30.10.2019

Wieder Emotionen ohne Ende?

Kreispokal, Viertelfinale: Flieden gegen SV Neuhof

Neuhof Radek Görner und Fliedens Nico Hohmann kennen aus vergangenen Spielen.

Im Fuldaer Kreispokal steht heute Abend das zweite Viertelfinale an. Wer nach der Britannia aus Eichenzell in die Vorschlussrunde einziehen wird entscheidet sich im meist recht rasanten Nachbarschaftsderby zwischen Buchonia Flieden und dem SV Neuhof.

Ausgetragen wird das Spiel auf dem Rasenplatz im Fliedener Stadion. Anstoß ist um 19 Uhr. „Die Gemeinde hat am Dienstag extra die Flutlichtanlage auf einen top Stand gebracht. Da war ein Teil der Birne defekt, was dazu geführt hat, dass das Licht für den Trainingsbetrieb vielleicht noch okay war, aber für ein Spiel nicht mehr. Wir sind sehr froh, denn es wäre nicht im Sinne, ein solches Spiel auf Kunstrasen zu spielen“, sagt Fliedens stellvertretender Vorsitzender, Frank Happ.

Die mögliche Kulisse vermag Happ nicht abzuschätzen. „Dadurch, dass beide in der Liga zuletzt oft verloren haben, könnte uns das Zuschauer kosten. Vom Spiel her verspricht es aber ein sehr attraktiver Abend zu werden.“
Zumal Flieden absolut gewillt ist ins Halbfinale einzuziehen. „Wir haben uns zuletzt in Weidenhausen mit den Verantwortlichen unterhalten. Die haben sehr gute Erfahrungen mit der Teilnahme am Hessenpokal gemacht. Das war letzte Saison wohl schon so und dieses Jahr hatte man beim Sieg gegen Hessen Kassel eine super Kulisse, beim Erfolg gegen Dreieich eine sehr ordentliche Kulisse und jetzt kommt mit dem TSV Steinbach ein Regionalliga-Spitzenteam. Da wird man auch wieder guten Besuch haben. Das ist ein Beispiel dafür was passieren kann, wenn man den Pokal ein bisschen ernster nimmt“, sagt Happ.

Bei den letzten Duellen beider Vereine war immer Feuer unterm Dach. Zuletzt traf man sich im Mai 2018 beim Pokalfinale in Rothemann vor 500 Zuschauern. Flieden gewann 4:1 und es war ähnlich Dampf drin wie in den letzten beiden Punktspielen der Saison 2016/2017, als man sich in Neuhof 3:3 trennte und Flieden daheim 2:1 gewann. Ein kleines Zahlenspiel: In diesen letzten drei Duellen gab es insgesamt 27 Gelbe Karten, zwei Mal Gelb-Rot und eine knallrote Karte.

„Das ist immer ein heißes Spiel, aber wir sollten beide zusehen, dass nicht zu viele Emotionen und Härte ins Spiel kommen“, warnt Neuhofs Mitglied im Führungsteam, Martin Döppenschmidt. Er sagt klar: „Unsere Priorität liegt auf dem Klassenerhalt in der Hessenliga." Fraglich beim SVN sind die Einsätze der angeschlagenen Radek Görner (knickte am Samstag leicht um) und Baris Özdemir (hatte eine kleinere Operation).

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