Hessenliga: SG Barockstadt meldet

Quartett gibt seine Zusage

12. Februar 2021, 09:00 Uhr

Dennis Müller (links) und Kapitän Patrick Schaaf bleiben an Bord. Foto: Charlie Rolff

Nach den Vertragsverlängerungen mit dem gesamten Trainerteam um Chefcoach Sedat Gören hat die SG Barockstadt auch weitere Spielerverträge für die neue Saison unter Dach und Fach gebracht. Der Hessenliga-Spitzenreiter vermeldet, dass vier Leistungsträger fest zugesagt haben.

Neben Kapitän Patrick Schaaf werden auch Dennis Müller, Kevin Hillmann und Marius Löbig weiterhin für die Barockstadt spielen. Vorher hatte bereits Tobias Göbel zugesagt und der Club gab bekannt, dass Niklas Budesheim aus der U23 nach „oben“ wandert.

"Alle vier Spieler sind absolute Stützen des aktuellen Teams, top erfahrene Hessenligaspieler und wir sind froh, sie weiterhin an Bord zu haben. Die Verlängerungen sind keine Selbstverständlichkeiten, da es doch einen enormen zeitlichen Aufwand bedeutet. Im gehobenen Amateurbereich müssen Familie, Beruf und Fußball komplett aufeinander abgestimmt sein. Auch dem enormen sportlichen Ehrgeiz dieser Spieler, die sich trotz aller Widrigkeiten der Herausforderung stellen und persönliche Belange hintenanstellen, ist es zu verdanken, dass unser Team aktuell die Tabelle der Hessenliga anführt", weiß Volker Bagus, Sportlicher Leiter der SGB.

Während Löbig und Hillmann jeweils die Runde 2021/2022 unterschrieben haben, gaben Patrick Schaaf und Dennis Müller ihre Zusagen gleich für die kommenden beiden Jahre bis in den Sommer 2023. „Wobei die Laufzeit eine untergeordnete Rolle für mich spielt“, sagt Schaaf. „Es gibt eine klare Absprache mit den Verantwortlichen, dass wir uns sofort einigen würden, sollte eine der beiden Seiten nicht mehr weiter zusammenarbeiten wollen – selbst wenn es einen Vertrag über fünf Jahre gäbe“, erklärt der 31-Jährige.

„Ich fühle mich topfit und durchaus in der Lage, noch auf diesem Niveau zu spielen. Solange ich Spaß daran habe und der Körper mitspielt, ist es immer mein Anspruch, so hoch wie möglich dabei zu sein“, sagt der Spielführer, der keinerlei Bedenkzeit für seine Zusage benötigte: „Das war kurz und knapp und schnell erledigt.“

Mehr Sorgen macht Schaaf da schon die aktuelle Situation. Kein Teamtraining, keine Fitnessstudios geöffnet, selbst das einfache Joggen ist ob der aktuellen Witterung unmöglich. „Wir haben ja Pläne bekommen, wie wir uns fit halten sollen und das machen wir auch. Aber das Ganze über einen so langen Zeitraum von jetzt schon über drei Monaten strikt durchzuziehen, davon bin ich kein Freund. Vielmehr sollten wir uns eine gewisse Grund-Fitness beibehalten und alles intensivieren, sobald wir wieder ein Datum bekommen, an dem wir ins richtige Mannschaftstraining einsteigen können. Für diese erste Trainingseinheit müssen wir dann einen bestimmten Stand haben. Aber man darf das in dieser schwierigen Zeit auch nicht zu verbissen angehen“, macht Schaaf deutlich.

Teamkollege Dennis Müller war sich ebenfalls schnell handelseinig mit den Verantwortlichen. „Mit Volker Bagus hatte ich ein super Gespräch, aus dem ich mit einem guten Gefühl rausgegangen bin“, so Müller, der trotz Anfragen anderer Vereine aus zweierlei Gründen zugesagt hat.

„Einerseits haben wir eine richtig gute Chance, vielleicht doch noch einmal in der Regionalliga zu spielen. Das würde ich gerne mitnehmen, zumal es im Team super passt. Dazu haben mich Mannschaft und Verein in der schweren Zeit, die ich zwischenzeitlich hatte, wahnsinnig unterstützt. Für mich ging es deshalb auch darum, allen etwas zurückzugeben“, verdeutlicht der 30-Jährige, der den Aufstieg voll im Visier hat: „Als Team haben wir uns super entwickelt, sind ein zusammengeschweißter Haufen. Deshalb wäre es auch total bitter, wenn die Saison annulliert werden würde. Es wäre schon sportlich fair, wenn wir zumindest die Hinrunde zu Ende spielen und die Saison damit gewertet würde.“

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