24.05.2018

Showdown zwischen Altwiedermus und Erlensee

Gruppenliga Frankfurt Ost: Dreikampf um den Klassenerhalt

Mit einem Sieg gegen den FC Dietzenbach würden sich Michael Kohnke (links) und Eintracht Altwiedermus die Meisterschaft sicher. Alexander Schunck müsste sich mit dem 1.FC Erlensee dann mit der Aufstie

Ein letztes Mal in dieser Saison betreten die Teams der Gruppenliga Frankfurt Ost am Samstag (17 Uhr) den Platz. In einigen Partien ist die Luft raus, in manchen noch ganz besonders viel Feuer drin. So kommt es zum Fernduell an der Spitze. Tabellenführer Altwiedermus will den direkten Aufstiegsplatz verteidigen und Meister werden, Erlensee als Verfolger vielleicht doch noch vorbeiziehen. Im Tabellenkeller machen Seligenstadt, Dietzenbach und Langen – ebenfalls auf verschiedenen Plätzen – den letzten Nichtabstiegsplatz unter sich aus. Wer guckt am Ende in die Röhre? Wer wird feiern?

Kickers Obertshausen – SV Somborn (Samstag, 17 Uhr)

Obertshausen kann entspannt auflaufen, haben sie doch vergangene Woche beim 0:0 gegen Marköbel den Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht. Im letzten Spiel gegen Absteiger Somborn wollen die Kickers aber noch einmal alles geben. „Wir sind glücklich, dass wir es aus eigener Kraft geschafft haben. Die Jungs sind super, jeder Einzelne. Die letzte Partie nehmen wir aber noch einmal ernst, schließlich feiern wir direkt im Anschluss den Saisonabschluss“, erzählt Kickers-Präsident Siggi Herth und ergänzt: „Wir haben das gemeinschaftlich gerockt.“

Türk Gücü Hanau – SG Marköbel (Samstag 17 Uhr)

Für Türk Gücü Hanau ist die Saison seit Wochen gelaufen. Bis zur Winterpause hegten Die Gastgeber noch leise Hoffnungen, ganz oben anklopfen zu können, am Ende müssen sie sich aber mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben. Marköbel kämpfte lange um den Klassenerhalt und holte vergangene Woche beim Unentschieden gegen Obertshausen den entscheidenden Punkt, kann sich also auf eine weitere Gruppenliga-Saison freuen. „Wir gehen das Spiel mit der nötigen Ernsthaftigkeit an, sind aber froh, dass der Druck der letzten Wochen nicht mehr da ist“, so SGM-Sprecher Luca Topitsch.

Germania Klein-Krotzenburg – FSV Bad Orb (Samstag 17 Uhr)

Der 3:0-Sieg vergangene Woche in Dietzenbach sicherte Klein-Krotzenburg den umjubelten Klassenerhalt. Trotz ärgster Personalprobleme schaffte es die Mannschaft von Trainer Wolfgang Kaufmann doch noch, sich für die neue Gruppenliga-Saison zu qualifitzieren. Ganz anders sieht es beim Gegner aus: Bad Orb stieg erst im Vorjahr aus der Kreisoberliga in die Gruppenliga auf, muss aber nach nur 18 Punkten aus 33 Spielen als Vorletzter wieder runter.

SV Eintracht Altwiedermus – FC Dietzenbach (Samstag 17 Uhr)

Tabellenführer Altwiedermus hat die Relegation bereits in der Tasche, liefert sich aber am letzten Spieltag noch ein Fernduell mit Erlensee (bei der Rosenhöhe) um den direkten Aufstieg. Gerüchte, der SVE würde einen möglichen Aufstieg nicht wahrnehmen, dementierte der Verein. „Wie sollten wir das den Jungs verkaufen?“, so SVE-Sprecher Frank Thomas. Die Gäste aus Dietzenbach werden dabei keineswegs Spalier stehen. Für den FCD geht es gegen den Abstieg und der kann nur mit einem Sieg verhindert werden, sofern die Sportfreunde Seligenstadt, die aktuell einen Punkt und einen Platz besser positioniert sind, nicht gewinnen.

