12.03.2017

Zendelis "Schelle" wohl Auslöser für Abbruch

A-Liga: Arzell gegen Herfa artet aus

Foto: Charlie Rolff

Nach 75 Minuten war am Sonntag beim A-Liga-Spiel zwischen Arzell und Herfa (0:3) Schluss, der erfahrene Schiedsrichter Hermann Ruppel (SV Großenbach) hatte nach einer heftigen Rudelbildung genug und brach das zuvor faire Spiel ab.

Was war passiert? Laut Arzells Trainer Ralf Bott habe wohl sein Stürmer Blerim Zendeli einem Gegenspieler eine mitgegeben, daraufhin seien vier, fünf Gästespieler auf Zendeli losgegangen. Zendeli trug ein blaues Auge davon, von einer wüsten Schlägerei konnte keine Rede gewesen sein, dennoch ist Bott äußerst missmutig gestimmt: „So etwas gehört einfach nicht auf den Sportplatz, da sind Kinder da, das muss ich erst mal sacken lassen. Wir müssen nun abwarten, was der Schiedsrichter in seinen Bericht schreibt und was in der Verhandlung rauskommt.“ Dass Ruppel das Spiel abbrach, anstatt sich zunächst mit Roten Karten zu behelfen, konnte Bott letztlich nachvollziehen. Für Bott, der weder Zendelis angeblichen Schlag, noch die nachfolgende Szenerie genau sehen konnte, ist aber schon jetzt klar, dass er wohl sehr lange auf seinen Stürmer verzichten müsse.

Botts Gegenüber Andreas Maronn hatte die Szenerie genau in seinem Blickfeld und schildert sie wie folgt: „Nach einem Foulspiel von unserem Verteidiger Stefan Mausehund an dem Arzeller Stürmer, für das es zurecht Gelb gab, waren wir im Angriff, als sich beide weiterhin über die Situation ,unterhalten‘ haben. Unser Libero Alexander Deringer wollte zum Schlichten hinzukommen und bekam von dem Arzeller unvermittelt eine Schelle. Danach bekam noch ein weiterer Spieler einen Schlag von dem Arzeller.“ Bei der anschließenden Rudelbildung habe Ruppel kurzen Prozess gemacht und das Spiel nachvollziehbarer Weise abgebrochen, da sich schon zahlreiche Unbeteiligte auf dem Spielfeld befunden hätten. Arzells Vorsitzender Heiko Göbel wollte sich zur Thematik nicht weiter äußern, da es sich um ein schwebendes Verfahren handle, stellte aber fest, „dass sich ein Hund allein nicht beiße“. Den Rest muss jetzt das Sportgericht aufdröseln.

Autor: Johannes Götze

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