16.05.2018

Jan Gebhardt zurück nach Wald-Michelbach

Hessenliga: Torjäger verlässt Neu-Isenburg nach einer Saison

In der nächsten Spielzeit wird Jan Gebhardt (rechts) wieder das Trikot von Eintracht Wald-Michelbach tragen. Foto: Patrick Scheiber

Jan Gebhardt kehrt zur neuen Saison zu Süd-Verbandsligist Eintracht Wald-Michelbach zurück. Damit endet für den Stürmer das Kapitel bei der Spvgg. Neu-Isenburg nach nur einem Jahr, in dem er, auch aufgrund von Verletzungen nur fünfmal in Hessens höchster Spielklasse zum Einsatz gekommen ist.

Dabei lief es für den 27-Jährigen zu Beginn in der Hugenottenstadt gut. "Die Eingewöhnungsphase war kurz und ich wurde gut aufgenommen. Ich hatte mich nach meinem Wechsel schnell eingefunden und auch im Sommer sofort zur Stammformation in der Hessenliga-Mannschaft gehört", beschreibt Jan Gebhardt seinen Start bei der Spielvereingung. Doch bereits im zweiten Saisonspiel gegen FC Ederbergland - Gebhardt hatte zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen - musste er mit einem Mittelfußbruch verletzt ausgewechselt werden und fiel bis zur Winterpause aus. "Das ist natürlich frustrierend, aufgrund von Verletzungen zuschauen zu müssen. Mir tat es natürlich doppelt weh, da ich mich nach dem Wechsel auch auf höchstem Amateurniveau beweisen wollte und auch mit Leistungen auf dem Platz überzeugen wollte. Aber da steckt man leider nicht drin", so der Stürmer.

In der Wintervorbereitung kämpfte er sich dann wieder an die Mannschaft heran und absolvierte das erste Spiel nach der Pause gegen den FSC Lohfelden über die volle Distanz. "Bis hierhin war auch das Vertrauen gegeben und größtenteils auch der Spaß am Fußball", sagt Gebhardt, der sich aber kurz darauf einen Sehnenriss zuzog. "Danach habe ich in Neu-Isenburg das Vertrauen und die Rückendeckung nicht mehr gespürt. Das war für mich schon unschön und unverständlich, allerdings möchte ich mich grundsätzlich nicht zu Interna äußern."

Als Fehler sieht Gebhardt den Wechsel nach Neu-Isenburg aber nicht. "Man trifft im Leben Entscheidungen und steht dazu. So mache ich das auch in diesem Fall. Ich bin mir ganz sicher, wäre ich annähernd verletzungsfrei geblieben, wäre vieles anders gelaufen. Ich blicke jetzt nach vorne und nehme die gespielten Hessenligapartien als Erfahrung mit."

Ein Schritt zurück nach vorne

Diese Erfahrung will Gebhardt jetzt bei seinem früheren Verein, für den er vor seinem Wechsel in die Hessenliga sechs Jahre lang auf Torejagd ging, einbringen. "Aufgrund meines freundschaftlichen Verhältnisses zum Trainer Ralf Ripperger, sowie dem Präsidenten Peter Bihn kam in mir auch wieder die Überlegung einer Rückkehr auf und der Verein signalisierte mir sofort, dass sie sich über meine Rückkehr freuen würden. Somit ist es für beide Seiten eine Win-Win-Situation", so der angehende Gruppenleiter eines Maschinenbauunternehmens, der anmerkt: "Aus rein sportlicher Hinsicht ist es bestimmt erstmal ein kleiner Schritt zurück. In Sachen Vertrauen, Rückendeckung und Wohlfühlen ist es sicherlich mehr als nur ein Schritt nach vorne."

"Ich möchte dem Verein aufgrund meiner Erfahrung und Vita als Führungsspieler helfen, eine junge Mannschaft weiterzuentwickeln und die nächsten Schritte zu gehen. Der Verein hat nach der letzten Saison einen Umbruch vollzogen und es in toller Manier geschafft, junge Spieler mit einzubinden. Dafür ein großes Lob an die Sportliche Leitung. Für mich persönlich hoffe ich auf eine verletzungsfreie Saison und wieder zu alter Stärke zurückfinden. Und ich bin mir ganz sicher, dass ich das in dem Umfeld und unter dem Trainer schaffen werde", ist sich Gebhardt sicher. "Darauf freue ich mich richtig."

Autor: Daniel Bolz

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