03.10.2018

Furchtbar peinliche Vorstellung - Fotos

Hessenliga: 1:2 gegen Friedberg

Miguel Torcuatro (rechts) und die Barockstadt mussten sich Michael Kohnke und Friedberg geschlagen geben. Foto: Charlie Rolff

Die SG Barockstadt hat in der Hessenliga den nächsten Tiefschlag einstecken müssen: Mit einer peinlichen Vorstellung ohne jeden Willen, ohne Biss und ohne Ideen verspielt der neue Zusammenschluss so langsam auch den letzten Bonus bei den Zuschauern: Das 1:2 (0:1) gegen Türk Gücü Friedberg war so ziemlich die schlechteste Leistung, die die Zuschauer bisher angeboten bekommen haben.

Trainer Alfred Kaminski verzichtete neben dem gesperrten Patrick Schaaf diesmal auch auf Kevin Hillmann. Dafür tauchten im Vergleich zum 0:3 in Hadamar Benjamin Fuß und Miguel Torcuatro neu in der Startelf auf.

Das Spiel begann gleich wieder mit einem Schock für die Barockstadt: Keine 90 Sekunden waren rum, da köpfte der Ex-Steinbacher Vuk Toskovic nach einer Kohnke-Ecke das 0:1. Unfassbar, wie frei Toskovic zentral vor dem SGB-Gehäuse an den Ball kam.

Dieser Gegentreffer sollte bezeichnend für den völlig blutleeren Auftritt in der ersten Halbzeit bleiben. Die Barockstadt war zwar durchaus bemüht, brachte aber überhaupt nichts auf die Reihe. Ein Distanzschuss von Dennis Müller, genau in die Arme von Friedbergs Keeper Shpirov, bedeutete den einzigen Schuss aufs Tor in den ganzen 45 Minuten. Letztlich konnte man froh sein, dass mit Türk Gücü ein Team zu Gast war, das nach nur einem Punkt aus den vorangegangenen vier Spielen ebenfalls nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzte.

Nach einer Stunde wurde das Spiel dann zur Charakterfrage für die Barockstadt-Mannschaft. Erst ging Türk Gücü mit zwei Toren in Führung, nachdem Niklas Odenwald Foul gespielt hatte und der Ex-Borusse Younes Bahssou seine Wahnsinns-Quote im Kalenderjahr 2018 auf 23 Tore in 22 Hessenliga-Spielen ausbaute.

Weil aber Dennis Müller nur 50 Sekunden nach der vermeintlichen Vorentscheidung eine verunglückte Münkel-Flanke zum 1:2 verwertete, sollte es für die letzte halbe Stunde eine Frage des Willens für die Barockstadt-Truppe werden.

Doch was folgte war die nächste Enttäuschung: Das große Aufbäumen blieb aus. Es war keiner da, der mal ein Zeichen setzte. Von einem Ruck, der nach dem 1:2 durch die Mannschaft hätte gehen müssen, war überhaupt nichts zu spüren. Aber auch von draußen kam nichts: Der Trainer schaute sich das Treiben mit verschränkten Armen an, die Zuschauer ertrugen es mit einer störrischen Geduld.

Die Statistik

SG Barockstadt: Kaiser; Fuß, Gröger, Torcuatro, Odenwald (73. Broschke), Crljenec (46. Trümner), Strangl (46. Münkel), Pomnitz, Mosch, Müller, Bieber.
Türk Gücü Friedberg: Shpirov; Erdogan, Bartel, Biber, Tesfaldet, Gürsoy, Zarges (66. Vranesevic), Takahashi, Toskovic, Kohnke (89. Akkus Rodriguez), Bahssou (84. Bell Bell).
Schiedsrichter: Steffen Rabe (Münchnhausen).
Zuschauer: 700.
Tore: 0:1 Vuk Toskovic (2.), 0:2 Younes Bahssou (61., Foulelfmeter), 1:2 Dennis Müller (62.).

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