12.03.2020

"Mausetoter" SVN mischt Karten neu

Hessenliga: Bär will Fight gegen Walldorf sehen

Die Defensive um Neuzugang und Kapitän Nikola Milankovic hatte in der Vorwoche ihre liebe Müh und Not. Foto: Charlie Rolff

Vieles muss beim SV Neuhof im Gegensatz zur herben Pleite gegen die Barockstadt anders laufen, wenn doch noch die Hessenliga gehalten werden soll und allen voran am Sonntag (15 Uhr) gegen Rot-Weiß Walldorf drei Punkte auf die Habenseite wandern sollen.

Aller guten Dinge sind drei. Nach den Absagen der Heimspiele gegen Griesheim und Dietkirchen möchte der SVN endlich auf dem heimischen Rasen auflaufen. „Das Wetter ist eine Katastrophe. Wir wollen nun endlich spielen“, sagt Trainer Alexander Bär und schickt zugleich ein Stoßgebet gen Himmel. Und sollte Petrus ein Einsehen haben, erwartet der 48-Jährige eine Kehrtwende der Spieler im Vergleich zum 1:7 gegen die Barockstadt. „Wir müssen auch mit Niederlagen umgehen können. Es ist mühsam, sich zurückzuerinnern, weil das Geschehene ist nicht rückgängig zu machen. Gut ist, dass es direkt ein neues Spiel gibt und die Karten neu gemischt werden“, lässt Bär verlauten.

Ein Knacks für die kommenden Wochen erwartet der Trainer jedoch nicht. Zwar sei wenig zusammengelaufen, jedoch brauche die Mannschaft auch noch Zeit, sich zu finden. Zeit, die der abstiegsbedrohte Club allerdings nicht hat. „Jeder sagt, dass wir mausetot sind. Vielleicht ist das eine gute Situation, weil niemand etwas erwartet. Fakt ist aber, dass die Jungs liefern müssen. Jeder Einzelne muss sich um 1000 Prozent steigern“, betont Bär. Dabei ist er selbst gespannt, ob die Mannschaft ihr Gesicht ändern kann: „Es wird eine Wundertüte. Wir wollen gegen Walldorf mehr Spielanteile besitzen und nicht nur den Gegner machen lassen. Die Spieler müssen sich reinfighten.“

Personelle Veränderungen sind für den Übungsleiter dabei ein Muss, denn zu desolat präsentierten sich seine Akteure in Lehnerz. Auf welchen Positionen, ist aber noch offen. „Die Trainingseindrücke spielen mit rein. Noch ist alles offen“, vermeldet Bär, der den guten Mitaufsteiger Walldorf auf einem schwer zu bespielenden Rasen knacken will: „Die kennen sich mit Kunstrasen bestens aus, haben ein sehr schnelles Umschaltspiel und viel individuelle Qualität. Auf unserem Platz sieht es vielleicht anders aus.“

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