11.05.2018

Kaufmann: "Sie werden nicht freiwillig verlieren"

Gruppenliga Frankfurt Ost: Altwiedermus will Spitzenposition verteidigen

Das Team von Wolfgang Kaufmann ist gegen Bischofsheim gefordert. Foto: Patrick Scheiber

Drei Spieltage vor dem Saisonende der Gruppenliga Frankfurt Ost hat sich Altwiedermus an die Tabellenspitze gesetzt und will diese auch im Duell mit Großkrotzenburg nicht hergeben. Die Konkurrenz schläft jedoch nicht: Rodgau ist bei der SG Rosenhöhe gefragt und Erlensee muss gleichzeitig aufpassen, dass Gegner Oberndorf sich nicht auch noch in die Aufstiegsfrage einmischt. Am Tabellenende kämpfen weiterhin sechs Teams darum, am Ende nicht die beiden übrigen Abstiegsplätze einzunehmen.

SG Rosenhöhe Offenbach – JSK Rodgau (Sonntag, 15 Uhr)

Es hätte ein Spitzenspiel um den Aufstieg werden können. Nachdem die Rosenhöhe zuletzt zu viele Federn ließ, fiel sie bis auf den sechsten Platz zurück und hat bei sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz in den restlichen drei Spielen nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg. "Wir hätten noch einmal ran kommen können, haben es uns aber selbst zuzuschreiben", weiß SGR-Sprecher Tim Kleinschmidt. In Jügesheim beim JSK Rodgau sieht das noch etwas anders aus. Auch das Team von Trainer Andreas Humbert musste zuletzt so einige schmerzhafte Niederlagen hinnehmen, vergangenen Sonntag setzte es eine 0:3-Heimklatsche gegen Abstiegskandidat Marköbel, doch mit Platz drei und 62 Zählern ist für die Rodgauer noch alles möglich.

SV Somborn – SG Marköbel (Sonntag, 15 Uhr)

Marköbel holte zuletzt einen überraschenden 3:0-Sieg bei Spitzenteam JSK Rodgau und brachte sich damit im Abstiegskampf in eine gute Position. Mit 42 Punkten ist die SGM nun Zehnter. Zwar beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge nur einen Punkt, gegen Absteiger und Schlusslicht Somborn sollten drei weitere Zähler aber eingeplant sein. Das Restprogramm des Teams aus dem Ronneburger Hügelland besteht aus dem direkten Konkurrenten Kickers Obertshausen und dem Derby bei Türk Gücü Hanau.

Kickers Obertshausen – FSV Bad Orb (Sonntag, 15 Uhr)

Die Tugenden Kampf und Wille, die Obertshausens Spielausschussvorsitzender Siggi Herth stets fordert, scheinen gerade im Saisonendspurt zur Stärke der Kickers zu werden. Mit 1:0 entschied Obertshausen vergangene Woche das Duell zweier Abstiegskandidaten gegen den FC Dietzenbach für sich und steht drei Spieltage vor dem Ende mit 44 Punkten und Platz neun mit der besten Ausgangssituation der noch bedrohten Teams da.

Türk Gücü Hanau – FC Dietzenbach (Sonntag, 15 Uhr)

Dietzenbach musste vergangene Woche gegen den direkten Rivalen im Abstiegskampf, Kickers Obertshausen, eine bittere und verdiente Niederlage einstecken, wie FCD-Sprecher Werner Marquardt feststellte. Drei Spieltage vor Schluss stehen die Offenbacher Kreisstädter auf dem ersten Abstiegsplatz mit einem Punkt Rückstand zum rettenden Ufer. Für Hanau ist die Saison, tabellarisch gesehen, gelaufen, da sie im Mittelfeld der Tabelle stehen. Vielleicht geht also noch etwas für die Dietzenbacher, die in den verbleibenden beiden Partien erst Kellerrivale Klein-Krotzenburg und anschließend Spitzenreiter Altwiedermus vor der Brust haben.

