21.08.2018

Erlensee schon wieder Spitze

Verbandsliga Süd: Aufsteiger düpiert Konkurrenz

Erlensees Trainer Tobias Heilmann hat die meisten seiner Spieler seit der D-Jugend unter seinen Fittichen. Foto: Steffen Turban

Überraschender Tabellenführer in der Verbandsliga Süd: Nach vier Siegen in vier Spielen steht mit dem 1. FC Erlensee ein Aufsteiger an der Tabellenspitze. Der Klub aus dem Main-Kinzig-Kreis hatte erst unlängst den Durchmarsch von der Kreisoberliga Hanau über die Gruppenliga Frankfurt Ost in die Verbandsliga geschafft. Bahnt sich hier womöglich der nächste Aufstieg an?

"Nein, da müssen wir auf dem Teppich bleiben. Wir sind erfreulich in die Runde gestartet, wissen die Erfolge aber gut einzuschätzen. Außerdem gibt es ja nicht nur vier Spieltage, sondern 34", wiegelt Erlensees Trainer Tobias Heilmann ab. Beeindruckend sind nicht nur die zwölf Punkte am Übergang zwischen der Wetterau in das Kinzigtal. Das Torverhältnis von 18:2 Toren lässt die etablierte Konkurrenz aufhorchen. Bis auf das Spiel gegen Vatanspor Bad Homburg (2:1) wurden alle Spiele sehr deutlich gewonnen.

5:0 bei der Usinger TSG, 6:0 gegen den SV FC Sandzak und 5:1 gegen den SC 1960 Hanau, einen der selbsternannten Titelfavoriten. "Das ist ein sehr guter Start", bleibt Heilmann realistisch und erklärt: "Gegen Sandzak hat uns der Spielverlauf und die Platzverweise für den Gegner in die Karten gespielt. Gegen Hanau 1960 war es ein Topspiel, welches wir auch hätten verlieren können. Nach dem 3:1 sind die Hanauer mental eingebrochen", analysierte der FCE-Coach.

Samstag beim FFV Sportfreunde im Frankfurter "Kamerun"

Der hat übrigens Teile der Mannschaft seit dem D-Jugend-Alter unter seinen Fittichen, spielte mit ihnen in der A-Jugend Hessenliga. Der Verein leistet sich in seinem Förderzentrum eine aufwendige Jugendarbeit, die mit den Jahren immer mehr Früchte trägt. So war der erstmalige Aufstieg in die Verbandsliga erst möglich. Am Samstag um 18 Uhr tritt Erlensee im Frankfurter "Kamerun" - so nennt der Volksmund das Gallus - beim FFV Sportfreunde 04 an. Die "Speuzer" haben eine ähnliche Entwicklung genommen und sind ebenfalls von der Kreisoberliga in die Verbandsliga durchmarschiert.

"So wie sie unsere Aufstiege verfolgt haben, haben wir auch ihre Aufstiege aus der Ferne verfolgt. Im Jugendbereich haben wir öfter dort gespielt", sagt Heilmann, dem die besonderen Begebenheiten zwischen den Gärten und der Autobahn hinter der Mainzer Landstraße durchaus bekannt sind. Zumindest werden die Sportfreunde alles daran setzen, den Nimbus der Unbesiegbarkeit Erlensees zumindest zu unterbinden.

Autor: Pedro Acebes

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