Verbandsliga: Britannia in Bad Soden

Gibt's den ersten Heimsieg am Kunstrasen?

15. September 2021, 07:30 Uhr

Mit Alexander Okyere (links) wird Eichenzells Patrick Broschke diesmal keine Zweikämpfe führen. Der Sodener fällt aus. Foto: Charlie Rolff

Historisch, die Grenzen aufgezeigt, Demonstration von Stärke. Es fallen einige solcher Phrasen ein, um das Spiel zwischen dem FSV Thalau und der SG Barockstadt II zu beschreiben. SGB-Trainer Florian Roth beschränkt sich bei der Nachbetrachtung auf das eigene Spiel und fordert vor der englischen Woche, diese Leistung aufrecht zu halten.

Sicherlich gehört zur Wahrheit, dass Thalau einen dieser Tage erwischte, an dem der FSV nicht nur unterlegen war, sondern schlicht und einfach nichts funktionierte. Als alleinigen Grund für das deutliche 9:0 der SG Barockstadt II lässt Roth dies aber nicht gelten, sondern hebt hervor, dass seine Mannschaft ihre Stärken konsequent ausspielte. "Es hat einfach vieles gepasst und wir konnten die einstudierten Abläufe zeigen. Gegen Sandershausen (19 Uhr) wollen wir genauso professionell und hochkonzentriert auftreten", betont Roth.

Die TSG startete mit zwei Siegen und fünf Niederlagen mäßig in die neue Saison, musste am Samstag ein 0:6 gegen Vellmar hinnehmen, aber zeigte bei den knappen 0:1-Niederlagen gegen Bad Soden und Sand ihre unangenehme Seite. Mit einem Erfolg am Lehnerzer Kunstrasen würde Sandershausen nicht nur auf einen Punkt an den Gegner herantreten, sondern auch die Abstiegsränge hinter sich lassen.

Sieben Tore in fünf Spielen. Vor dem Spiel in Thalau strotzte die Offensive der SGB nicht zwingend vor Torgefahr. Nach dem Kantersieg erhofft sich Roth, dass in dieser Hinsicht bei einigen seiner Schützlinge der Knoten geplatzt ist. Besonders bei Ronaldo Zenuni, der seine Saisontore zwei bis fünf erzielte. "Gerade für Stürmer und für Ronaldo ist es wichtig, dass sie treffen. Da muss ich aber auch die Mannschaft hervorheben, die ihm die Tore gut vorbereitet haben", betont Roth. Gut aus seiner Sicht, dass es klappte. Denn die Ausfallliste in der Offensive bleibt lang, zumal Leon Wittke beim Pokalspiel der ersten Mannschaft auflaufen wird.

"Eichenzell immer alles in die Waagschale geworfen

Von zwei Welten möchte Eichenzells Spielertrainer Sebastian Sonnenberger vor dem Spiel gegen Bad Soden (19 Uhr) nicht sprechen. Sei doch gerade im Amateurfußball in jedem Spiel etwas möglich. Dass die Mannschaft von Anton Römmich aber noch einmal eine andere Qualität mitbringt als die bisherigen Gegner der Britannia, ist Sonnenberger bewusst: "Wenn wir sehr gut spielen, heißt das nicht, dass wir da auch etwas mitnehmen. Ein Mittwochsspiel beim gefühlten Tabellenführer ist eine harte Nuss."

Verstecken gilt in Eichenzell aber nicht, das lebt Sonnenberger vor: "Ich freue mich sehr auf das Spiel. Als Spieler möchtest du dich mit den Besten messen und da sieht man, wo wir selber stehen." Gegen Bad Soden wird, abgesehen vom zurückkehrenden Adrian Schneider, auf denselben Kader wie beim 1:1 gegen Gudensberg zurückgreifen können. Seiner SG Bad Soden wurde Römmich nur einmal untreu, als er für ein Jahr als Spieler in Eichenzell anheuerte. Der Draht dorthin ist kurz, über keinen anderen Ligakonkurrenten ist Römmich so gut informiert: „Die Britannia hat Megaqualität im Zentrum und der Innenverteidigung hinzubekommen und hat gegen uns noch immer alles in die Waagschale geworfen.“

Bitter verliefen die vergangenen Wochen für die SG Ehrenberg, die dem Erfolg gegen Thalau keine weiteren drei Punkte folgen ließ und gegen Hombressen/Udenhausen sowie Türkgücü Kassel knapp verlor. Dass der kommende Gegner CSC Kassel (19 Uhr) gemeinsam mit Vellmar und Bad Soden die Top Drei der Liga bildet, macht die Situation für die SGE und Sebastian Vollmar nicht einfacher.

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