 1960 Hanau (Sonntag, 15 Uhr)

Die Heimstättensiedler haben sich mit zwei Auswärtssiegen in Folge und 8:1 Toren eindrucksvoll im Kampf gegen den Abstieg zurückgemeldet. "Seit dem 3:3 in Usingen zeigen wir eine andere Mentalität. Wir dominieren und so macht Fußball Freude und Spaß. Momentan ist das eine runde Sache", gibt Darmstadts Sportlicher Leiter Stephan Adam einen Einblick in die aktuelle Stimmungslage im Waldspielpark. Weiter fleißig Punkte sammeln, um den Absturz in die Gruppenliga zu vermeiden, heißt die Devise beim Hessenliga-Absteiger. "Jetzt haben alle verstanden, um was es geht. Wir müssen weiter punkten, um eine schlechte Runde zu einem positiven Ende zu führen", fordert der Funktionär.

Dass die Gäste aus Hanau nach zuvor drei Siegen in Folge im heimischen Herbert-Dröse-Stadion mit sage und schreibe 0:7 gegen Germania Ober-Roden untergingen, kam für Adam auch verwunderlich: "Vor allem in der Deutlichkeit war das ein extremes Ergebnis, das wir aber nicht überbewerten wollen. Wir schauen ohnehin nur auf uns und gehen direkt volle Kraft voraus. Bei uns steht jetzt wieder eine Mannschaft auf dem Platz", hat Adam erkannt. Auch für die 1960er ist die Saison trotz Platz sechs noch nicht gelaufen, gerade auch wegen der unerklärlichen Pleite vom letzten Sonntag: "Das können wir nicht schön reden. Man kann sicherlich verlieren, aber nicht 0:7. Wir wollen aber auch nicht wochenlang darüber reden, zumal wir vorher mit drei Siegen in Folge Gas gegeben hatten. Nun gilt es, dieses negative Erlebnis mit einem Sieg abzuhaken", sagt der Sportliche Leiter Okan Sari.

Auch Trainer Antonio Abbruzzese hat den "Betriebsunfall" bereits zu den Akten gelegt: "Es war wie ein Albtraum, ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Jetzt wollen wir in Darmstadt wieder auf die Schokoladenseite wechseln", so die Devise des Hanauer Übungsleiters. Bei sechs Punkten Vorsprung auf die Südhessen gilt es für sein Team, zumindest den Abstand auf die Rot-Weißen zu wahren./pac

SG Bruchköbel - Usinger TSG (Sonntag, 15 Uhr)

Großen Respekt vorm designierten Absteiger SG Bruchköbel: Da wird ein Punkt gegen den FV Bad Vilbel mitgenommen, Viktoria Nidda sogar geschlagen, um beim SV FC Sandzak wieder nicht zu verlieren. Und all das wohlwissend, im kommenden Jahr nicht mehr der Verbandsklasse anzugehören. Ob die Mannen von Albert Repp erneut für eine Überraschung sorgen und der Usinger TSG Schweiß auf die Stirn treiben, wird man sehen.

Die Gäste, die sich mittlerweile in der Liga als Favoritenschreck einen Namen gemacht haben, haben auch an der Personalfront den Blick für das "Große Ganze" behalten. Niklas Schulze, Melvin Laustroer, Christian Kaus, Nils Arne Wielpütz, Elliot Baba, Torben Selzer, Pascal Bretschneider, Max Miot-Paschke und Nico Wenzel haben ihre Zusagen für die nächste Saison gegeben, acht davon ligaunabhängig. Zusätzlich werden Stand jetzt Carsten Hofmann von der Teutonia Köppern und Tim Junghahn vom SV Seulberg die TSG bereichern. "Im Probetraining war Marcel von beiden durchaus begeistert", verriet Usingens Spielausschuss-Vorsitzender Olaf Best.

"Es lief so, wie es laufen sollte. Wie viele andere Vereine müssen wir uns finanziell runterfahren. Damit hat aber nur der ein oder andere Spieler ein Problem", sagt Best, der außerdem mitteilt, dass "wir uns mit Tim Tilger, Tim Pelka und Lars Günther in Gesprächen befinden." In die Partie gegen Bruchköbel "gehen wir mit einer gehörigen Portion Respekt. Die haben nichts mehr zu verlieren. Mit ihren Ergebnissen zeigen die, dass das für uns kein Selbstläufer wird. Alle Mann sind bei uns an Bord. Koppi kann also aus dem Vollen schöpfen", so Best./cw

1. Hanauer FC - SV FC Sandzak (Sonntag, 15 Uhr)

Auf den Tabellendritten Hanauer FC kommt mit dem Frankfurter Mitaufsteiger SV FC Sandzak ein harter Prüfstein zu. Die Gäste haben mit ihrem neuen Trainer Edin Softic vor zwei Wochen mit dem 2:0-Sieg beim Aufstiegsaspiranten FV Bad Vilbel aufhorchen lassen, um sich dann eine Woche später von Absteiger SG Bruchköbel vor heimischer Kulisse mit einem 1:1 zu trennen. "Das ist ein Spiegelbild der Saison mit allen Höhen und Tiefen. Weil wir keine Konstanz bringen, kämpfen wir bis zum Schluss. Wir haben leider unnötigerweise Punkte verloren", sagt SV FC-Sprecher Murat Sejdovic vor dem Auftritt an der Hanauer Kastanienallee.

Nach zwei Platzverweisen gegen den Main-Kinzig-Klub müssen die Balkan-Kicker zu allem Überfluss auch noch auf Fatmir Omerovic und Almir Derdemez verzichten. "Wir freuen uns immer auf Spiele gegen Teams, die oben stehen. Mit Fink, Skela, Cimen und Prümm verfügen sie über Spieler mit Autorität", zollt Sejdovic dem Gegner Respekt, der zuletzt bei Viktoria Nidda mit dem 4:2-Sieg wieder in die Erfolgsspur fand. Der Sandzak-Macher bemüht aber auch die allseits bekannten deutschen Floskeln: "Der Ball ist rund und muss ins Eckige. Wer in Bad Vilbel gewinnt, kann auch bei Hanau 93 gewinnen."

Bei den 93ern gehen sie nach der Bekanntgabe zahlreicher Vertragsverlängerungen noch mit Zielen in die Endphase der Spielzeit. "Wir wollen 60 Punkte, den Kreispokal gewinnen und damit in den Hessenpokal einziehen sowie die Nummer eins im Kreis sein", gibt der Sportliche Leiter Giovanni Fallacara vor. Außerdem steht am letzten Spieltag noch das prestigeträchtige Stadtderby gegen den SC 1960 an. "Der Mai hat es für uns in sich", hebt Fallacara hervor und lobt das Trainerteam Christoph Prümm und Slavisa Dacic. "Sie haben in Nidda die Mannschaft taktisch hervorragend eingestellt und werden das auch gegen Sandzak tun", so der Sportliche Leiter./pac

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