09.08.2019

Gadermann mit Köpfchen

Gruppenliga: HSV II siegt ganz spät

Boris Aschenbrückers (links) hoffnungsvoller Blick verpuffte am Ende, denn der Hünfelder SV II um Jakob Schäfer nahm die Punkte aus Petersberg mit. Foto: Charlie Rolff

In letzter Sekunde sicherte Aaron Gadermann dem Hünfelder SV IIden ersten Sieg und somit einen gelungenen Saisonstart mit nun vier Punkten Gastgeber Petersberg war hingegen zu bemittleiden, schien er doch näher am Siegtreffer.

Aus der Ferne war das Siegtor bei einsetzender Dämmerung kaum noch erkennbar: Youngster Florian Binsacks Ecke köpfte Gadermann rein, direkt danach pfiff der Schiedsrichter das niveauarme Gruppenligaspiel ab.

Das Eintrittsgeld wert waren allerdings die ersten beiden Treffer im Spiel: Zunächst traf Sven Aschenbrücker aus gut und gerne 25 Metern herrlich ins linke Toreck. Die Führung war nach 20 Minuten verdient für den RSV, der mehr als der Gast in das Spiel investierte, allerdings sonst kaum zu Abschlüssen kam. Hünfeld II wachte erst mit dem Beginn der zweiten Halbzeit auf. Und wie: Levin Baumgart setzte sich über links durch, scheiterte am ins Tor zurückgekehrte Marco Motzkus, doch HSV-Kapitän Sven Sorian nahm das Leder am Strafraumeck direkt und brachte es haargenau im langen Eck unter.

Keine Musik, keine Ansage

Hünfeld beflügelte das Tor ein wenig, allerdings nutzte das optische Übergewicht wenig, lediglich Aaron Gadermann hatte nach einer starken Einzelaktion das 1:2 am Fuß, zielte allerdings gegen den gut postierten Motzkus zu zentral. Petersberg beschränkte sich lange aufs Kontern, um in der Schlussphase das Zepter wieder in die Hand zu nehmen. Und es wurde es wieder und wieder gefährlich. Zweimal war Boris Aschenbrücker nicht handlungsschnell. Zweimal hatte Julian Elm Pech, weil er einmal Gadermann anschoss und einen Freistoß ans Außennetz setzte. Dem eingewechselten Ozan Sentürk fehlte bei einem freien Kopfball das Timing, zudem wusste der HSV bei gefährlichen Standards besser zu klären, als das noch in der Vorwoche beim 3:3 gegen Künzell der Fall gewesen war.

Trist war es abseits des Spielfeldes: Nur 90 Zuschauer fanden sich im weiten Rund des Waidesgrunds ein. Ein paar davon moserten über die Tatsache, dass es weder Musik noch eine Ansage gab. Und so herrschte bereits beim Einlaufen eine merkwürdige, nicht gruppenligataugliche Stimmung. Das Spiel lieferte ein nicht viel besseres Niveau.
Was passte: das Wetter. Pünktlich zum Pausenpfiff setzte ein heftiges Gewitter ein, die Halbzeit musste allerdings nur um zehn Minuten verlängert werden und das Spiel konnte sogar am A-Platz zu Ende gebracht werden. Viele hatten schon mit einem Umzug auf den Kunstrasen gerechnet.

Die Statistik:

RSV Petersberg: Motzkus – Elm, Bender, Ehresmann, Stupp – S. Aschenbrücker (66. Sentürk), Bott, von Pazatka – Ickler – Schlotzhauer, B. Aschenbrücker.
Hünfelder SV II: P. Baumgart – Geyer, Göbel, J. Budenz, Schäfer (82. Pfeffer) – Jurca (46. Haydari), Gadermann, L. Budenz, Kircher (57. Binsack) – L. Baumgart, Sorian.
Schiedsrichter: Sebastian Krieger (SG Ulmbach).
Zuschauer: 90.
Tore: 1:0 Sven Aschenbrücker (20.), 1:1 Sven Sorian (50.), 1:2 Aaron Gadermann (90.).

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