Wehner mit Comeback

FVH wohl noch ein Jahr auf dem BGS-Platz

22. September 2021, 12:00 Uhr

Die Schäden an der Mauer sind so stark, dass eine Sanierung unausweichlich ist. Foto: Ralph Kraus

Der FV Horas muss wohl noch ein Jahr lang ohne seine eigentliche Heimspielstätte in der Einhardstraße auskommen. Das ging aus einer Platzbegehung mit Vereinsvertretern, Mitarbeitern der Stadt und Spezialisten des Grünflächenamts hervor.

"Die Mauer ist sehr, sehr stark beschädigt. Wenn man bei ihr bereits vor zehn Jahren ein Gutachten erstellt hätte, wäre festgestellt worden, dass sie nicht mehr verkehrssicher ist", erklärt der Horaser Vorstandssprecher Winfried Mehler. Die genaue Prüfung wurde nun abgeschlossen, im nächsten Schritt soll die Verkehrssicherheit am Sportplatz wieder hergestellt werden, indem Teile der Mauer komplett ersetzt werden. Doch das kann einige Zeit dauern, schließlich stehen die kalten Wintermonate vor der Tür. "Wir gehen davon aus, dass wir noch ein gutes Jahr ausweichen müssen", vermutet Mehler.

Wie in den bisherigen Spielen in dieser Saison werden die Seniorenteams daher am BGS-Platz auflaufen. "Da kann niemand etwas dafür, die Stadt hat uns Unterstützung zugesagt. In diesen sauren Apfel müssen wir jetzt beißen. Ich hoffe einfach, dass der Ausweichort bei den Zuschauern nicht dazu führt, dass sie gar nicht mehr kommen wollen - das bewirkt das Gegenteil von dem, was wir brauchen", betont der Vorstandssprecher.

Wenn die Arbeiten im Laufe des kommenden Spätsommers oder Herbstes abgeschlossen sind, wird der Platz wohl anders aussehen als bisher: "Nach der Sicherung wird es vermutlich so sein, dass der Platz verkleinert werden muss. Das würde unserer Mannschaft nicht unbedingt entgegen kommen", weiß Mehler. Ein kompletter Umbau hin zu einem Kunstrasenplatz ist derweil vom Tisch.

Ex-Coach Wehner schnürte die Schuhe

Sportlich kämpft die erste Mannschaft in der Gruppenliga derzeit um einen Platz in der Aufstiegsrunde, hat aber enorme Verletzungssorgen. Zuletzt fehlten unter anderem Kapitän Claudius Eckard, die Fabrizius-Cousins und Lukas Wagner, so dass Julian Wehner, in den vergangenen Saisons noch Spielertrainer, in Künzell (3:2) erstmals wieder seine Schuhe schnürte. "Julian hat nicht vor, wieder voll einzusteigen. Aber wenn er gebraucht wird und Trainer Matthias Wilde anruft, wird er sicherlich nicht nein sagen."

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