27.05.2018

Nidda zeigt Identität und Charakter

Verbandsliga Süd: 2:2 gegen Usingen

Niddas Kapitän Jannik Jung ermöglichte Nidda zum Abschied ein 2:2. Foto: Pedro Acebes

Zum Abschied aus der Verbandsliga Süd hat sich Rückzieher Viktoria Nidda am letzten Spieltag noch einmal ordentlich präsentiert und ein 2:2 gegen die Usinger TSG erreicht. 190 Zuschauer sahen zum letzten Mal die erfolgreiche Viktoria-Mannschaft, die ihre erste und letzte Verbandsliga-Saison auf Rang sieben beendet und nun auseinanderbricht.

SC Viktoria Nidda - Usinger TSG 2:2 (0:2)

Jahrelang war Viktoria Nidda das Aushängeschild im Büdinger Fußballkreis. In jener Stadt, wo der gleichnamige Fluss durchfließt, der in Frankfurt-Höchst in den Main mündet. Das Kapitel Verbandsliga Süd ist an der Gänsweid nach nur einer Saison schon wieder beendet. Nicht weil die Mannschaft zu schlecht ist, ganz im Gegenteil. Auch im letzten Saisonspiel gegen die Usinger TSG zeigte das Team alle Tugenden, die eine Mannschaft auszeichnen. Auch außerhalb des Spielfeldes. Da standen nicht einsatzfähige Spieler wie Torschützenkönig Noah Michel und Marco Filges im Trikot unter den Zuschauern und zeigten so ihre Verbundenheit zum Verein.

Trainer Carsten Weber freute sich extrem, dass sein Team noch einmal eine gute Performance anbieten konnte: "Es war sehr schwierig, diesen Frust und die Unzufriedenheit zu kanalisieren. Da haben wir uns in der ersten Halbzeit sehr schwer getan. Der Mannschaft ist das sehr schwer gefallen und die Stimmung in der Kabine war extrem schwierig. Dann aber nach der Pause so wiederzukommen bei 35 Grad und noch einen Punkt zu holen, das ist das Spiegelbild dieser Mannschaft. Das ist ihre Identität und ihr Charakter. Deswegen sind wir supertraurig, dass es jetzt vorbei ist. Andererseits bin ich sehr stolz, dass ich mit der Mannschaft arbeiten durfte."

Die Gäste aus dem Hochtaunus, die durch das Remis die Saison auf dem sechsten Platz beenden, dominierten den ersten Spielabschnitt.Auf Zuspiel von Tim Pelka brachte Julian Waschkau die UTSG per Flachschuss in Führung (5.). Nidda baute das Spiel in dieser Phase zu langsam auf, die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen waren zu groß. Nach 26 Minuten bauten die Buchfinkenstädter ihre Führung weiter aus. Wieder war Pelka unter den Augen seines Vaters Andreas der Vorbereiter. Sein Pass erreichte Otto Weber, dessen Abschluss zunächst auf der Torlinie abgewehrt wurde. Den Abpraller, der weitaus schwieriger zu nehmen war, versenkte der UTSG-Stürmer zum 2:0 im Kasten. Nach dem Seitenwechsel wollten es die Platzherren noch einmal wissen. Der Anschlusstreffer von Ricardo Marra durch den verwandelten Foulelfmeter direkt nach Wiederbeginn zeigte Signalwirkung (47.).

Nidda spielte nun druckvoll nach vorne, Usingen setzte auf Konter und hatte mit Pelka und Spielertrainer Marcel Kopp die Entscheidung auf dem Fuß. Nach einem offenen Schlagabtausch war es in der 89. Minute Kapitän Jannik Jung, der mit dem 2:2 für einen würdigen Abschluss sorgte. Marcel Kopp nahm den späten Ausgleich gelassen, ärgerte sich aber trotzdem. "Wir haben viel investiert und die Jungs haben sich gequält. Deswegen ist es bitter, dass wir den Ausgleich so spät kassiert haben. Trotzdem haben wir die Saison erfolgreich abgeschlossen und sind froh, dass wir jetzt Sommerpause haben. Die guten Konterchancen haben wir leider nicht genutzt", resümierte Kopp.

Die Statistik:

SC Viktoria Nidda: Kuhl - Biber, Pilch, Ja.Jung (90.+3 Divkovic), Jo.Jung, Schwalm, Möller (73. Heck), Diedrich, Sommer (61. Kuhl), Lüdke, Marra - Trainer: Carsten Weber.
Usinger TSG: Kornmesser - Lauströr, Bueno Oliva, Kopp, Pelka, Günther, Weber (82. Schiesser), Miot Paschke (55. Bretschneider), Waschkau (72. Juko), Grill, Dörnte - Trainer: Marcel Kopp

Schiedsrichter: Carsten Dücker (Mackenzell).
Zuschauer: 190.
Tore: 0:1 Julian Waschkau (5.), 0:2 Otto Weber (26.), 1:2 Ricardo Marra (47., Foulelfmeter), 2:2 Jannik Jung (89.).

Autor: Pedro Acebes

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