21.05.2019

... und dann hing der Schuh am Nagel

Marco Goldbach nach 29 Jahren wieder Meister

Marco Goldbach nagelt seinen Schuh ans Dammersbacher Sportlerheim.

1967 wurde die SG Dammersbach/Nüst gegründet. Und die Erfolge der Sportgemeinschaft sind bis dato rar gesät: 1990 gelang in der B-Liga die bis dato einzige Meisterschaft, am Sonntag wiederholte sich die Geschichte nun. Beide Male als aktiver Spieler dabei: Marco Goldbach.

Das Meisterteam lässt's krachen.

War der heute 47-Jährige damals gerade volljährig, ist er nun der älteste Spieler des Meisterteams gewesen. Und so war sein beinahe erster Gang nach Vollendung des Meisterstücks: Seinen Fußballschuh mit Hammer bewaffnet an einen Holzpfahl des Sportlerheims zu nageln. Als "den krönenden Abschluss meiner Hafenrundfahrt" tituliert Goldbach sein zweites Meisterstück und könnte mit Fug und Recht behaupten, dass ihm wohl etwas einmaliges gelungen ist. Fast drei Jahrzehnte sind zwischen seinen eigenen sportlichen Highlights und deren des Vereins vergangen.

Dass Goldbach wieder dabei war, liegt an der jüngsten Entwicklung des Vereins: 2017 kämpfte "DaNü" nach dem B-Liga-Aufstieg direkt wieder gegen den Abstieg. Die "Alten" sollten es richten, um der jungen, talentierten Generation um Michael Kajukin, Laurin Mörmel, Andreas Roth oder Maximilian Ruschke die B-Liga als Plattform anbieten zu können. Im letzten Atemzug gelang der Klassenerhalt, Goldbach half aber auch weiterhin aus und war im vergangenen halben Jahr wieder fixer Bestandteil. Auf der "Sechs" war er gesetzt und muss zugeben, "dass selbst mir unser Spiel manchmal zu schnell ging".

Der Geschwindigkeitsfußball war maßgebend für den Erfolg: So erzielte das Team um Spielertrainer Andreas "Doc" Barthel sagenhafte 118 Treffer in 29 Spielen. Allein Kevin Ott (37), Ruschke (21), Roth (17) und Kajukin (14) sorgten für 89 Tore. "Für manche Abwehrreihen und auch für manchen Schiedsrichter ging das alles ein bisschen schnell", stellt Goldbach fest und weiß, dass die junge Generation bereit für die A-Liga ist. Auch ohne ihren Senior.

Autor: Johannes Götze

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