29.04.2018

Fabian Bäcker glänzt mit Dreierpack

Verbandsliga Süd: Sejdovic hütet bei Sandzak das Tor

Dreifacher Torschütze: Fabian Bäcker. Foto: Steffen Turban

In der Verbandsliga Süd hat sich am Sonntagnachmittag Germania Ober-Roden mit 4:1 gegen den FC Alsbach durchgesetzt. Auch der SC Hanau 1960 kehrte durch den 3:1-Erfolg bei Rot-Weiß Darmstadt mit drei Punkten im Gepäck nach Hause zurück. Alles abverlangt bekam die Usinger TSG beim 3:2-Sieg in Bruchköbel, während der Hanauer FC 93 den SV FC Sandzak durch ein Tor in der Nachspielzeit mit 2:1 bezwingen konnte.

Germania Ober-Roden - FC Alsbach 4:1 (1:1)

Der Aufsteiger aus Rödermark dürfte mit nun 46 Punkten für ein weiteres Jahr in der Verbandsliga Süd planen können. "Der Sieg war verdient, vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir das souverän runter gespielt", war Germanias Teammanager Daniel Hoffstadt hochzufrieden. Die Gäste von der Bergstraße, die nun weiter sorgenvoll nach unten blicken müssen, waren durch Marcus Manga Mbou in Führung gegangen. Postwendend konnte Ex-Profi Fabian Bäcker egalisieren. Im zweiten Abschnitt brachte Maximilian Mensinger die Gastgeber auf die Siegerstraße, bevor der überragende Bäcker den Sieg mit zwei weiteren Toren unter Dach und Fach brachte. Beim Stande von 3:1 musste Germanias Dennis Nessen auf der Torlinie retten, ansonsten geriet der Sieg der Rödermarker nicht mehr in Gefahr.

Schiedsrichter: Timo Hager (Ginsheim-Gustavsburg).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Marcus Manga Mbou (42.), 1:1 Fabian Bäcker (43.), 2:1 Maximilian Mensinger (52.), 3:1 und 4:1 Fabian Bäcker (66., 86.).
Gelb-Rote Karte: Dennis Bender (Alsbach, 90.).

Rot-Weiß Darmstadt - SC Hanau 1960 1:3 (0:2)

Nach zwei Auswärtssiegen erlitten die Darmstädter einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt. Um so zufriedener waren die Gäste aus Hanau, die sich gut erholt von der 0:7-Schlappe gegen Germania Ober-Roden zeigten. "Wir haben darüber viel geredet, waren heute aber frisch im Kopf. In der ersten Hälfte war das Spiel fast komplett entschieden. Wir konnten uns von unten absetzen, haben die Aufgabe spielerisch gut gelöst und eine tolle Leistung gezeigt", analysierte Okan Sari, der Sportliche Leiter des HSC. Giorgi Piranashvili hatte die 60er früh nach vorne gebracht, Semih Aydilek erhöhte. Besonders schön anzusehen war der dritte Treffer durch den Georgier, als sich die Gäste über viele Stationen bis zum gegnerischen Tor kombinierten. Den Ehrentreffer der Heimstättensiedler markierte Alvano Kröh per Kopfball nach einer Ecke.

Schiedsrichter: Hannes Hemrich (Urspringen).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Giorgi Piranashvili (3.), 0:2 Semih Aydilek (27.), 0:3 Giorgi Piranashvili (57.), 1:3 Alvano Kröh (83.).

