Hessenpokal: Starker Kampf des SVS

Joker Madzar sticht – Phillips in der Verlängerung aber auch

23. November 2021, 20:09 Uhr

Malcolm Phillips (rechts) war nach seiner Einwechslung der Matchwinner. Foto: Stefan Tschersich

Der SV Steinbach hat sich in der dritten Runde des Hessenpokals gegen Hessenliga-Konkurrent TSV Eintracht Stadtallendorf bis in die Verlängerung gekämpft. Dort setzte sich dann aber doch der Favorit auf dem Hünfelder Kunstrasen mit 4:1 durch.

Gut 30 Sekunden waren nach Beginn der zweiten 15 Minuten gespielt, als der entscheidende Treffer fiel. Enis Halimis Flanke wurde von Malcolm Phillips per Kopf verwertet. Der etatmäßige Innenverteidiger wurde zunächst geschont – wie fünf weitere Spieler aus der Startelf vom jüngsten 4:0 gegen Barockstadt, darunter Torjäger Del Angelo Williams – wurde dann aber aufgrund seiner Kopfballstärke aber als Stürmer gebracht. Ein Schachzug, der sich auszahlen sollte. Zehn Minuten später machte Timo Cecen alles klar, ehe Phillips für den Schlusspunkt sorgte.

"Wir konnten heute nicht viel gewinnen, aber alles verlieren", wusste TSV-Trainer Dragan Sicaja. "Nach dem Spiel gegen Barockstadt waren wir emotional verbraucht, die Jungs mussten erstmal runterkommen. Natürlich hatten wir trotzdem die Überzeugung, es in 90 Minuten lösen zu können, wir wollten nicht in die Verlängerung. Aber wir haben es am Ende souverän zu Ende gebracht."

Bagus hält mehrfach stark

Steinbach konnte dennoch stolz auf seine Leistung sein. Die Extrazeit verdiente sich der Underdog aufgrund einer starken kämpferischen Leistung, und auch spielerisch sah das teilweise richtig gut aus. Per Konter fiel das zwischenzeitliche 1:1, als der SVS über links angriff und Pascal Manß Marko Madzar bediente (47.) – der war gerade erst zur Halbzeit eingewechselt worden.

Torhüter Philipp Bagus hatte ebenfalls einen großen Anteil, dass das Spiel nicht nach 90 Minuten entschieden war. Gegen TSV-Kapitän Christopher Schadeberg aus sehr kurzer Distanz und später gegen Leon Lindenthal verhinderte er einen höheren Halbzeitrückstand, in Hälfte zwei fanden Damijan Heuser und Cecen im 18-Jährigen ihre Meister. Heuser vergab eine weitere Top-Chance recht kläglich, so dass das frühe Tor von Fabian Seck nach Cecen-Ecke lange das einzige war (14.).

"Wir haben uns sehr gut verkauft, ich bin zufrieden. In der ersten Halbzeit haben wir vorne die Bälle schnell verloren, das war nach der Pause besser. Leider spielen wir eins, zwei gute Situationen schlecht zu Ende, sonst wäre noch mehr drin gewesen", sagte SVS-Trainer Petr Paliatka.

Die Statistik:

SV Steinbach: Bagus; F. Wiegand, T. Wiegand (106. Ickler), Neacsu (65. Halimi), Hütsch – Zvekic – Reichmann (46. Madzar), M. Wiegand, Uth, Manß – Kvaca.
TSV Eintracht Stadtallendorf: Sahin; Halimi (111. Dippel), Seck, Schadeberg, Markovic – Schütze, Bartheld – Heuser, Cecen, Wiessner (46. Sattorov) – Lindenthal (84. Phillips).
Schiedsrichter: Jeffrey Euchler (SV Germania Herolz).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Fabian Seck (14.), 1:1 Marko Madzar (47.), 1:2 Malcolm Phillips (106.), 1:3 Timo Cecen (116.), 1:4 Malcom Philipps (119.).

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