Hessenliga: Neuhof mit Achtungserfolg

Schlappeseppel nicht die falsche Wahl

18. September 2021, 15:20 Uhr

Neuhofs Trainer Alexander Bär kann einen Achtungserfolg in Alzenau verbuchen. Foto: Charlie Rolff

Der SV Neuhof hat für einen Achtungserfolg gesorgt: Dank einer guten Mannschaftsleistung holte der SVN bei Tabellennachbar Bayern Alzenau einen Punkt in einem Spiel ohne viele Höhepunkte. Tore fielen am Prischoß keine.

Die erste Halbzeit verlief beinahe ereignislos: Wer sich die sieben Euro Aufschlag für die Haupttribüne sparte, stattdessen vor dem Vereinslokal unter den Schatten spendenden Sonnenschirmen Platz nahm und das übrige Taschengeld in zwei Schlappeseppel investierte, machte nicht viel falsch. Aber sogar von dort war zu sehen, dass Alzenau spielüberlegen wirkte, mehr den Ball und letztlich die beiden besten Chancen besaß: Jeweils nach Standards war es mit Mingi Kang, der kleinste Alzenauer, der zum Abschluss kam. Einmal per Fuß (41.), einmal per Kopf (45.). Neuhof, das gut im Verbund verteidigte und im Prischoß den Gastgebern kaum Platz ließ, fand offensiv kaum statt, wenngleich David Costa Sabate mit ein wenig mehr Präzision Neuhof hätte in Führung bringen können (42.).

Und wer nach der Pause von frisch gezapftem Schlappeseppel auf Weinspezialitäten des Hauses "Müller Thurgau" umstieg, machte wenig verkehrt. Weiterhin war die Ordnung der Gäste gut, dem Gastgeber fiel hingegen immer weniger ein. Luft anhalten musste Neuhofs Trainer Alexander Bär eigentlich nur einmal – und das war bei Eric Tavares Ganime Bastos' Abschluss. Und das ist ein Neuhofer. Der Innenverteidiger kam nach einer Standard völlig frei zum Abschluss und scheiterte an Alzenaus Schlussmann Fabian Wolpert, der glänzend reagierte (76.). Dazu verpufften eine Handvoll gute Kontergelegenheiten wegen des fehlenden letzten Passes. Und Alzenau? Kang war es erneut, der für Gefahr sorgte, nach Ricardo Santos' Flankenlauf aber an Ahmed Hadzic in Neuhofs Tor scheiterte (65.).

Hessische Fußballprominenz war ebenfalls vor Ort: Vor dem Spiel überreichte Jürgen Radeck einen Präsentkorb an den Schiedsirchter René Döbber (Bayern Alzenau). Der ehemalige Verbandsfußballwart war in offizieller Mission seines Stammvereins Germania Ortenberg unterwegs. In einem der letzten Spiele vor der der letzten Pandemie-Pause hatte Döbber, im Hauptberuf Rettungssanitäter, erste Hilfe bei einer schweren Verletzung von dem in Alzenau ebenfalls anwesenden Ortenbergs Spieler Florian Zöll geleistet. Den Abpfiff erlebten sie aber nicht mehr, das Spiel war für sie wahrscheinlich zu schwere Kost.

Die Statistik:

FC Bayern Alzenau: Wolpert; Santos, Bermann, Wilke, Heptazeler (73. Tyrokomos) – Cetin (52. Pancar), Alexander – Grünewalder, Burcu, Kang – Sprung.
SV Neuhof: Hadzic; Benazza, Tavares Gunime Bastos, Klapan, Paez – Sosa Perez, Kulas – A. Kovac (76. F. Kovac), Costa Sabate (83. Laketic), M. Kovac – Diakiese (88. Daka).
Schiedsrichter: Daniel Velten (TSV Laufdorf).
Zuschauer: 330.

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