SG Bruchköbel - Usinger TSG 2:3 (1:0)

Der Absteiger zog sich mal wieder formidabel aus der Affäre, stand am Ende aber gegen die cleveren Buchfinkenstädter mit leeren Händen da. Nach einem aus Sicht der Usinger völlig unberechtigtem Freistoß für die SGB, wurde dieser scharf vor das Tor getreten und Marius Dickerhoff versenkte den Kopfball zum 1:0 für die Gastgeber. Nach einer halben Stunde hätte Dorian Joachim Ahouandjinou erhöhen können, traf aber den Pfosten. Einem Tor von Tim Pelka verweigerte der Referee wegen Abseits die Anerkennung. Nach dem Seitenwechsel kam der Hochtaunus-Klub auf und belohnte sich mit dem Ausgleich. Pascal Bretschneider mit tollem Pass auf Pelka, der alleine vor Torhüter Janis Gräfe ins linke Eck traf. Aber der Absteiger antwortete im Gegenzug mit einem langen Ball auf Leroy Enoch Ennin, der völlig frei vor Jan Erik Dreikausen auftauchte und den Ball gegen dessen Laufrichtung köpfte. Beim Ausgleich der UTSG war Spielertrainer Marcel Kopp der Vorbereiter. Sein Zuspiel verwertete Pelka mit einem Schuss in den Winkel zum 2:2. Und den Siegtreffer der Usinger markierte Kopp dann höchstpersönlich. Pelka lang auf Kopp, der spielte zwei Gegner aus und hämmerte den Ball mit Wucht unter die Latte. Olaf Best, der Spielausschuss-Vorsitzende der Usinger TSG, fasste zusammen: "Bruchköbel ist keineswegs wie ein Absteiger aufgetreten. Sie haben sehr couragiert agiert. In der zweiten Halbzeit waren sie stehend k.o. und wir haben unsere Klasse ausgespielt."

Schiedsrichter: Christoph Hein (Großenbach).
Zuschauer: 110.
Tore: 1:0 Marius Dickerhoff (27.), 1:1 Tim Pelka (54.), 2:1 Leroy Enoch Ennin (56.), 2:2 Tim Pelka (72.), 2:3 Marcel Kopp (80.).

Hanauer FC 93 - SV FC Sandzak 2:1 (0:1)

Sandzak führte früh durch den Japaner Riki Hirakawa in der 8. Minute. Die entscheidende Szene spielte sich aber in der 23. Minute ab. SV FC-Torhüter Elvis Nurkovic zog gegen Hanaus Stürmer Patrick Gischweski die Notbremse und sah die Rote Karte. In Ermangelung eines Ersatztorhüters musste die Frankfurter Balkan-Formation improvisieren und der "Macher" Murat Sejdovic tauschte sein Trikot mit der Nummer 99 gegen ein Torwarttrikot mit der Nummer 1 aus. Sejdovic machte seine Sache gut und wurde erst nach einer Stunde nach einer Flanke von Daniyel Cimen mit einem Kopfball von Ilker Bicakci zum 1:1 überwunden. Die Gäste hatten auch in Unterzahl die besseren Chancen. So traf Sadovic in der 90. Minute die Querlatte. Als alle schon mit einem Remis rechneten, fiel in der langen Nachspielzeit doch noch der Hanauer Siegtreffer. Kahraman Damar überwand Aushilfstorwart Sejdovic mit einem Heber zum 2:1. "Es war ein Sieg des Willens, spielerisch ist es nicht gut gelaufen. Wir hatten nicht sehr viele Chancen, aber der Sieg geht in Ordnung. Wir sind glücklich, die schwere Aufgabe gelöst zu haben", zeigte sich der Sportliche Leiter der Hanauer Giovanni Fallacara erleichtert. Dagegen meinte Sandzaks Sejdovic: "Der Matchplan ist bis zur Roten Karte aufgegangen. Wir wollten das Ergebnis in Unterzahl halten. Wir waren aber trotzdem definitiv besser. Um so bitterer das Ende, denn ein Punkt wäre schön gewesen."

Schiedsrichter: Carsten Dücker (Mackenzell).
Zuschauer: 220.
Tore: 0:1 Riki Hirakawa (8.), 1:1 Ilker Bicakci (60.), 2:1 Kahraman Damar (90.+5).
Rote Karte: Elvis Nurkovic (Sandzak, 23.).

Autor: Pedro Acebes

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