13.04.2019

Jetzt wird es ganz schwer

Hessenliga: Lohfelden eiskalt

Sebastian Ernst war nicht zu beneiden, die ersten beiden Schüsse aufs Tor waren drin – zu halten waren sie nicht. Foto: Siggi Larbig

Weil wohl mindestens vier Teams aus der Hessenliga absteigen werden, das Restprogramm äußerst schwer ist, quasi jeder direkte Vergleich verloren wurde und dazu auch das Torverhältnis schlecht ist, wird es für den Hünfelder SV bei zwar nur zwei Punkten Rückstand auf den ersten rettenden Platz ganz schwer. Schuld daran ist die wieder einmal unnötige 0:2 (0:0)-Niederlage beim FSC Lohfelden, der sich hingegen mit dem Gedanken anfreunden darf, auch in der kommenden Saison Hessenliga spielen zu dürfen.

HSV-Coach Dominik Weber hatte die Qual der Wahl und entschied sich für drei Wechsel: Ins Tor kehrte Sebastian Ernst für Jonas Hosenfeld zurück, auf Linksaußen stürmte Maximilian Fröhlich für Christoph Neidhardt und ganz vorne durfte Florian Münkel für Marek Weber ran. Dazu biss Abwehrchef Niclas Rehm erneut auf die Zähne, spielte trotz Leistenproblemen und einem heftigen Schlag auf den Fuß in der Vorwoche.

Doch weder Rehm noch Ernst konnten in der letztlich spielentscheidenden eingreifen, denn wie Lohfelden das 1:0 erzielte, war klasse: Nasuf Zukorlic zog rechtsaußen an, fand Mounir Boukhoutta, der im ersten Kontakt technisch beschlagen auf Lohfeldens besten Mann ablegte. Okan Gül traf aus zehn Metern unhaltbar ins obere Eck – mit dem ersten Schuss auf Ernsts Kasten. Nach 59 Minuten. Und auch der zweite saß, als Zukorlic eine starke Balleroberung hatte, sich freispielen ließ und das Auge für Joker Enis Salkovic behielt (80.). Erst danach durfte sich Ernst auszeichnen, der zweimal im Konter gut hielt.

Krieger scheitert am Pfosten

Der erste Durchgang hatte fünf starke Anfangsminuten der Gastgeber zu bieten, als Tjarde Bandowski die erste Möglichkeit serviert bekam, den Ball aber nicht traf (5.). Doch anschließend wurde es nur noch einmal gefährlich –wieder war Bandowski beteiligt, der allerdings den ersten Kontakt nehmen musste und das Gehäuse verfehlte (22.). Hünfeld hatte dreimal so viele Abschlüsse zu verzeichnen – und in Summe als spielbestimmende Mannschaft auch die besseren: Andre Vogt versuchte es mehrfach aus der Distanz (6., 24., 27.), Julian Rohde ebenfalls (45.). Dazu trafen Florian Münkel (9.) und Steffen Witzel (19.) aus aussichtsreicher Position nicht.

Nach Lohfeldens Führungstreffer aus dem Nichts kam beim HSV Pech dazu, weil Kevin Krieger beispielsweise nur den Pfosten traf (75.), zudem fanden erst Münkel und dann Fröhlich aus glänzender Position nicht den Weg zum Tor (79.) – im direkten Gegenzug lag der Ball zum zweiten Mal im Netz und das Spiel war gelaufen.

Die Statistik:

FSC Lohfelden: Zunker – Beyer, Schneider, Fiolka, Keßebohm – Berninger-Bosshammer, Gül – Zukorlic, Bandowski (68. Salkovic), Meuser (80. Drizis)– Boukhoutta (73. Noja).
Hünfelder SV: Ernst – Dücker (64. Neidhardt), Faulstich, Rehm, Witzel – Alles, Rohde (82. Weber) – Krieger, Vogt, Fröhlich – Münkel.
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (FSV Schröck).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Okan Gül (59.), 2:0 Enis Salkovic (80.).

Autor: Johannes Götze

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