Hessenliga, Gruppe A

Wer folgt dem Trio in die Play-offs?

25. November 2021, 08:11 Uhr

Geht für den KSV Baunatal und Sebastian Schmeer (links) noch etwas in Sachen Play-offs? Deutlich bessere Karten hat der FSV Fernwald um Deniz Vural. Foto: Stefan Tschersich

Mit der SG Barockstadt, dem TSV Eintracht Stadtallendorf und dem FC Erlensee haben drei Mannschaften die Qualifikation zu den Play-offs der Hessenliga bereits fix gemacht. Mit dem SV Steinbach steht zudem ein Team für die Play-downs fest. Doch wie sieht es bei den anderen Teams aus? Wir haben uns das Restprogramm der Anwärter in Gruppe A angeschaut. Eine Vorhersage ist allerdings nur schwer möglich.

FC Bayern Alzenau (4. Platz, 22 Punkte)

Die beste Ausgangslage hat der FCB. Zwei Punkte beträgt derzeit der Vorsprung auf Rang sechs. Mit einem Sieg gegen Fernwald hätte Alzenau für Ruhe sorgen können, so aber könnte es nach dem kommenden Wochenende noch enger werden. Gegner Stadtallendorf benötigt die Punkte für den Titelkampf. Verlieren die Bayern, hat das darauffolgende Spiel gegen Neuhof Endspiel-Charakter. Die Qualität im Kader sollte dafür sorgen, dass die Osthessen geschlagen werden und spätestens am letzten Spieltag gegen Schlusslicht Steinbach die Teilnahme an der Aufstiegsrunde klargemacht wird.

Aussicht: Den jüngsten Nackenschlag müssen die Bayern schnell abhaken, dann langt's für die Play-offs.

Restprogramm: Stadtallendorf (H), Neuhof (A), Steinbach (H).

FSV Fernwald (5. Platz, 21 Punkte)

Wer solche Spiele wie gegen Alzenau gewinnt, sollte in die Play-offs kommen. Nach dem Ausgleich in der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte der FSV in der sechsten Minute der Extrazeit noch den Siegtreffer. Für die Mittelhessen ein immenser Push, der ausschlaggebend im Endspurt sein könnte. Die Aufgaben haben es mit Hanau, Flieden und Hünfeld in sich. Nach derzeitigem Stand drei direkte Duelle. Entscheidend wird die Hanau-Partie sein. Mit einem Sieg kann Fernwald den Konkurrenten in die Abstiegsrunde schießen und die spielfreien Hünfelder auf vier Zähler distanzieren.

Aussicht: Gelingt in Hanau kein Sieg, deutet vieles auf ein Endspiel am letzten Spieltag in Hünfeld hin.

Restprogramm: Hanau (A), Flieden (H), Hünfeld (A).

Hünfelder SV (6. Platz, 20 Punkte)

Mit die schlechtesten Karten hat der HSV. Nicht aufgrund der Tabellenposition, sondern aufgrund der Tatsache, dass die Haunestädter lediglich noch zwei Spiele zu bestreiten haben. Am Wochenende geht der Blick hoffnungsvoll zu den anderen Plätzen, hat der HSV doch spielfrei. Elementar wichtig dürfte eine Niederlage oder nur ein Unentschieden von Fernwald in Hanau sein, sonst zieht der Konkurrent weg und dem HSV würden wohl nicht einmal zwei Siege zum Abschluss genügen.

Aussicht: Die Niederlage gegen Flieden trifft Hünfeld hart. Weil der HSV nun auf Patzer der Konkurrenz angewiesen ist, schaut die Helmke-Elf wohl in die Röhre.

Restprogramm: Baunatal (A), Fernwald (H).

SV Neuhof (7. Platz, 19 Punkte)

Wie Phönix aus der Asche ist der SVN wieder mittendrin im Kampf um die Play-offs. Nach dem Sieg in Steinbach legte die Bär-Truppe gegen Erlensee nach und machte einen großen Sprung. Die Trauben hängen nun bei der Barockstadt hoch, doch selbst bei einer Niederlage ist längst nicht alles verloren. Anschließend geht es gegen Alzenau, das nach Punkten eingeholt werden kann, sollten die Bayern zuvor gegen Stadtallendorf verlieren.

Aussicht: Neuhof wird wohl gegen Barockstadt geerdet, könnte aber mit einem Dreier gegen Alzenau wieder mitmischen. Gelingt das, wartet am letzten Spieltag mit Hanau – wie für fast alle anderen Teams – ein Endspiel.

Restprogramm: Barockstadt (A), Alzenau (H), Hanau (A).

FC Hanau 93 (8. Platz, 18 Punkte)

Endspiele hatte der HFC schon genügend, wirklich Zählbares holten die 93er dabei nicht. Und so könnten am Wochenende die Play-offs passé sein, wenn Fernwald das Duell gewinnen sollte. Gelingt ein Sieg, wäre alles offen, denn der HFC hätte alles in der eigenen Hand. Problematisch nur, dass es dann für Hanau gegen Stadtallendorf geht.

Aussicht: Gegen Fernwald könnte die Ausgangsposition aufgehübscht werden, bei einer Niederlage gegen Stadtallendorf dürften die Chancen auf die Teilnahme so gut wie weg sein. Entsprechend helfen nur drei Siege. Selbst Trainer Kreso Ljubicic sagte jüngst, dass das wohl eher unwahrscheinlich nach der bisherigen Runde ist.

Restprogramm: Fernwald (H), Stadtallendorf (A), Neuhof (H).

KSV Baunatal (9. Platz, 18 Punkte)

Während Großteile der Konkurrenz noch drei Partien zu bestreiten haben, können die Nordhessen nur noch maximal zwei Siege einfahren. Zwei direkte Duelle gegen Flieden und Hünfeld stehen für den KSV noch an. Nach der wechselhaften Saison scheint es unrealistisch, dass Baunatal mit zwei Siegen zum Ende aufhorchen lässt. Zu schwankend waren die Leistungen.

Aussicht: Sollte der KSV die unbequeme Reise nach Flieden und das Heimspiel gegen Hünfeld meistern, stünden 24 Zähler auf der Habenseite. Selbst das könnte nicht reichen.

Restprogramm: Flieden (A), Hünfeld (H).

SV Buchonia Flieden (10. Platz, 16 Punkte)

Minimale Außenseiterchancen besitzt noch Flieden. Auf 25 Zähler kann die Buchonia noch kommen, bei entsprechenden Ergebnissen der davor stehenden Teams wären somit die Play-offs möglich. Nach der bisherigen Runde jedoch mehr ein Zu-Brot als ein aussichtsreiches Ziel. Gelingt gegen Baunatal ein neuerlicher Sieg, wäre der KSV raus und Flieden könnte anschließend Fernwald weh tun.

Aussicht: Es müsste viel passieren, dass Flieden noch fünf Plätze nach oben rutscht. Im Königreich glaubt man allerdings bis zuletzt an die Chance.

Restprogramm: Baunatal (H), Fernwald (A), Stadtallendorf (H).

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