15.11.2018

Trainer und Team haben Köpfe zusammengesteckt

Hessenliga: Die eigene Leistung steht im Fokus

Der Fokus soll beim Hünfelder SV und Kevin Krieger zwar auch auf den Ball, aber auch auf sich selbst gerichtet werden. Foto: Siggi Larbig

Gewann der Hünfelder SV im September noch drei Spiele in Folge, holte der Aufsteiger aus den vergangenen sieben Spielen nur fünf Punkte. Eine Schwächephase, die es noch vor Weihnachten zu beenden gilt, schließlich warten inklusive des samstäglichen Heimspiels gegen Waldgrimes (14.30 Uhr) noch vier Spiele auf die Weber-Elf.

Dominik Weber ist sich durchaus bewusst, dass sein Team keine einfache Phase durchzustehen hat. Zugleich aber relativiert der Hünfelder Trainer die Situation und erinnert daran, dass auch der 13. Rang aktuell zum Klassenerhalt reichen würde. Da der Hünfelder SV ein „normaler Aufsteiger“ sei, so Weber, gebe es überhaupt keine Gründe, in Panik zu verfallen. Schließlich sei von Vornherein klar gewesen, dass es für sein Team nur um den Klassenerhalt ginge.

Dennoch steckten Mannschaft und Trainer in dieser Woche etwas intensiver die Köpfe zusammen, um etwaige Problemfelder im Keim zu ersticken. Weber bewertete den Austausch als positiv und gibt sogar einen kleinen Einblick in die Gespräche. So hätten seine Spieler erkannt, dass das von Weber ausgegebene Credo, zunächst einmal nur auf die eigene Leistung zu schauen, wieder mehr beherzigt werden müsse. „Niemand hat das Recht, andere zu beurteilen, das ist einzig Aufgabe des Trainers. Und jeder tut gut daran, bei sich selbst nach Fehlern zu suchen, was natürlich auch für mich als Trainer gilt“, stellt Weber klar. Er glaubt, „dass die Mannschaft verinnerlicht hat, dass es nur gemeinsam geht und wir alle in einem großen Boot sitzen“.

Alles droht auszufallen

Nun herzugehen und deswegen von „Siegen müssen“ zu sprechen, findet Weber allerdings vollkommen falsch. „Wir spielen Hessenliga und wissen um die Qualitäten von Waldgirmes, das in der Tabelle neun Punkte mehr hat als wir. Klar ist, dass wir das, was wir uns unter der Woche vorgenommen haben, unbedingt umsetzen müssen. Aber selbst das muss nicht zwangsläufig zu einem Dreier reichen, weil immer noch ein guter Gegner gegenüber stehen wird“, sagt er.

Im Hinspiel zeigte Hünfeld nach ganz frühem Rückstand, was für ein Potenzial in der Mannschaft steckt. Doch ein verschossener Foulelfmeter von Maximilian Fröhlich und vergebene Großchancen von Daniel Kornagel und Andre Vogt verhinderten die mögliche 2:1-Führung, letztlich unterlag Hünfeld 1:3. „Da haben wir gesehen, dass wir gleichwertig sein können, aber auch, dass in der Hessenliga Kleinigkeiten entscheiden“, erinnert Weber.
Der Kader der vergangenen Wochen wird weitgehend unverändert bleiben. Nur hinter dem Einsatz von Sechser Sebastian Alles, der gesundheitlich angeschlagen ist, steht noch ein dickes Fragezeichen.

Autor: Johannes Götze

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