18.10.2019

Keine Geschenke für "Spezi" Ebert

Kreisoberliga Nord: Steinbachs Trainer Steffen Vogt freut sich auf erstes Trainer-Duell

Steffen Vogt (rechts) trifft am Wochenende auf seinen "Spezi" Marius Ebert (links).

Zwei, die sich bereits seit Jahren als gute Kumpels kennen, treffen am Sonntag (15 Uhr) erstmals als Trainer aufeinander. Dass Steffen Vogt (34, Trainer des SV Steinbach II) und Marius Ebert (32, Trainer des Rasdorfer SC) Geschenke austauschen, wird jedoch mit absoluter Sicherheit nicht vorkommen.

"Ich erwarte ein sehr kampfbetontes Spiel, bei dem es sicherlich die eine oder andere Gelbe Karte geben wird", redet Vogt gar nicht um den heißen Brei herum. Zu wichtig sei die Partie, denn nicht nur der Blick auf die Tabelle zeigt dies. Vor allem seinem "Spezi" und Trainerkollegen Ebert möchte der SVS-Coach eins auswischen: "Meine Jungs wissen um unser Verhältnis und um die Wichtigkeit dieser Partie." Dass Rasdorf in der vergangenen Saison zweimal den Sieg davontrug, stichelt den SVS extra an.

Das obligatorische Gespräch beider Trainer über den kommenden Gegner fällt somit flach, erste kleine Anmerkungen beider gab es allerdings bereits in dieser Woche. "Marius ist seit jeher ein guter Kumpel. Er wohnt ja nur einen Steinwurf von mir entfernt und wir sehen uns des Öfteren. Wenn es dann gegeneinander geht, ist das etwas ganz Besonderes, zumal wir noch nie als Trainer aufeinandertrafen", macht Vogt klar. Dass beide Teams fast die gleiche Anzahl an geschossenen und kassierten Toren aufweisen, führt der 34-Jährige jedoch nicht auf die Gespräche zurück: "Ich kann nur von uns reden – und da haben wir zu Saisonbeginn zu viele und leichte Gegentore bekommen. Das haben wir aber besser in den Griff bekommen."

Einzig die Konstanz fehlt Steinbach noch. Nach vier Pleiten zum Auftakt wechseln sich Sieg und Niederlage wöchentlich ab. Einzige Ausnahme bildeten die beiden Erfolge vor zwei Wochen gegen Mecklar/Meckbach/Reilos und einige Tage später gegen Hohenroda. "Fakt ist, dass wir die Begegnungen gewinnen, die wir gewinnen müssen. Da haben wir immer super abgeliefert. In den anderen Spielen fehlt immer der letzte Wille, wobei wir das eine oder andere Spiel absolut zu Recht verloren haben", sagt Vogt, dem gegen Rasdorf wieder ein größerer Kader zur Verfügung steht, denn am Sonntag gegen Philippsthal standen nur 13 Akteure auf dem Spielberichtsbogen. Ob es denn Hilfe aus dem Hessenliga-Kader gibt, vermag Vogt nicht zu sagen: "Das entscheidet sich erst nach dem Spiel der Ersten. So oder so spielen bei uns immer nur Jungs mit, die das möchten. Niemand wird gezwungen."

Die Spiele in der Übersicht

Samstag, 16 Uhr
FSV Hohe Luft – SG Haunetal
SG Festspielstadt – SG Heinebach/Osterbach
ESV Hönebach – FSG Hohenroda

Sonntag, 15 Uhr
Rasdorfer SCSV Steinbach II
SG Wildeck – SG Mecklar/Meckbach/Reilos
FSG Bebra – VfL Philippsthal

Autor: Tobias Konrad

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