19.09.2019

Findet Waldgirmes das Fließ-Rezept?

Hessenliga: Primus reist in die Lahnau

André Fließ (vorne) trifft und bereitet vor fast wie er will. Foto: Kevin Kremer

Die Granden der Hessenliga, auch wenn es sich im Falle des KSV Hessen Kassel derzeit nicht in der Tabelle widerspiegelt, heißen SG Barockstadt (Erster), Eintracht Stadtallendorf (Dritter) und eben Hessen Kassel (Neunter). Zwischendrin und dahinter tummeln sich allerdings Teams, die jederzeit jeden schlagen können. Waldgirmes, so viel steht fest, zählt zu jener Gilde. Warnung genug für die SG Barockstadt vor dem Gastspiel am Samstag (16.30 Uhr) in der Lahnau.

Denn Waldgirmes hat in der Post-Bulut-Ära sofort wieder Fuß gefasst und neben dem Abgang des Erfolgstrainers auch den des Spielmachers Tolga Duran (Sportfreunde Siegen) schnell kompensieren können. Fünfter ist das Team derzeit, liegt nur vier Punkte hinter den Fuldaern. Deren Trainer Sedat Gören ist sich den Stärken des Gegners bewusst, verweist insbesondere auf eine erfahrene Achse in der Defensive, die die bis dato drittwenigsten Gegentore kassiert hat. Elf in acht Spielen und somit acht mehr als Fulda.

Ein Torspektakel ist dementsprechend nicht zu erwarten, auch weil sich Waldgirmes’ Stürmer Robin Dankof in der Vorwoche einen Schien- und Wadenbeinbruch zuzog. Die Mannschaft steckte das weg und siegte in Griesheim souverän mit 5:2. „Auch das spricht für die Moral“, stellt Gören fest, der ausgemacht hat, „dass bei Waldgirmes Ausfälle immer wieder mit Spielern aus der Reserve aufgefüllt werden, die dementsprechend brennen“. Dass in Waldgirmes am Samstag das obligatorische Oktoberfest steigt, dürfte für die Spieler neben der Tatsache, dass der ungeschlagene Tabellenführer kommt, Motivation genug sein.

Und so sagt Gören, dass er sich wieder etwas neues einfallen lassen müsse, um den Gegner zu bespielen. Was, das verrät er nicht. Mit welchem Personal er gen Mittelhessen reist, schon. Viel wird sich im Vergleich zur Vorwoche nicht ändern. Kevin Hillmann fährt definitiv nicht mit, Julian Pecks wird mit großer Wahrscheinlichkeit erneut passen müssen. „Wir haben aber in den vergangenen zwei Spielen bewiesen, dass wir auch mit veränderter Abwehrkette stabil stehen. Auch in Waldgirmes muss das unser Ziel sein.“

Nach vorne hin sei sein Team ohnehin unberechenbar, auch weil die Gegner zwar mehr und mehr wissen, wer ihnen da gegenübersteht, sie aber beispielsweise noch kein probates Mittel gefunden haben, um André Fließ der Spielfreude zu berauben. Mit 15 Scorerpunkten (4 Tore, 11 Vorlagen) ist nur Ginsheims Can Cemil Özer (11/6) besser. Dritter im Ranking ist derweil Barockstadt-Stürmer Dominik Rummel (9/3).

Kommentieren