Remis zwischen Eiterfeld und Künzell

Zähe 90 Minuten: Punkteteilung am Hain – Fotos

11. September 2021, 15:10 Uhr

Einen Punkt gab's für die SG Eiterfeld/Leimbach (links, Julian Busold) und den TSV Künzell (Simon Herbach). Foto: Jonas Wenzel

Die Oktoberfest-Party am Eiterfeld Hain im Anschluss an die Gruppenliga-Partie zwischen der SG Eiterfeld/Leimbach und dem TSV Künzell dürfte wohl spektakulärer werden als die vorigen 90 Minuten. Immerhin können beide Teams zünftig im Festzelt feiern, teilten sich die Clubs beim 2:2 (1:1) die Punkte.

Die Blutdrucktablette mussten Zuschauer mit eben jenem Problem nicht schlucken. Zu selten wurde es aufregend, zu selten wurden die Torhüter vor knifflige Aufgaben gestellt. Dennoch sah es lange Zeit so aus, als würde der Tabellenführer nach zuletzt zwei Unentschieden wieder drei Punkte aufs Konto schrauben. Die Rechnung machte die SG allerdings ohne Routinier Andreas Drews. Der ehemalige Fliedener hatte große Aktien bei beiden TSV-Toren, die nach drei Pleiten zuletzt enorm unter Druck standen. Drews gab beim 1:0 die Vorlage, der 35-Jährige köpfte ein Ecke an den Pfosten, während Solomon Haile Negussie hellwach war und den Abpraller verwertete (14.). Und weil den Gästen ein weiteres Mal das Spielgerät vor die Füße fiel, hieß es letztlich 2:2. Ein abgewehrter Freistoß aus dem Halbfeld landete bei Drews, der humorlos traf (83.). "Nur mit einer kompakten Spielweise konnten wir etwas mitnehmen. Wir wussten nicht zuletzt wegen des Hinspiels um die Qualitäten des Gegner", sagt Drews, der nur zu gerne sich auf dem Oktoberfest vergnügen möchte.

Sichtlich unzufriedener war derweil Ante Markesic. Der Coach der Hausherren ärgerte sich über die Standard-Gegentore, weshalb er die Schuld bei seinem eigenen Team suchte: "Das darf nicht passieren. Ich habe ein wenig den Eindruck, dass die Jungs müde sind. Wir müssen schleunigst in die Spur wieder kommen." Markesic stellte zudem klar, dass mit Sorin Sergiu Leucuta oder Thomas Aumann Spieler fehlten, die "bislang an vielen Toren beteiligt waren." Für zwei Buden reichte es dennoch, da erst Ali Dogru per Chip-Freistoß den Kopf von Kevin Kurz fand (35.), ehe Robin Sorg das Treiben augenscheinlich in die richtigen Bahnen lenkte (72.). Noch besser wäre der Verlauf wohl gewesen, hätte Dennis Galbas das leere Tor aus fünf Metern getroffen (5.). So aber lauerte Künzell lange Zeit auf Fehler, während Eiterfeld/Leimbach zu oft den langen Ball bemühte.

So gar nicht ins Spiel fand SG-Außenspieler Isaac Somov. Markesic relativierte aber umgehend, sagte, "dass er ein Gegenspieler hatte, der Isaac keinen Zentimeter Raum gegeben hat. Das passiert halt so. Wir brauchen nicht jedes Spiel erwarten, dass er der entscheidende Mann ist." Und da der TSV nach dem Pausentee die passive Spielart immer mehr ablegte und sich kleinere Gelegenheiten ergab, war der Zähler am Ende verdient.

Die Statistik:

SG Eiterfeld/Leimbach: Ludwig; Hilpert, Galbas, J. Busold, Wolf (77. A Busold) – Pepik, Müller-Siebert – Kurz, Dogru (46. Moise), Somov – Sorg.
TSV Künzell: Kircher; Mehler, Schramm, Drews, Heil – Breunung (46. Isselstein), Parzeller – Haile Negussie (75. Kraus), Durdu (81. Bullemer), Gaul – Herbach.
Schiedsrichter: Jörn Becker (SV Queckborn).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Solomon Haile Negussie (14.), 1:1 Kevin Kurz (35.), 2:1 Robin Sorg (72.), 2:2 Andreas Drews (83.).

Kommentieren
Vermarktung:

Mehr zum Thema