Gruppenliga: Kellerduell für RSV

"Haben mit der Absage niemandem geschadet"

15. Oktober 2021, 09:35 Uhr

Jürgen Krawczyk konnte mit Frau Viktoria am Wochenende zwei Gruppenliga-Spiele besuchen, auch das in Künzell - das eigene Spiel hatte der Trainer des RSV Petersberg absagen müssen. Foto: Charlie Rolff

Mit Petersberg, Kerzell, Gundhelm/Hutten und Kressenbach/Ulmbach stehen die ersten vier Teams für die Gruppenliga-Abstiegsrunde im kommenden Jahr fest.

Und so gilt es für diese Mannschaften, in den Spielen gegen direkte Konkurrenten für eine bestmögliche Ausgangsposition zu sorgen. So wie im Norden für Petersberg beim Heimspiel gegen Elters/Eckweisbach/Schwarzbach (Sonntag, 15.30 Uhr). „Wir haben die schlechteste Ausgangsposition, das wissen wir alle. Aber wenn wir eine gute Vorbereitung absolvieren und vielleicht noch einen Neuzugang holen, bin ich guten Mutes“, betont RSV-Trainer Jürgen Krawczyk.

Den 68-Jährigen stimmen die jüngsten drei zweiten Halbzeiten optimistisch, die Petersberg stets gewann – problematisch waren nur die frühen Gegentreffer vor der Pause, die dafür sorgten, dass der letzte Dreier 13 Spiele zurückliegt. Nun kommt ausgerechnet die SG Elter/Eckweisbach/Schwarzbach, die in den direkten Duellen immer voll da ist. „Das Spiel gegen Horas war hochinteressant. Diese Elterser Mannschaft hat mir imponiert, weil sie unheimlich gefightet und geschlossen agiert hat. Darauf sind wir vorbereitet“, unterstreicht Krawczyk.

Der Coach konnte sich das Spiel anschauen, weil der RSV aus Personalmangel nicht zum tabellarisch unbedeutenden Duell in Bronnzell antreten konnte. „Wir hatten keine andere Möglichkeit. Die Absage hat mir gestunken. Aber wir haben damit niemandem geschadet. Wenn wir an einem Doppelspieltag freitags abgesagt hätten, um ausgeruht ins Spiel am Sonntag zu gehen, wäre es etwas anderes gewesen.“ Die Personallage hat sich deutlich verbessert, unter anderem konnte Torjäger David Wollny wieder trainieren.

Richtungsweisend wird zudem das Duell in Kirchheim zwischen Aulatal und Künzell. Beide Teams sind punktgleich und kämpfen um den Platz in den Play-Offs.

Im Hinspiel gelang Kerzell der einzige Sieg

Im Süden ziert Kerzell das Tabellenende, nur gegen die SG Gundhelm/Hutten gewann die Helvetia. Diese ist heute Abend (19 Uhr) nun zu Gast in Kerzell. „Es warten drei wichtige Spiele auf uns“, weiß Kerzells Trainer Uwe Bleuel, denn anschließend geht es zweimal gegen Kressenbach/Ulmbach. „Jeder ist sich der Bedeutung der Spiele bewusst. Wenn wir die Klasse halten wollen, müssen wir in diesen Spielen punkten.“

Genau das hat zuletzt überhaupt nicht geklappt, acht der neun vergangenen Spiele gingen verloren. „Die Tabelle lügt nicht. Wir haben mit die wenigsten Tore, die meisten bekommen – das sagt viel aus“, betont Bleuel, der vor einem Jahr noch das große Überraschungsteam trainierte. „Im Gegensatz zum Vorjahr haben wir keine Kontinuität, kämpfen immer wieder mit Angeschlagenen und Verletzten. Und der Kopf spielt natürlich eine Rolle.“ Aber: Der einzige Saisonsieg wurde beim 5:3 in Gundhelm geholt. „Das Spiel stand wegen Regen und Gewitter kurz vor dem Abbruch. Dennoch war es mit das beste Saisonspiel von uns“, erinnert sich der Übungsleiter.

Zeitgleich steht die Spvgg. Hosenfeld vor einem richtungsweisenden Spiel. Gewinnt sie in Züntersbach, kann der Vorjahres-Erste für die Aufstiegsrunde planen. Bei einem Heimsieg wäre O/Z auf zwei Punkte dran.

Kommentieren