04.07.2018

Usingen verlangt FSV einiges ab

Testspiel: Verbandsligist unterliegt nur 1:3

Kapitän Alban Sabah führte den FSV Frankfurt auf das Spielfeld. Foto: Pedro Acebes

In einem Testspiel am Mittwochabend hat sich Süd-Verbandsligist Usinger TSG gegen Südwest-Regionalligist FSV Frankfurt achtbar aus der Affäre gezogen. Die Mannschaft von Spielertrainer Marcel Kopp unterlag den zwei Klassen höher angesiedelten Bornheimern mit 1:3, kassierte ab der 15. Spielminute aber keinen Gegentreffer mehr.

Usinger TSG - FSV Frankfurt 1:3 (0:3)

Vor 255 Zuschauern auf dem Rasenplatz an den Muckenäckern machte in der ersten Viertelstunde die Chancenverwertung den Unterschied zugunsten des Regionalligisten. UTSG-Stürmer Tim Pelka vergab zwei glasklare Möglichkeiten in der Anfangsphase der Partie. In der 4. Minute hatte der Usinger FSV-Torhüter Matay Birol schon überwunden, Gästekapitän Alban Sabah klärte den Ball noch vor der Torlinie. Im Gegenzug flankte Robert Schick von der linken Seite und FSV-Neuzugang Marco Koch traf per Volleyabnahme zum 1:0 für den Regionalligisten (5.). Sechs Minuten später war Pelka wieder frei durch und zielte drüber. Auf der Gegenseite zeigte sich der FSV erneut konsequenter.

Koch setzte sich über links durch, Patrick Huckles Schuss wurde von Vito Plut zum 0:2 ins Tor gelenkt (13.). Zwei Minuten danach war erneut Plut zur Stelle und erhöhte auf 3:0 (15.). Wer nun ein Schützenfest des Viertligisten erwartete, wurde eines Besseren belehrt. Usingen ließ dies nicht zu und zog sich bis zum Schlusspfiff immer besser aus der Affäre. UTSG-Spielertrainer Marcel Kopp zeigte sich mit dem Ergebnis auf jeden Fall sehr zufrieden: "Wir hatten ja auch hochkarätige Torchancen und hätten durch Tim Pelka schon früh treffen können. In der zweiten Halbzeit haben wir ganz gut gestanden, wobei der FSV das Ergebnis hätte in die Höhe schrauben können", konstatierte Kopp.

FSV zu inkonsequent bei Kontern

Der Spielertrainer übte auch Selbstkritik: "Zwei Gegentore sind durch individuelle Fehler durch meine Person entstanden. Das erste Gegentor geht auf jeden Fall auf meine Kappe und auch beim dritten Tor spiele ich dem Gegenspieler den Ball in der Vorwärtsbewegung in den Fuß. Wenn wir diese Fehler abstellen, sieht es noch besser aus. So war es ein guter Test und trotz der Niederlage nehmen wir viel Positives mit", resümierte der Usinger Spielertrainer. Denn im zweiten Abschnitt gelang den Gastgebern auf Zuspiel von Darius Reinmüller durch Pelka das schnelle 1:3 (49.) und in der Folge waren es die Usinger, die von eklatanten Abspielfehlern der Frankfurter profitierten.

Der FSV kam zwar öfter zum Abschluss, die Versuche verfehlten aber meist eindeutig das Ziel. So hätte Usingen nach 70 Minuten eine totale Unordnung in der FSV-Defensive nutzen müssen, um zum Anschlusstreffer zu kommen. Mehrmals stand Miot Paschke vor FSV-Keeper Marco Aulbach und brachte den Ball aus kurzer Distanz nicht am glänzend reagierenden Aulbach vorbei. Auch in der Schlussphase verlor der FSV zu viele Bälle und spielte die Konter inkonsequent aus. So endete eine ebenso unterhaltsame, wie fehlerbehaftete Partie mit einem 3:1-Sieg des Regionalligisten. Aus Sicht des Verbandsligisten, der die zweite Hälfte sogar mit 1:0 für sich entscheiden konnte, nahm die Begegnung nach dem Seitenwechsel an Fahrt auf.

Die Statistik:

Usinger TSG: Forth - Hofmann, Lauströr, Miot Pascke (78. Ofoe), Bretschneider (55. Junghahn), Kopp, Pelka (55. Czaplok), Günther (85. Petrovic), Weber (30. Rienmüller), Selzer, Wielpütz (55. Marra) - Trainer: Marcel Kopp.
FSV Frankfurt: Birol (46. Aulbach) - Sierck (46. Becker), Sabah, Azaouagh, Pollasch, Koch (62. Tyminski), Schick, Straub (46. Soultani), Plut (46. Rose), Huckle, Mangafic (46. Markovic) - Trainer: Alexander Conrad.

Schiedsrichter: Vincent Schandry (Königstein).
Zuschauer: 255.
Tore: 0:1 Marco Koch (5.), 0:2 und 0:3 Vito Plut (13., 15.), 1:3 Tim Pelka (49.).

Autor: Pedro Acebes

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