17.11.2019

Leucuta und Co. verpassen das dritte Tor – Fotos

Verbandsliga: Johannesberg mit vier angeschlagenen Eckpfeilern

Johannesbergs Alex Reksius (weißes Trikot) im Luftkampf gegen CSC-Kapitän Christoph Reuter. Foto Charlie Rolff

War es nun ein gewonnener Punkt gegen einen starken Gegner oder zwei verlorene Zähler auf den Hünfelder SV vor dem anstehenden Topspiel? So richtig wussten die Johannesberger mit dem Remis gegen CSC Kassel nicht umzugehen.

„Wir haben es leider nicht geschafft, das dritte Tor zu machen, obwohl wir drei oder vier hundertprozentige Chancen hatten. Wir hätten den Sack zumachen müssen, obwohl wir aufgrund der Ausfälle auch mit einem Punkt zufrieden sein müssen“, zog Zeljko Karamatic ein gemischtes Fazit. Der SGJ-Coach hatte schon im Vorfeld auf Abwehrchef Mihai Alexandru Moise und Regisseur Niklas Zeller verzichten müssen, im Spiel mussten dann auch noch Angreifer Cosmin Stefan Calin und Spielgestalter Marcel Mosch vorzeitig runter – ebenfalls aufgrund von muskulären Problemen.

Auch deshalb schaffte es Johannesberg nicht, eine Partie, die eigentlich perfekt begonnen hatte, mit drei Zählern nach Hause zu bringen. 2:0 führten die Gastgeber nach einem Doppelschlag bereits nach 17 Minuten: Kassels Kapitän Christoph Reuter hatte die Chance, seine Mannen in Führung zu bringen, scheiterte aber an Mitja Hofacker, quasi im Gegenzug traf die SGJ. Sorin Sergiu Lecuta hatte sich klasse durchgetankt und quer auf Sturmpartner Calin gelegt (14.). 180 Sekunden später setzte sich Marius Löbig super auf Linksaußen durch und zwang Roy Keßebohm so zum Eigentor. Patris Gjocaj und der eingewechselte Lars Jordan vor der Pause sowie im zweiten Durchgang Leucuta waren je alleine vor dem Kasseler Kasten, fanden in Lukas Rudolph aber ihren Meister, zudem ließ Leucuta sechs Minuten vor Ende freistehend das 3:2 liegen.

Doch auch CSC 03 hatte gute Gelegenheiten und verdiente sich das Remis auf ganzer Linie. Beide Treffer erzielte Maximilian Werner: Nach einer guten halben Stunde hatte Jonas Lembach Daniel Beyer im Strafraum gelegt, nach der Pause profitierte der Kasseler Angreifer von einem missglückten Freistoß Slavcho Velkovskis. Bis auf einen Lattenkopfball von Luca Trump (24.) fehlte aber die hundertprozentige Möglichkeit auf den Siegtreffer, wenngleich Mitte der zweiten Hälfte ein Auswärtssieg eher in der Luft lag als ein Heimsieg. Zwei Punkte hat Johannesberg dadurch auf Hünfeld eingebüßt, Hoffnung besteht aber, dass die vier angeschlagenen Eckpfeiler im Topspiel mitwirken können.

Die Statistik:

SG Johannesberg: Hofacker – Vranjes, Velkovski, Mondo, Lembach – Gjocaj, Rexius, Mosch (79. Rintelmann), Löbig – Leucuta, Calin (36. Jordan).
CSC 03 Kassel: Rudolph – Simoneit, Iksal, Trump, Keßebohm – Murawski (74. Berninger-Bosshammer), Reuter – Beyer, Steinhauer, Bode (60. Salkovic) – Werner.
Schiedsrichter: Carsten Dücker (TSG Mackenzell).
Zuschauer: 150.
Tore: 1:0 Cosmin Stefan Calin (14.), 2:0 Roy Keßebohm (17., Eigentor), 2:1, 2:2 Maximilian Werner (31., Foulelfmeter, 55.).

Autor: Steffen Kollmann

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