15.09.2019

Schwach schlägt noch schwächer

Gruppenliga: Icklers erstes Seniorentor ebnet RSV Weg zum Krisengipfel-Sieg

Petersbergs Florian Bott (rechts) klärt vor Künzells Simon Herbach. Foto: Kevin Kremer

Der Krisengipfel der Gruppenliga war zeitweise ein Gruselgipfel, trotzdem entpuppte sich mit dem RSV Petersberg eine von zwei schwachen Mannschaften dank zweier Standardtore noch als etwas bessere. Um Künzell muss man sich schon ein wenig Sorgen machen.

Gästecoach Markus Pflanz wirkte nach Schlusspfiff ziemlich resigniert: „Wir haben seit über einem Jahr kein Auswärtsspiel mehr gewonnen. Selbst bei so einem schwachen Gegner heute bekommen wir es nicht gebacken.“ Einzig mit den ersten 20 Minuten konnte Pflanz zufrieden sein, hatte seine Künzeller Mannschaft da noch das Regiment und durch David Heils Pfostenschuss sogar einen Aufreger parat.

Ein langer Diagonalball von Marlin Schächinger auf Jannes Ehresmann, der daraufhin nur knapp verzog (28.), brachte die wieder einmal blutjunge RSV-Auswahl, bei der der einzige Routinier Boris Aschenbrücker nach 30 Minuten wieder mal wegen Oberschenkelproblemen runtermusste, in einem vor allem in der ersten Hälfte unterirdischen Kick, in dem nur RSV-Chef Tom Reinhard als Stadionsprecher für Highlights zu sorgen wusste, zumindest etwas ins Spiel.

„Beide waren verunsichert, trotzdem verstehe ich nicht, warum wir nach dem Hosenfeld-Coup heute anfangs so passiv sind“, fragte sich RSV-Coach Jürgen Krawczyk, wobei er eine Leistungssteigerung seiner Mannschaft nach der Pause registieren konnte. Ein Doppelschlag entschied letztlich das Spiel zugunsten der Grün-Weißen: Erst erzielte Michel Ickler nach einer Pazatka-Hereingabe per Kopf sein erstes Seniorentor (60.), sechs Minuten später war es Pazatka selbst, der nach einer Ecke den Ball mehr oder weniger über die Linie stolperte.

In der Schlussphase geriet der RSV noch einmal etwas ins Schleudern, obwohl Künzell zwischen der 20. und 80. Minute gar nichts auf den Rasen gebracht hatte. Und so hatte Krawczyk bei aller Zufriedenheit noch eine Aufgabe für sein Team parat: „Einfach mal ein Spiel souverän runterspielen, das wäre schön.“

Die Statistik:

RSV Petersberg: Motzkus – Tranchina, Bott, M. Aschenbrücker – Elm (79. Bender), Schächinger – von Pazatka – Ickler (75. Reinhard), Sentürk - B. Aschenbrücker (30. S. Aschenbrücker), Ehresmann.
TSV Künzell: Kircher – Schlott, J. Aschenbrücker, Isselstein, Hütsch (79. Jestädt) – Kress (84. Grösch), Raszyk – Heil (64. Farnung), Herbach, Körner – Winkow.
Schiedsrichter: Carsten Dücker (TSG Mackenzell). Zuschauer: 150. Tore: 1:0 Michel Ickler (60.), 2:0 Adrian von Pazatka (66.).

Autor: Christian Halling

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