Germania Klein-Krotzenburg – FSV Bischofsheim (Sonntag, 15 Uhr)

Für Klein-Krotzenburg wird es zunehmend eng. Noch steht die Mannschaft von Trainer Wolfgang Kaufmann auf dem vorletzten Nichtabstiegsplatz mit einem Zähler Vorsprung auf Dietzenbach, doch Punkte müssen noch eifrig geholt werden. "Wir sind jetzt in der Pflicht", weiß Kaufmann, dessen Verletztenliste nach wie vor lang ist. Im Laufe der Woche entscheidet sich, ob der eine oder andere doch zur Verfügung steht. Bischofsheim ist bereits abgestiegen, ließ in den vergangenen Wochen in Form vieler Gegentore bereits die Köpfe hängen. Für Kaufmann kein Grund für Gelassenheit: "Sie werden trotzdem nicht freiwillig verlieren."

SV Eintracht Altwiedermus – Germania Großkrotzenburg (Sonntag, 15 Uhr)

In Altwiedermus läuft es momentan gut. Über den gesamten Saisonverlauf hinweg eine gute Runde gespielt und stets auf den Plätzen fünf bis sieben aufgehalten, geht es auf der Zielgeraden plötzlich um die Meisterschaft. Der SVE ist Erster und hat auf die beiden ärgsten Verfolger Rodgau und Erlensee jeweils zwei Punkte Vorsprung. "Es sind noch drei Spiele und da wo wir gerade stehen, würden wir natürlich gerne bleiben", so SVE-Sprecher Frank Thomas, der weiß, dass auch Gegner Großkrotzenburg bei einem Sieg noch einmal Außenseiterchancen im Aufstiegskampf hätte. "Die Germania ist eine Super-Mannschaft, sollte gegen uns aber lieber nicht gewinnen."

FC Hochstadt – SVG Steinheim (Sonntag, 15 Uhr)

Für den bereits abgestiegenen FC Hochstadt geht es weiterhin darum, sich erhobenen Hauptes aus der Gruppenliga zu verabschieden. FCH-Vorstand Manfred Maier zeigte sich erfreut über die starke Partie zuletzt gegen das Topteam aus Erlensee (0:0) und sprach davon, "mit Respekt zu gehen und die neue Aufgabe in der Kreisoberliga anzugehen." Steinheim ist Achter, mit 48 Zählern geht nach oben sowie nach unten nichts mehr.

VFB Oberndorf – 1. FC 06 Erlensee (Sonntag, 15 Uhr)

Was geht da noch für Oberndorf in Richtung Tabellenspitze? Das Ziel, 45 Punkte zu erreichen und damit den Klassenerhalt zu sicher, ist seit Wochen erreicht. Seitdem zeigt sich Oberndorfs Sprecher Gerald Geiger begeistert von dem Auftreten des Aufsteigers aus dem Gelnhäuser Kreis. Plötzlich steht der VFB mit 58 Punkten auf dem vierten Platz und kann Aufstiegsaspirant Erlensee bei einem Sieg gehörig auf die Pelle rücken. Erlensee, ebenfalls erst im Sommer in die Gruppenliga aufgestiegen, ist mit 62 Zählern Zweiter.

1. FC Langen – Sportfreunde Seligenstadt (Sonntag, 15 Uhr)

Langens Sieg zuletzt bei der SG Rosenhöhe (4:2) half der Mannschaft von Trainer Murat Kilinc zwar noch nicht, die Abstiegsplätze zu verlassen, neue Chancen taten sich aber auf. "Jetzt können wir gegen Seligenstadt dafür sorgen, dass wir unser Schicksal wieder in der eigenen Hand haben", so Kilinc. Mit 40 Punkten liegt der Aufsteiger zwar bislang noch auf einem Abstiegsplatz, kann aber die Sportfreunde – aktuell mit 42 Punkten auf dem 12. Platz – bei einem Sieg überholen und sich in den durchaus schweren letzten beiden Spielen gegen Erlensee und Steinheim aus eigener Kraft retten.

Autor: Valentin Schwing

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