18.12.2019

„Jungs sollen eine Verzahnung spüren“

Verbandsliga: Florian Roth hat Lust auf den neuen Trainerjob

Stets engagiert präsentiert sich Florian Roth an der Seitenlinie. Ab der kommenden Saison möchte er die Barockstadt-Reserve attraktiv gestalten. Foto: Charlie Rolff

Nach vier Jahren als Trainer beim JFV Viktoria Fulda übernimmt Florian Roth im Sommer die Verbandsliga-Mannschaft der SG Barockstadt II. Unter dem 37-Jährigen soll die SGB-Reserve noch mehr zu einer U23 werden.

Bereits seit einigen Wochen stand im Raum, dass Du die Barockstadt-Reserve übernimmst. Was hat dich letztlich dazu bewogen, den Posten des Trainers zu übernehmen?

Die Entscheidungsfindung zwischen beiden Parteien ging letztendlich sehr schnell, da das Interesse von beiden Seiten gereift ist. Somit war es nicht allzu überraschend. Mich überzeugen mehrere Aspekte, denn der Verein hat sich gut positioniert mit der Idee, die Reserve als U23 laufen zu lassen. Es soll den jungen Spielern die Möglichkeit gegeben werden, dass sie sich weiter entwickeln können. Aus unserer guten Jugendarbeit soll sich ein Team bilden. Ich selbst wollte nach den vergangenen vier Jahren als Trainer beim JFV Viktoria wieder in den Seniorenbereich – und bei der Barockstadt-Reserve hatten die Verantwortlichen und ich einen gemeinsamen Nenner, schließlich liegt uns die Juniorenarbeit am Herzen. Das Gesamtpaket hat unter dem Strich gestimmt, der Verein hat sich bemüht und ich fühle mich hier sehr wohl.

Welche Rolle hat die Tatsache gespielt, dass aus deinem aktuellen A-Junioren-Kader einige Spieler herauskommen?

Ich schätze die Arbeit beim JFV sehr, deshalb hat es eine große Rolle gespielt. Den 2001er-Jahrgang betreue ich nun in der vierten Saison. Das sind alles junge und willige Spieler. Die Konzeption mit der U23 passt daher super, jetzt müssen wir einen Übergang schaffen. Ich hoffe, dass viele Talente den Weg mitgehen, denn es soll auch ein Signal an den kompletten JFV sein. Die Jungs sollen eine Verzahnung zwischen den Mannschaften spüren.

Der Sprung in den Hessenliga-Kader ist jedoch vielen Juniorenspielern zuletzt verwehrt geblieben ...

Es ist mein persönliches Bestreben, dass ich den Akteuren immer weiterhelfen kann. Ob dann künftig ein Spieler Teil der ersten Mannschaft werden kann, wird sich zeigen. Es war aber der Wunsch vom Verein, dass wir das gemeinsam wieder ändern. Wir schauen explizit darauf, dass sich die Spieler weiterentwickeln.

Du bist neben der Trainertätigkeit noch Akteur der dritten Mannschaft, kennst also die internen Gebenheiten. Ist das von Vorteil für dich?

Es kann sowohl Vor- als auch Nachteil sein. Ich kenne bereits die Strukturen, die Vorstände und die Funktionsträger. Es weiß allerdings auch jeder, wie ich mit den Spielern umgehe. Das hat in der Vergangenheit gut funktioniert und ich versuche, so weiterzumachen. Wir gehen positiv an die Sache heran.

Mit Niklas Hergeht steht dein Co-Trainer bereit fest ...

Es war der Wunsch vom Verein und mir, dass Niklas weiterhin als „Co.“ arbeitet. Er hat unter Marco Lohsse und Sedat Gören sehr gute Arbeit geleistet, was ich subjektiv beurteilen kann, da wir mit den Junioren immer parallel trainiert haben.

Autor: Tobias Konrad

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