15.09.2019

Römmich vertritt Römmich weiterhin erfolgreich

Verbandsliga: Fiorentino befördert Soden in die Spitzengruppe

Anton Römmichs (links) Truppe spielt unter Wladimir Römmich (grünes Shirt) momentan erfolgreich. Foto: Ralf Hofacker

Eine Woche nach dem mit 7:0 im Aufsteigerduell beim FC Körle höchsten Auswärtssieg ihrer Verbandsligageschichte hat die SGBadSoden mit einem 3:0 (2:0)-Heimerfolg im Verfolgerduell gegen den CSC 03 Kassel engen Kontakt zur Spitzengruppe der Verbandsliga Nord hergestellt.

Auch wenn in einem rasanten, hochklassigen, bisweilen hitzigen und technisch wie kämpferisch 90 Minuten lang sehr gefälligen Spiel eine außerordentlich konzentrierte und disziplinierte Teamleistung den Ausschlug zugunsten der SGBadSoden gab, so war es in Daniele Fiorentino dennoch ein einzelner Spieler, der letztlich den Unterschied ausmachte: Der 35-Jährige bereitete den Führungstreffer durch Khaibar Amani nach nur zwei Minuten über den rechten Flügel so sauber vor, dass der ehemalige afghanische Nationalspieler vor dem leeren Kasseler Kasten nur noch den Fuß hinhalten musste; Fiorentino erzielte, auf herrliches Zuspiel von Amani, in starker Bedrängnis das 2:0 selbst, indem er in vollem Lauf den Ball über den Torwart hob (36.) und Fiorentino leistete schließlich kurz vor Spielschluss wieder derart gekonnt die Vorarbeit, dass der kurz zuvor eingewechselte Jaron Krapf den Ball zum 3:0 ins leere Tor schieben durfte (87.).

Mit dem frühen Führungstreffer im Rücken hatte Bad Soden es sich leisten können, die Kasseler kommen zu lassen. Der CSC besaß dann auch ein starkes Übergewicht im Mittelfeld, bot eine bis zum Strafraum ansehnliche Vorstellung, doch unterm Strich sprangen keine besseren Torchancen heraus als ein Lattenkopfball nach einer Ecke (29.) sowie diverse Versuche bei Weitschüssen oder Freistößen. Vermutlich hätten die Nordhessen gut daran getan, sich nicht bei jeder Gelegenheit auf Diskussionen mit dem Schiedsrichter zu fokussieren. Überzeugend war in den meisten Fällen das Bad Sodener Umschaltspiel. Aus der Tiefe des Raumes leitete die SG etliche Konter ein und hätte bei etwas mehr Glück im Abschluss höher gewinnen können.

Zaungast der Begegnung war Bad Sodens eigentlicher Trainer Anton Römmich, der seit Wochen wegen einer Finger-OP krankgeschrieben ist und erfolgreich von seinem Bruder Wladimir, dem Sportlichen Leiter der SG, vertreten wird. „Solange es so gut läuft, kann gerne alles so bleiben wie es ist“, sagte Anton Römmich, um im nächsten Atemzug zu gestehen, dass er auf seine Rückkehr brennt: „Ehrlich gesagt, ich werde verrückt, wenn ich nicht bald an der Seitenlinie stehen kann.“

Die Statistik:

SGBad Soden: Ersöz; Kymlicka, T. Pauowitsch, Neiter, Vlk – K. Paulowitsch (79. Memeti), Saletnik, Pospischil, Demuth (73. Krapf) – Fiorentino, Amani (65. Moaremoglu).
CSC 03 Kassel: Rudolph; Kessebohm, Murawski, Reuter, Werner (84. Bode), Mitchell, Beyer (65. Matys), Simoneit, Schmidt (65. Salkovic), Trump, Iksal.
Schiedsrichter: Karsten Pfeiffer (SVNieder-Wöllstadt). Zuschauer: 90. Tore: 1:0 Khaibar Amani (2.), 2:0 Daniele Fiorentino (36.), 3:0 Jaron Krapf (87.).

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