21.04.2018

Erst Dusel, dann macht Reith alles klar - Fotos

Hessenliga: Lehnerz tut sich gegen Rot-Weiss Frankfurt lange schwer

David Wollny (links) und der TSV Lehnerz hatten mehr Mühe als erwartet. Foto: Steffen Kollmann

Der TSV Lehnerz hat sich im Hessenliga-Heimspiel gegen Rot-Weiss Frankfurt schwerer getan als von vielen erwartet. Der Tabellenzweite gewann gegen den Vorletzten am Ende aber doch mit 5:1 (1:1).

Alexander Reith nach feiner Einzelleistung und präzisem Abschluss sorgte erst nach 73 Minuten für ruhige Gemüter bei den Hausherren. Zuvor hatte Lehnerz aber auch großes Glück. Eine Minute vor dem Treffer zum 3:1 hatte Gäste-Angreifer Filip Vlahov viel zu viel Platz, Aykut Bayar bekam seinen Schuss nicht ganz zu fassen und hatte ordentlich Dusel, dass der Ball vom Innenpfosten raus- und nicht reinsprang.

"Das 3:1 hat uns stattdessen das Genick gebrochen. Da ist meine Mannschaft zu blauäugig und noch zu grün hinter den Ohren", haderte Rot-Weiss Trainer Hicham Tahrioui, der ansonsten einen "ordentlichen Auftritt" sah. "Das Ergebnis ist am Ende zu hoch."

Generell spielte in 90 Minuten eigentlich nur blau-weiß, der haushohe Favorit stand sich aber oft selbst im Weg. Sei es durch Unzulänglichkeiten vor dem gegnerischen Tor oder schlichtweg der eigenen Überheblichkeit. Nach einer guten Anfangsphase und dem 1:0 durch Reith (23.) agierte Lehnerz vor der Pause zu lässig, Benjamin Fuilu bestrafte dies fünf Minuten vor dem Seitenwechsel mit dem Ausgleich.

Pfostentreffer en masse

Auch zu Beginn von Hälfte zwei erarbeitete sich der TSV direkt große Gelegenheiten. Erst traf Patrick Broschke den Außenpfosten (55.), 60 Sekunden später fand Jan-Niklas Jordan dann wieder Broschke, der sich diesmal nicht zweimal bitten ließ. Nachdem Patrick Schaaf nur kurze Zeit später ebenfalls am Aluminium scheiterte, wurde die Lohsse-Elf wieder fahrig - und hatte durch den Pfostentreffer auf der Gegenseite großes Dusel.

Stattdessen war die Messe nach Reiths zweitem Treffer gelesen, und die Lehnerzer Nummer zehn hätte eigentlich Tor Nummer drei nachlegen müssen. Nachdem er zunächst die halbe Hintermannschaft vernascht hatte und nur noch das halbleere Tor treffen musste, wartete Reith einen Tick zu lange, schoss einen Verteidiger auf der Linie an, bekam aber den zweiten Ball. Marius Strangl musste den anschließenden Querpass nur noch reinschieben.

Und ganz am Ende durfte noch Joker Steven von der Burg treffen, nachdem der ebenfalls eingewechselte Leon Wittke zuvor - natürlich - den Pfosten getroffen hatte. "Wir haben das Spiel 70 Minuten lang beherrscht, nur vor der Pause hatten wir eine nicht so gute Phase. Wir haben den Pflichtsieg eingefahren, 5:1 gewonnen, alles gut" so TSV-Coach Marco Lohsse.

Die Statistik:

TSV Lehnerz: Bayar - Pecks, Sonnenberger, Bartel - Schaaf, Youm - Jordan (63. Sternstein), Reith, Strangl (81. von der Burg) - Wollny, Broschke (83. Wittke).
Rot-Weiss Frankfurt: Duschner - Nasios, Topcagic, Scholten, Sowa - Tahirovic, Diack (82. You) - Keskin, Vlahov, Wendnagel (52. Mouktader)- Fuilu (60. Ladipo).

Schiedsrichter: Sebastian Wieber (Ramsthal).
Zuschauer: 370.
Tore: 1:0 Alexander Reith (23.), 1:1 Benjamin Fuilu (40.), 2:1 Patrick Broschke (56.), 3:1 Alexander Reith (73.), 4:1 Marius Strangl (79.), 5:1 Steven von der Burg (90.).

Autor: Steffen Kollmann

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