FC Hochstadt – FSV Bischofsheim (Samstag 17 Uhr)

Eine Partie ohne Bedeutung, dazu wahrscheinlich eine triste. Beide Mannschaften müssen den bitteren Gang in die Kreisoberliga antreten. Hochstadt hatte vom Rundenbeginn an viel zu kämpfen, startete mit einer 1:7-Klatsche gegen Marköbel in die Saison und wechselte im Laufe der Saison den Trainer, um noch einmal anzugreifen. Das gelang zwar phasenweise, die entscheidenden Punkte gingen aber am Ende an die Konkurrenz. Bischofsheim war lange im Rennen um den Klassenerhalt dabei, nachdem die Partie gegen den Konkurrent Langen aufgrund eines Spielabbruchs in Folge einer Tätlichkeit 0:3 gewertet wurde und der FSV zusätzlich noch drei Punkte abgezogen bekam, war jedoch nichts mehr zu retten.

VFB Oberndorf – Germania Großkrotzenburg (Samstag 17 Uhr)

Der Neuling aus der Kreisoberliga und der Verbandsliga-Absteiger spielten eine ordentliche Runde, stehen mit Platz sechs (Oberndorf) und vier (Großkrotzenburg) gut da, mehr aber auch nicht. Während Großkrotzenburg zwischenzeitlich Chancen auf die Spitzenplätze hatte, war Oberndorf froh, frühzeitig das Punkteziel für den Klassenerhalt erreicht zu haben. Da die beiden nur zwei Punkte trennen, geht es im letzten Spiel noch einmal darum, wer am Ende besser platziert ist.

1. FC Langen – SVG Steinheim (Samstag 17 Uhr)

Was ist möglich für den 1. FC Langen? Im Dreikampf gegen den Abstieg hat der Aufsteiger die schlechtesten Karten. Langen muss gewinnen und anschließend hoffen, dass die Konkurrenz verliert. „Wir werden alles reinwerfen und müssen unsere Aufgabe erledigen. Der Rest liegt nicht in unserer Hand“, weiß Langens Trainer Murat Kilinc, der auf beide Situationen vorbereitet ist: „Ob Abstieg oder nicht, wird sich Samstagabend zeigen. Wenn es einen Fußballgott gibt, dann soll er uns dann den Klassenerhalt schenken.“

SG Rosenhöhe Offenbach – 1. FC 06 Erlensee (Samstag 17 Uhr)

Die Rosenhöhe hat eine fabelhafte Saison hinter sich und spielte sogar lange um den Aufstieg mit. Am Ende ging den Offenbachern aber die Puste aus. Anders bei Erlensee: der Aufsteiger liefet sich bis zum Schluss einen Zweikampf mit Altwiedermus um den direkten Aufstieg. Die Teilnahme an der Relegation kann den beiden Teams schon nicht mehr genommen werden. Grund genug für die Rosenhöhe, sich noch einmal reinzuhängen. „Wir wollen uns gut verabschieden und uns später nicht sagen müssen, dass wir nicht bis zum Ende alles gegeben haben“, so SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt, der zudem hofft, die 1:5-Pleite aus dem Hinspiel vergessen machen zu können.

JSK Rodgau – Sportfreunde Seligenstadt (Samstag 17 Uhr)

Unter der Woche trennten sich die akut abstiegsgefährdeten Sportfreunde Seligenstadt und Trainer Thomas Marton einvernehmlich, „um vor dem letzten Spiel noch einmal alles heraus zu kitzeln“, so Marton. Mit 43 Punkten stehen die Einhardstädter zwar noch auf dem letzten Nichtabstiegsplatz, die Verfolger Dietzenbach (42 Punkte) und Langen (41) werden am letzten Spieltag aber alles daran setzen, sich noch irgendwie über den Strich zu hieven. Der JSK Rodgau ist Dritter und hat seit vergangenem Wochenende keine Chance mehr auf den Aufstieg.

Autor: Valentin Schwing

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