19.06.2019

Motzkus bringt die Legenden zur Verzweiflung – Fotos

Eintracht-Allstars müssen sich gegen Petersberg geschlagen geben

Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel führte die Legenden auf das Feld. Foto: Charlie Rolff

Einen rundum gelungenen Auftakt in sein 100-jähriges Jubiläumswochenende hat der RSV Petersberg gefeiert. Mit 650 Zuschauern war der Waidesgrund bestens besucht, dazu gelang den Allstars noch ein überraschender 3:2 (2:0)-Sieg gegen die Traditionself von Eintracht Frankfurt.

Ausschlaggebend für den Petersberger Coup war die Glanzleistung von Keeper Marco Motzkus, der in der kommenden Saison auch bei der ersten Mannschaft des RSV wieder zwischen den Pfosten stehen wird. Bis elf Minuten vor Schluss hielt der Ex-Steinbacher die Null, gegen Legenden wie Erwin Skela, Slodoban Komljenovic oder Uwe Bein hielt Motzkus teils überragend.

„Es hat einfach alles gepasst. Man will als Torhüter ja in jedem Spiel zu Null spielen, auch in so einem“, so der 41-Jährige, der im Anschluss sogar das ein oder andere Autogramm schreiben musste. Nach einem Spiel gegen Borussia Fulda sei das zwar schon einmal vorgekommen, für Motzkus grundsätzlich aber auch eine eher ungewöhnliche Situation.

Das ist bei den Eintracht-Allstars natürlich ganz anders. Die Frankfurter hatten mit Spielern wie Bundesliga-Rekordspieler Karl-Heinz Körbel, Uwe Bindewald oder Rudi Bommer eine prominente Truppe ins Rennen geschickt, die aber gerade in der ersten Halbzeit ein paar Probleme hatte. Ob es daran lag, dass einige Spieler im Stau gestanden hatten und die Partie deshalb sogar später angepfiffen werden musste?

Gerade die Petersberger Oberliga-Truppe, die pünktlich 25 Jahre nach dem Coup wieder zusammengekommen war, spielte aber auch tollen Fußball, die Tore waren richtig fein herausgespielt. Der langjährige Kapitän Torsten Czarnecki traf per herrlichem Volleyschuss (20.), Christoph Stark per mustergültigem Kopfball (33.). Nach der Pause wurde Javier Holguin toll freigespielt und musste im Eins-gegen-Eins nur noch vollenden (51.). „Wir haben das richtig gut hingekriegt, obwohl fast alle auch schon über 50 sind. Generell war das ein gelungener Abend, viele Zuschauer waren da, das Wetter war top“, konstatierte Mathias Lissek aus der Abteilungsleitung, der selbst auch eine Halbzeit auf dem Platz stand.

Großer Frust kam beim Gegner nicht auf, wobei Weltmeister Uwe Bein den Finger in die Wunde legte: „Wir haben uns das Leben am Anfang selbst schwer gemacht, später hat man gesehen, dass ein paar jüngere Spieler gespielt haben“, so der Hersfelder, der einen kurzen Anreiseweg hatte und den Weg auch nicht direkt nach Hause fand. „Für die vielen Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel, ich hätte mit nicht so vielen Leuten gerechnet.“

Die Statistik:

RSV Petersberg: Marco Motzkus; Halit Kocak, Thomas Flügel, Alexander Vorndran, Uwe Wingenfeld, Torsten Czarnecki, Rolf Gollin, Mathias Lissek, Norbert Urbanek, Stephan Grösch, Günter Zinkand, Boris Aschenbrücker, Volker Bleuel, Ralf Bott, Andreas Bug, Martin Flügel, Javier Holguin, Marc Rausch, Matthias Ruppel, Tobias Rützel, Christoph Stark, Oliver Starke, Daniel Vey, Christian Will, Hayrettin Yildiz.
Eintracht Frankfurt: Hans Steinle; Sascha Amstätter, Uwe Bindewald, Rudi Bommer, Daniyel Cimen, Patrick Falk, Slodoban Komljenovic, Erwin Skela, Thomas Zampach, Uwe Bein, Manfred Binz, Ronny Borchers, Matthias Dworschak, Karl-Heinz Körbel, Norbert Nachtweih, Czesary Tobollik, Christian Balzer.
Schiedsrichter: Jürgen Weilmünster (SV Großenlüder).
Zuschauer: 650.
Tore: 1:0 Torsten Czarnecki (20.), 2:0 Christoph Stark (33.), 3:0 Javier Holguin (51.), 3:1, 3:2 Sascha Amstätter (69., 79.).

Autor: Steffen Kollmann

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