B-Junioren

Mehr als nur elf Freunde

13. September 2021, 19:29 Uhr

Beim FV Horas herrscht eine große Geschlossenheit. Foto: Charlie Rolff

Mit sechs Punkten ist der FV Horas in der B-Junioren-Gruppenliga prächtig aus den Startlöchern gekommen. Noch vermag Trainer Andreas Etzel keine Prognose abgeben, was in dieser Saison möglich ist.

„Wir haben eine gute Truppe. Die Jungs kicken seit zehn Jahren zusammen. Sie sind eben ein eingespielter Haufen und seitdem Freunde“, schildert Etzel, der seit jenen zehn Jahren die Mannschaft betreut. Zur Seite steht ihm in dieser Saison Benjamin Mwanza, außerdem dem Trainer-Duo des A-Ligisten Maberzell/Gläserzell zugehörig.

Mit 8:2 schoss der FVH am Wochenende den JFV Bad Hersfeld aus dem Stadion in Asbach, als Fingerzeig sieht Etzel jenes Ergebnis allerdings nicht. „Bad Hersfeld ist sicher nicht der allerschwierigste Gegner in der Liga. Wo wir wirklich stehen, zeigt sich nach den Spielen gegen Eitratal/Kegelspiel, West Ring – die für mich Meisterkandidat Nummer eins sind –, Rippberg oder Flieden“, schätzt der Horas-Coach ein. Zumindest gegen letztgenanntes Team siegte die Etzel-Truppe zum Saisonauftakt.

Dem 42-Jährigen steht eine junge Mannschaft zur Verfügung, nur drei Akteure gehören dem älteren Jahrgang an. Von einem Lernjahr und einer möglicherweise Aufstiegssaison im kommenden Jahr möchte Etzel nichts wissen. Das Ziel sei ein Platz im oberen Tabellenviertel, „zumal sich der Verein gut in der Gruppenliga aufgestellt sieht. Mehr muss es nicht unbedingt sein, wobei wir natürlich höherklassige Erfahrungen mit Matthias Wilde sammeln durften. Aktuell haben wir in meiner Mannschaft einen super Zusammenhalt, was sich in der Trainingsbeteiligung zeigt. Zudem spielt mein Sohn in der Mannschaft. Manchmal komme ich nach der Arbeit nach Hause und es sitzen einige Teamkameraden im Wohnzimmer. Es harmoniert einfach“, führt Etzel aus.

"Dann haben wir uns mit der ganzen Mannschaft vor den Ball geworfen"

Nach dem Sieg zum Auftakt wollte die SG Barockstadt in der Hessenliga zur Heimpremiere nachlegen. Nach 80 packenden Minuten stand ein torloses Remis gegen den KSV Baunatal, wobei die SGB einige Torgelegenheiten nicht zu nutzen vermochte. „Über das ganze Spiel betrachtet haben wir mehr investiert, haben uns mehrere Tormöglichkeiten erarbeitet“, resümiert Sascha Fiedler in seiner Funktion als Barockstadt-Coach.

Was seinen Schützlinge abging, war die letzte Präzision. „Deshalb waren es keine einhundertprozentigen Chancen“, sagt Fiedler. Die Barockstadt hatte Baunatal über weite Strecken absolut im Griff, etwas chaotisch wurde es indes in den letzten zehn Spielminuten. Niklas Barthel im SGB-Tor parierte doppelt stark, ehe sich die ganze Mannschaft in die Schussversuche der KSV-Akteure warf und die Situation geschlossen klärte. Nach vielen Pressing-Momenten fehlte den Youngstern wohl ein wenig die Kraft zum Ende hin. „Es war ein 0:0 der besseren Kategorie. Wir müssen in Zukunft kaltschnäuziger werden. Am Ende gingen beide Teams auf den Sieg“, erläutert Fiedler.

In der Erfolgsspur geblieben ist Hessenligist MSG Gläserzell/Pilgerzell. Bei der MSG Schwalbach/Niederhöchstadt gab es den zweiten Dreier beim 4:2.

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