Notbremse

Rückschlag für den Jugendfußball

21. April 2021, 16:15 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Die vom Bundestag am Mittwoch beschlossene Notbremse hat Folgen für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren. Wenn das Gesetzt in Kraft tritt, dürfen die jungen Sportler nur noch in Gruppen von maximal fünf Personen trainieren. Der Beschluss muss am Donnerstag noch vom Bundesrat abgesegnet werden. Dies gilt als sehr wahrscheinlich.

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 sollte Sport für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren laut der ursprünglichen Kabinettsfassung in der Regel nur noch "allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands" erlaubt sein. Nun ist aber eine Ausnahme beschlossen worden: Sie dürfen in Gruppen von höchstens fünf Kindern gemeinsam Sport treiben. Kindern bis einschließlich 14 Jahren war bis jetzt der Sport in Gruppen unabhängig von der Personenzahl mit bis zu zwei Trainern erlaubt. Das Angebot wurde gut angenommen.

Die neuen Regelungen könnten frühestens ab diesem Samstag greifen. Bevor das geschehen kann, müssen sie am Donnerstag den Bundesrat passieren. Zudem muss Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz unterzeichnen. Es ist offen, ob das am Donnerstag geschehen wird, weil das Gesetz - wie jedes andere auch - im Präsidialamt erst geprüft wird. Die Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt könnte möglicherweise noch am selben Tag wie die Unterzeichnung erfolgen. Damit die Notbremse greift, muss die Sieben-Tage-Inzidenz an drei Tagen über 100 liegen. Diese drei Tage sollen nach dem Entwurf nun auch schon die drei Tage unmittelbar vor Inkrafttreten des Gesetzes sein. Die Regelungen sollen vorerst bis Ende Juni gelten.

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