EES auf den Punkt hellwach

Scharf gestellt

13. Oktober 2021, 12:00 Uhr

Wenig Grund zur Aufregung hat EES-Coach Stefan Huck in den Duellen gegen Kontrahenten, die wohl mit in die Abstiegsrunde gehen. Foto: Kevin Kremer

2:0, 2:1, 3:1, 3:3, 4:3. Allein an der Torfolge lässt sich erkennen, dass die SG Elters/Eckweisbach/Schwarzbach und der FV Horas am Sonntag Unterhaltung pur boten. Obendrauf kommt eine Rote Karte. Der glückliche Sieger: EES. Deren Trainer Stefan Huck weiß um die Wichtigkeit.

Bronnzell (0), Eiterfeld/Leimbach (0), Hönebach (0), FT Fulda (0), Aulatal (1), Künzell (3), Horas (3), Hünfeld II (4), Petersberg (3). Nimmt man die aktuelle Tabelle der Gruppenliga Nord zur Hand, wird sichtbar, dass die Dreier-SG jeweils auf den Punkt zur Stelle ist. Gab's gegen die Teams von oben nichts zu holen, wurde gegen die direkten Konkurrenten kontinuierlich gepunktet. Ist das Huck-Team in den wichtigen Duellen etwa mehr fokussiert? Davon will der Trainer nichts wissen, sagt er doch, "dass wir gegen die Top-Teams nie klar unterlegen waren. Der Unterschied ist, dass diese Teams letztlich mehr individuelle Qualität besitzen, um noch den Punch zu setzen. Die Mannschaften, die derzeit mit uns unten drin stehen, sind indes eher unser Niveau. Und in diesen Spielen können wir viel über unsere Mentalität erzwingen."

So, wie wohl auch gegen Horas. Beim Stand von 2:0 nach rund einer halben Stunde sprach eigentlich alles für EES. Nicht nur die Führung, nach Dominik Golbachs – einem gebürtigen Elterser im Horaser Trikot – Roter Karte gar in Überzahl. "Dann kommt das, was im Fußball oft passiert. Mit einem Mann weniger läuft's plötzlich besser", blickt Huck zurück. Denn Horas wachte auf, spielte unbekümmerter und nach ereignisreichen 45 Minuten ging's mit einem knappen 3:2 in die Kabinen. Die Gäste schnupperten wieder an Zählbarem, nach dem 3:3 nach Wiederbeginn schienen die Gäste aber zufrieden. Oder anders gesagt: EES wachte wieder auf. Erst ein verschossener Elfmeter, dann doch das erlösende 4:3. Und einmal mehr Punkte gegen einen möglichen Konkurrenten in der Abstiegsrunde. Die Rhöner zogen nämlich den FVH mit in die gefährliche Zone.

"Es war so ein Spiel, wo das Quäntchen Glück bei Horas fehlte. Eben dieses Quäntchen, was uns zu Saisonbeginn abging. Jetzt ist es anders, wir treffen nun das Tor und können uns belohnen. Dass wir personell, wahrscheinlich wie alle Teams, am Zahnfleisch gehen, stehen auf einem anderen Blatt", sagt Huck, der den spannenden Dreikampf um den letzten Platz in der Aufstiegsrunde zwischen Aulatal, Künzell und Horas verfolgt und vermutet, dass Künzell es macht. Mit seinem Team kann er in den Dreikampf noch eingreifen, schlägt Aulatal am letzten Spieltag in der Rhön auf. Ein Spiel, das wie am kommenden Wochenende Petersberg wohl eine hohe Bedeutung haben wird. Das Punktekonto für die Abstiegsrunde soll weiter anwachsen, hingegen sind die weiteren Partien gegen FT und Eiterfeld/Leimbach quasi Freundschaftsspiele. "Abschenken werden wir sicher nichts. Wir spielen daheim, wollen uns gut präsentieren. Logisch ist allerdings, dass ich schaue, welche Spieler mit Blessuren zu kämpfen haben", schildert der Coach.

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