Hessenpokal: 3:2-Erfolg des TSV

Steinbachs wacklig effizienter Finaleinzug

Tino Weingarten
12. Mai 2021, 19:25 Uhr

Marcel Wilke (am Ball) traf doppelt für Alzenau. Für den Finaleinzug reichte es aber nicht. Foto: Torgranate

Ausgestattet mit enormer Effizienz zieht der TSV Steinbach Haiger mit einem 3:2 (2:1)-Sieg gegen Bayern Alzenau ins Hessenpokal-Finale ein. Die Gäste aus Bayern waren über die gesamte Partie die bessere Mannschaft, vermochten die äußerst löchrige Defensive des TSV jedoch nur zweimal zu überwinden.

In der Liga setzte der TSV Steinbach Haiger vor einigen Wochen noch ein klares Zeichen und bezwang Bayern Alzenau mit 4:0. Im Wiedersehen im Hessenpokal hatten die Hausherren aber deutlich mehr Probleme mit den Bayern, die die TSV-Offensive um Torjäger Sascha Marquet sehr gut im Griff hatten.

Dennoch mussten die Gäste mit einem Rückstand in die Halbzeitpause gehen. Paul Stock setzte den ersten Torschuss der Steinbacher aus 25 Metern gleich in den Winkel (17.) und Alzenaus Innenverteidiger Lukas Mazagg grätschte zum 2:1 für Steinbach ins eigene Tor (37.). Nur wenige Minuten zuvor kam der FC Bayern zum verdienten Ausgleich, als Philipp Hanke erst einen Kopfball von Dominik Crljenec von der Linie klärte, dabei aber perfekt für Marcel Wilke servierte (30.).

Ein Umstand, den die Gäste schnell korrigierten. Eine Ecke von Marco Ferukoski rutschte einfach bis zum langen Pfosten durch, wo Wilke erneut nur den Fuß hinhalten musste (48.). In der Folge drängten die Gäste auf das Führungstor, Maximilian Brauburger (52.) und Mingi Kang, der im Abseits stand (54.), verpassten aber. Und so schlug die pure Effizienz der Hausherren zu: Stock fiel der Ball am Strafraum vor die Füße, der Mittelfeldspieler ließ noch einen Alzenauer stehen und vollendete ins lange Eck (56.).

Diese Effizienz war der Trumpf für Steinbachs Finaleinzug. Der Tabellenvierte der Regionalliga machte kein gutes Spiel, präsentierte sich vor allem in der Defensive äußerst instabil. Schlussmann Raphael Koczor bewahrte seine Vorderleute nach einer Kang-Chance vor dem erneuten Ausgleich (66.). Alzenau baute Angriff über Angriff auf, allerdings - und das ist der einzige Vorwurf, den man dem FCB machen kann - kam viel zu wenig dabei heraus.

Die Statistik

TSV Steinbach Haiger: Koczor - Hanke, Buckesfeld, Mihaljevic, Strujic - Eismann, Stock, Hoffmann (90. Olizzo), Ilhan - Sawada (39. Lahn), Marquet (77. Heinze).
FC Bayern Alzenau: Zabadne - Kummer (82. Grünewald), Crljenec, Mazagg, Haritonov - Martin, Wilke - Teklab (67. Demir), Brauburger, Ferukoski - Kang (85. Kohlbacher).
Schiedsrichter: Christoph Rübe (Kassel).
Tore: 1:0 Paul Stock (17.), 1:1 Marcel Wilke (30.), 2:1 Lukas Mazagg (37., Eigentor), 2:2 Marcel Wilke (48.), 3:2 Paul Stock (56.).

Autor: Tino Weingarten

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