04.08.2019

Martinez‘ Auftaktfluch setzt sich beim Ex-Club fort

Gruppenliga: Großenlüder geht in Hosenfeld trotz guter Leistung leer aus

Moritz Reith (links) und die Großenlüderer Offensive brachten die Hosenfelder Abwehr um Maximilian Braun ein ums andere Mal in die Bredouille. Foto: Steffen Kollmann

Titelfavorit Spvgg. Hosenfeld ist der Auftakt in die Gruppenliga-Saison geglückt. Das Derby gegen Teutonia Großenlüder gewann die Truppe von Rodoljub Gajic vor einer tollen Kulisse von 420 Zuschauern knapp mit 2:1.

Dass der Sieg derHausherren am Ende auch in Ordnung ging, da waren sich beide Übungsleiter nach Schlusspfiff einig. Und doch durfte Francisco Martinez nach seinem ersten Ligaspiel als Teutonen-Coach mächtig hadern – obwohl er das Gefühl einer Auftaktniederlage schon gut kennt. „Ich bin jetzt 13 Jahre Trainer und habe erst einmal das erste Spiel gewonnen“, so der frühere Hosenfelder Trainer, dem dieses Unterfangen ausgerechnet bei seinem letzten, eher weniger von Erfolg geprägten Engagement in Bachrain gelang.

Dabei war ein Großenlüderer Dreier alles andere als unmöglich, gerade Mitte der ersten Halbzeit waren die Gäste besser. Doch weder Niklas Wese aus kurzer Distanz noch Andre Pfeffer brachten den Ball am stark aufspielenden Torwart Christoph Grösch vorbei (18., 23.). Hosenfeld war erst nach Benedikt Rützels Schuss an den Innenpfosten (36.) drin im Spiel und profitierte dann von zwei Blitz-Tore nach der Pause. Erst spielte Leonard Müller Christian Lehmann gut frei (48.) – nicht nur Martinez hatte im Vorfeld ein klares Foul an Sascha Hasenauer gesehen –, dann zögerte Keeper Julian Eidmann zu lange und schoss Rützel an (50.).

„Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass wir mutiger werden und unsere spielerische Qualität an den Tag legen müssen. Das haben wir auch getan, wobei wir es verpasst haben, den Sack mit dem dritten Tor zuzumachen“, haderte Hosenfelds Coach Gajic den vergebenen Chancen von Rützel und Neuzugang Bartosz Stachelski hinterher. Und so kam Großenlüder plötzlich nochmal zurück, nachdem die Teutonia unmittelbar vor dem zweiten Gegentreffer schon Pech hatte, dass Moritz Reith nicht den postwendenden Ausgleich gegen Grösch erzielte. Bei Fabian Lehmanns Sonntagsschuss war aber auch der Keeper einmal geschlagen (76.), sodass eine wilde Schlussphase mit vielen Standards der Gäste anbrach – ein Tor fiel aber nicht mehr. „Es ist ärgerlich, denn wir haben ein gutes Spiel gemacht. Letztlich müssen wir unsere Möglichkeiten aber besser nutzen. Mit der Leistung können wir jedenfalls zufrieden sein“, konstatierte Martinez.

Die Statistik:

Spvgg. Hosenfeld: Grösch – Wiesner, A. Gajic, Braun – Müller, Chieuteu Temgoua, Stachelski, Mouange Mouange – C. Lehmann (70. Mebouinz Bonny) – Djounang, Rützel.
SV Großenlüder: Eidmann – A. Martinez, Ebert, Schneider, Schlitzer (56. Nteugha) – Strehl, Hasenauer – Reith, F. Lehmann, Pfeffer (56. Hohmann) – Wese.
Schiedsrichter: Roberto Mazza (Offenbach).
Zuschauer: 420.
Tore: 1:0 Christian Lehmann (48.), 2:0 Benedikt Rützel (50.), 2:1 Fabian Lehmann (76.).

Autor: Steffen Kollmann

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