Wölf freut sich auf Eiterfeld

Volls schwarze Serie an Wochentagen

08. September 2021, 09:33 Uhr

Florian Storch (in blau) und der FSV Thalau sind zu Gast in Gudensberg. Foto: Charlie Rolff

Vier Niederlagen in Folge kassierte Verbandsligist FSV Thalau, gegen Weidenhausen und Sandershausen deutliche. Am Mittwoch (19 Uhr) steigt das dritte Auswärtsspiel in Serie für die Mannschaft von Trainer Meik Voll, die Reise geht zur FSG Gudensberg. Ein Gegner mit Thalaus Kragenweite?

"Wenn man die Spiele gegen Sandershausen und Ehrenberg nimmt, die um dieselben Ziele wie wir kämpfen, kann man nicht davon reden, dass diese Gegner unsere Kragenweite waren", sagt Voll, weshalb er die Wörter Kragenweite oder Augenhöhe vor dem Spiel in Gudensberg ebenso wenig gebrauchen will. "Spiele unter der Woche sind immer tagesformabhängig. Wenn die Bereitschaft stimmt, werde ich der Mannschaft keinen Vorwurf machen", erläutert Voll.

Gudensberg steht zwar mit zwei Punkten ebenso im Keller, holte diese Zähler allerdings in den letzten beiden Spielen gegen Hombressen/Udenhausen und Türkgücü Kassel, nachdem das Auftaktprogramm mit CSC Kassel, Bad Soden und Vellmar happig ausfiel. Gudensberg würde Meik Voll daher keinen schwachen Saisonstart zuschreiben, hofft aber, dass seine Mannschaft aus den Erfahrungen der letzten Wochen die richtigen Schlüsse gezogen hat: "Wenn wir das getan haben, kommen wir wieder in die Situationen, in denen wir überraschen können."

Sollte das gegen Gudensberg der Fall sein, würde Voll eine eigene Negativ-Serie beenden: "Ich glaube, ich habe unter der Woche noch kein Spiel gewonnen." Daniel Zimmer wird seinem Trainer verletzungsbedingt nicht helfen können, hinter Stanislav Szilagyi steht beruflich bedingt ein großes Fragezeichen.

Ärgert Wölf den Favoriten?

Ein Bonbon für Wölf, auf das die Vorfreude riesig ist. "Die Jungs haben eine gemeinsame Vergangenheit wegen der Jugendspielgemeinschaft oder haben selber dort gespielt, für mich ist es besonders, weil ich Ante Markesic gut kenne. Es ist alles angerichtet, wenn ein zwei Klassen höherer Gegner kommt", freut sich Wölfs Spielertrainer Michael Straub auf das Kräftemessen mit dem Tabellenführer der Gruppenliga Nord (18.15 Uhr). Wölf kam in der A-Liga bislang schwer in die Gänge, schoss sich am Sonntag beim 6:0 gegen Roßbach jedoch rechtzeitig den Frust von der Seele. "Wir sind eine junge Truppe. Da ist es manchmal schwierig, mit Rückschlägen umzugehen", sagt Straub, der den Favoriten im Derby ärgern will: "Wir wollen die Wölfer Tugenden auf den Platz bringen und dem Gegner lange Paroli bieten."

Das Viertelfinale rund machen am Abend (19 Uhr) die A-Ligisten SC Soisdorf und der TSV Ilbeshausen. Der Sieger dieser Partie trifft auf Wölf oder Eiterfeld/Leimbach. Mit Dittlofrod/Körnbach gegen Hünfelder SV steht die erste Paarung des Halbfinals bereits fest.

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