15.09.2019

Richtige Einstellung kommt zu spät

Verbandsliga: Barockstadt-Reserve in erster Halbzeit desaströs

Natnael Weldetnsae (rechts) traf zwar für die Barockstadt-Reserve, doch zu einem Punkt reicht es nicht. Foto: Kevin Kremer

Eine unterirdische erste Halbzeit der Barockstadt-Reserve besiegelte eine unnötige und zugleich vermeidbare Niederlage gegen die TSG Sandershausen. Letztlich musste sich die Lohsse-Elf den Nordhessen mit 3:4 (0:3) beugen.

Vieles ließ die Barockstadt-Reserve in den ersten 45 Minuten vermissen. Keine Spritzigkeit, keine Ideen, keine Körpersprache brachten die Mannen von Trainer Marco Lohsse auf den Platz. Folglich fielen die Gegentore, denn Sandershausen zeigte sich in den jeweiligen Aktionen einfach galliger. Eyüp-Emre Akman zeigte sich am handlungsschnellsten, nachdem SGB-Keeper Hanns-Peter Schwarz noch sensationell einen Kopfball von Zakariae El Jamouhi parierte (17.). Anschließend ging erst Christoph Sternstein bei Sascha Hebolds Treffer (25.) und dann Miguel Torcuatro bei Felix Bredows Tor (32.) fiel zu zögerlich Richtung Ball. Möglichkeiten der Hausherren auf einen Torerfolg? Fehlanzeige.

„Der Gegner war vom Kopf her wacher“, meinte Lohsse, der in der Kabine anscheinend die richtigen Worte fand. Ganz anders war das Auftreten seiner Jungs ab Minute 46 – und rasch keimte Hoffnung auf ein Comeback. Jan-Henrik Wolf traf umgehend mit Wiederanpfiff flach ins lange Eck (47.). Die SGB blieb am Drücker, verpasste durch Tobias Göbel und Wolf den Anschlusstreffer, doch Natnael Weldetnsae stellte nach 56 Minuten auf 2:3, als ihm der Ball nach einem Lattentreffer von Göbel vor die Füße fiel (56.). Nur Sekunden später hatte Weber die Riesenchance zum Ausgleich, doch TSG-Schlussmann Christian Sache bekam die Finger noch an den Ball.

Mitten in die Druckphase der Hausherren folgte der nächste Bock: Weldetnsae und Torcuatro waren sich bei einem langen Ball uneinig, so dass Akman auf und davon war und Schwarz gar noch umkurvte (68.). „In Summe waren es viel zu viele Fehler von uns. Die Jungs haben sich in der zweiten Halbzeit immerhin charakterlich gut präsentiert. Sandershausen wurde in die eigene Hälfte gedrückt, nur das Glück fehlte. Wir können verlieren, doch wichtig ist, wie wir verlieren“, fasste Lohsse zusammen. Dessen Team verkürzte zwar nach Marcel Träglers Elfmetertor (82.) nochmals, doch mehr sollte nicht herausspringen. Auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Enes Sezer mit seinem Pfostenschuss den fünften Treffer.

Die Statistik:

SG Barockstadt II: Schwarz – Sternstein (27. Weldetnsae), Breunung, Torcuatro, Noori – Friedrich, Hohmann (46. Balzer) – Wolf, Trägler – Göbel, Weber.
TSG Sandershausen: Sachse – Wissling, Luis, Schumann, Altschmied – El Jamouhi (90.+3 Jablonski), Minne, Behler (77. Sarioglu), Hebold – Bredow, Akman (85. Sezer).
Schiedsrichter: Patrick Haustein (FC Großen-Buseck).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Eyüp-Emre Akman (17.), 0:2 Sascha Hebold (25.), 0:3 Felix Bredow (32.), 1:3 Jan-Henrik Wolf (47.), 2:3 Natnael Weldetnsae (56.), 2:4 Eyüp-Emre Akman (68.), 3:4 Marcel Trägler (82., Foulelfmeter).

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