17.11.2019

SVS macht aus ganz viel ganz wenig

Hessenliga: "Sympathischer Verein" aus Walldorf zeigt sich schonungslos effektiv

Petr Paliatka tut es mittlerweile weh, seine Jungs immer wieder trotz wenig Ertrag loben zu können. Foto: Charlie Rolff

Das Gastspiel beim Mitaufsteiger Rot-Weiss Walldorf spiegelt die Saison des SV Steinbach perfekt wieder: Die Elf vom Mühlengrund spielte gut mit, hatte mehr Chancen und nach der Pause die klare Feldhoheit – verlor aber 0:3.

Weitläufig und schmuck kommt das Sportgelände der Walldorfer mit einem Natur- und zwei Kunstrasen her. An der Auswahl an Speisen und Getränke, die nette Helferinnen beim Aufwärmen in der Pause den Kiebitzen reichen, kann sich selbst ein Bundesliga-Caterer noch was abgucken. RWW bezeichnet sich selbst auf diversen Sponsorenschildern als sympathischer Verein. Doch für den SV Steinbach hielten die Walldorfer keine Geschenke bereit, agierte viel mehr schonungslos, sodass die Partie für SVS-Coach Petr Paliatka alles andere als ein Filetstückchen war.

„Es ist einfach bitter“, haderte Paliatka schwer mit dem 0:3, das sich auf dem Papier grausam liest, aber im Endeffekt nur deshalb grausam war, „weil sich meine Jungs einfach nicht für ihre gute Arbeit belohnen“, wie Paliatka betonte, der seiner Mannschaft im Grunde kaum einen Vorwurf machen konnte.

Walldorf machte eben nur zu den günstigen Zeitpunkten die Treffer. Gleich in der Anfangsphase nach einer Ecke, mit dem Pausenpfiff nach einem brachialen Schuss ins Kreuzeck durch Julian Ludwig. Dieser brannte kurz vor Schluss noch einmal eine Fackel ab, als er aus noch weiterer Entferung einen weiteren Weitschuss zum 3:0 in den Winkel setzte.

Bei Steinbach hingegen wollte die Murmel nicht ins Tor: Ob zweimal Petr Kvaca oder die Youngster Max Stadler, Jan Ullrich oder Fabian Koch: Selbst die besten Chancen waren für die Gäste noch nicht verwertenswert genug. „Die Jungen arbeiten wie die Blöden, geben immer 100 Prozent. Manchmal wünsche ich mir, sie hätten irgendwo anders eine Schwäche, aber belohnen sich mal mit einem Tor“, so Paliatka, dessen Team gerade nach der Pause gar nichts zuließ – bis auf das 0:3 zum viel zu hohen Endstand.

Die Statistik:

Rot-Weiss Walldorf: Darmstädter – Borger, Herberg, Werther, Wendnagel (57. Toch) – Eichfeler, J. Ludwig – Itoi, Deumlich, Struwe (90. Dörr) – Herdt (77. Nguyen).
SV Steinbach: Heinrich – F. Wiegand, M. Wiegand, Neacsu, Ristevski (76. Ristevski) – Kücükler – Koch, Kvaca, Dimitrijevic (46. Milenkovski), M. Ludwig – Stadler (56. Ullrich).
Schiedsrichter: Alexander Hauser (FC Waldbrunn). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Tobias Werther (7.), 2:0, 3:0 Julian Ludwig (45.+1, 84.).

Autor: Christian Halling

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