06.04.2017

Nach Schelle und Abbruch: Sechs Spiele Sperre für Zendeli

"Spielabbruch war nicht gerechtfertigt"

Foto: Charlie Rolff

Blerim Zendeli, Angreifer des TSV Arzell, ist nach dem abgebrochen Hünfeld-Hersfeld-A-Liga-Spiel gegen Herfa (0:3) vor gut drei Wochen für sechs Spiele gesperrt worden. Die Spielwertung mit 3:0 für Herfa bleibt bestehen.

Schiedsrichter Hermann Ruppel (Großenbach), der bei der Verhandlung übrigens genauso wie Blerim Zendeli fehlte, hatte die Begegnung am 12. März nach 75 Minuten abgebrochen, nachdem Zendeli seinem Gegenspieler eine "Schelle" (O-Ton von Herfa-Trainer Andreas Marron) verpasst hatte und anschließend eine Rudelbildung zustande gekommen war. "Diese dauerte aber nur zwei Minuten an - und nicht sieben bis acht Minuten, wie der Schiedsrichter in seinen Bericht geschrieben hat", erklärt Heiko Göbel, Erster Vorsitzender von Arzell, der ausführt, "dass das Sportgericht zum Entschluss gekommen ist, dass der Spielabbruch nicht gerechtfertigt war. Es gab zwar eine Rudelbildung auf dem Feld, mehr aber auch nicht. Das alleine genügt ja aber nicht zum Abbruch", sagt Göbel. So habe es für beide Vereine keine Strafe gegeben, lediglich Blerim Zendeli muss nach seiner Tätlichkeit insgesamt sechs Spiele pausieren, wobei er drei Begegnungen bereits abgesessen hat. Einspruch wird Arzell nicht einlegen. "Weil die Verhandlung erst nach Ostern stattfinden würde und die Sperre dann bereits abgelaufen ist", so Göbel, der anfügt, "dass es für uns nie ein Thema war, die Spielwertung anzufechten".

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