Gruppenliga: Derby im "Blauen Eck"

"Hosenfelder sind jetzt Freiensteinauer"

24. September 2021, 10:00 Uhr

Jannik Beikirch (links) gehört zu den Spielern der SG Freiensteinau, die auf ihren Ex-Club treffen. Foto: Charlie Rolff

Derbys stehen an diesem Wochenende im Blickpunkt der Gruppenligen. Denn nicht nur Nachbarn treffen in den Duellen in Freiensteinau und Bronnzell aufeinander, sondern direkte Konkurrenten um einen Platz in der Aufstiegsrunde.

Besonders spannend scheint die Partie in Freiensteinau, im „Blauen Eck“ ist Hosenfeld zu Gast. Eine große Rivalität gab es zwischen den Vereinen lange nicht – bis 2016 fünf langjährige Hosenfelder auf einen Schlag nach Freiensteinau wechselten, weitere folgten in den vergangenen Jahren. „Die Hosenfelder sind inzwischen zu Freiensteinauern geworden, sie sind unsere Eigengewächse. Wir sind alle Freunde, die für den anderen kämpfen – das ist unser Schlüssel“, unterstreicht SGF-Innenverteidiger Sebastian Krieg.

Dass die Freiensteinauer gegen den Nachbarn besonders motiviert sind, zeigen die jüngsten Duelle, die allesamt zufriedenstellend verliefen. In der Hosenfelder Kreisoberliga-Meistersaison 2016/17 gewann die SGF zuhause mit 5:4, auswärts gab es ein 3:3. Unentschieden spielten beide auch im bis dato letzten Spiel, 2019 in der Gruppenliga. „Diese Spiele waren immer brisant, Dienstag in der Kabine ging es mit den ersten Kommentaren los. Unsere Vorfreude ist definitiv riesengroß“, sagt Krieg.

Beide Teams könnten sich Punkte für die Aufstiegsrunde sichern – wenngleich Freiensteinau mehr darauf bedacht ist, den vierten Platz zu sichern. Dieser wäre für die Truppe vom „Blauen Eck“ wie eine Meisterschaft. „Ein bisschen überrascht bin ich über unseren Lauf, wenngleich wir die ganze Zeit mit diesem Rang geliebäugelt haben. Wir sind im besten Fußballeralter und gerade offensiv sehr stark. Wir können ein großes Spektrum anbieten“, unterstreicht Krieg. Mit Marcel Lang (Knie) und Niclas Beikirch (nach Knorpelschaden noch nicht fit) fallen zwei Spieler gegen Ex-Club Hosenfeld aus.

Viktoria möchte die Pole-Position halten

Im Norden geht es für Horas darum, den fünften Rang für die Aufstiegsrunde abzusichern. Die Aufgabe wird jedoch alles andere als leicht: Es geht zum Spitzenreiter Bronnzell, der seit Amtsantritt von Stefan Dresel nur das erste Spiel verlor und die vergangenen fünf Spiele gewann: „Natürlich habe ich darauf gehofft, dass wir eine gewisse Stabilität reinbekommen. Ich sehe uns auf dem richtigen Weg, wir haben zudem Selbstvertrauen und Rückenwind auf unserer Seite“, sagt Dresel.

Auffällig war zuletzt, dass die zweifelsohne starken Einzelspieler auf und neben dem Platz eine echte Einheit gebildet haben: „Der Teamspirit ist für mich ein wichtiges Thema. Die mannschaftliche Geschlossenheit hat mir sehr gut gefallen“, betont der Trainer, der zudem das Glück hat, dass ihm fast alle Spieler zur Verfügung stehen. Nur Rechtsverteidiger Sebastian Dinov ist angeschlagen und fraglich.

Ausbaufähig aus Viktoria-Sicht: die Bilanz gegen direkte Konkurrenten. Nur drei Punkte gab es in drei Spielen. Im Stadtderby gegen Horas soll die Statistik aufpoliert werden, aber Dresel sagt: „Mit diesen Spekulationen beschäftige ich mich nicht. Gegen Horas wird es nicht leicht, das ist eine junge, gut ausgebildete Mannschaft. Aber wir wollen unsere Spielweise durchdrücken und versuchen, die Pole-Position zu halten.“

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