14.03.2019

Einer kämpft ums Überleben, einer um die Ananas

Verbandsliga: Derby soll Wendepunkt für Eichenzell sein / SVN empfängt "viel Erfahrung"

Niklas Zeller (rechts) und die SG Johannesburg stehen vor der hohen Hürde SSV Sand. Foto: Charlie Rolff

Das Derby zwischen Eichenzell und der Barockstadt-Reserve rückt am Wochenende in der Verbandsliga in den Fokus. Interessant wird aber auch sein, wie sich die Aufstiegsanwärter aus Steinbach und Neuhof präsentieren.

FC Eichenzell – SG Barockstadt II (Sonntag, 15 Uhr).

Im Duell Drittletzter gegen Zweiter sind die Rollen klar verteilt, dennoch glaubt Britannen-Coach Heiko Rützel, dass sein Team die neun Spiele andauernde Negativ-Serie beenden kann. „Weil Barockstadt II aufgrund der ersten Mannschaft quasi um die goldene Ananas spielt und es bei uns ums Überleben geht. Das muss auf dem Platz zu sehen sein“, fordert der 36-Jährige insbesondere Kampf- und Laufbereitschaft seiner Mannschaft ein. Das jüngste 3:1 der Barockstadt-Reserve gegen Dörnberg schaute sich Rützel vor Ort an, „man hat gesehen, dass das eine qualitativ starke Mannschaft ist, die gut in Form zu sein scheint. Wenn von oben noch Spieler runterkommen, tut das ihr Übriges dazu bei.“

Vorteil aus Sicht der Britannen könnte dabei sein, dass das Hessenliga-Team der SGB am Sonntag zeitgleich spielt. „Deshalb wissen wir nicht, wer uns verstärken wird“, so Trainer Marco Lohsse, der unter der Woche in Barcelona weilte und sich unter anderem das Champions-League-Achtelfinale zwischen den Katalanen und Olympique Lyon zu Gemüte führte. Sein Team sollte aber auch ohne die Anwesenheit des Übungsleiters gut gerüstet ins Derby gehen. „Eichenzell ist eigentlich eine Mannschft, die ich im Mittelfeld sehe, sie haben viele Spieler mit Qualität und höherklassiger Erfahrung. Dennoch wollen wir alles daran setzen, unser erstes Auswärtsspiel in diesem Jahr zu gewinnen.“

SV Steinbach – TuSpo Grebenstein (Sonntag, 15 Uhr).

Nach der Auftaktniederlage in Willingen sollten gegen den Abstiegskandidaten aus Grebenstein drei Punkte Pflicht sein. Dem stimmt SVS-Trainer Petr Paliatka zu, betont aber zugleich, „dass wir uns dort schon sehr schwer getan haben. Bei den Witterungsverhältnissen ist der Platz zudem nicht einfach bespielbar – und wenn man dann das Spiel machen muss, wird es dementsprechend noch schwieriger. Wir wollen die drei Punkte aber holen, das ist klar.“ Wichtig wird es sein, dass sein Team diesmal von der ersten Minute an auf dem Platz ist und die Einstellung der zweiten Halbzeit aus der Vorwoche über 90 Minuten zeigt. Alternativen im Kader sind wieder rar gesät, lediglich zwölf, dreizehn Akteure stehen Paliatka wohl zur Verfügung.

SV Neuhof – OSC Vellmar (Sonntag, 15 Uhr).

Nach dem 2:2-Unentschieden zum Auftakt empfängt die Elf von Trainer Alexander Bär nun den OSC Vellmar. Der Respekt vor dem Hessenliga-Absteiger ist immens, „schließlich spielt bei Vellmar jede Menge Erfahrung. Allein Enes Glogic kommt auf über 300 Spiele in der Hessenliga. Mit jener Erfahrung können sie jederzeit punkten“, weiß Bär. Den 1:0-Sieg aus dem Hinspiel würde der Übungsleiter gerne wiederholen. Bär betont jedoch, „dass die Mannschaft in Schwalmstadt noch nicht so harmoniert und funktioniert hat, wie ich es mir vorstelle. Unser Hauptproblem liegt oft darin, dass wir nur schwer aus einer Pause kommen.“ Personell stehen Fragezeichen hinter Nikolcho Gorgiev, Akif Kovac und David Costa Sabate.

SSV Sand – SG Johannesberg (Samstag, 15.30 Uhr).

Viele Tore fallen nicht, wenn Sand und Johannesberg aufeinandertreffen. Lediglich zwei Treffer in drei Partien sprechen für sich. „Das spricht für uns und unsere gute Organisation“, weiß SGJ-Coach Jochen Maikranz. Ein eigenes Tor gegen Sand ist seinem Team allerdings noch nicht gelungen – und auch am Samstag wird dies alles andere als einfach. Drei Ziele packt der 47-Jährige mit auf die Auswärtsfahrt: „Erstens möchte ich mit elf Mann durch das Spiel kommen. Zweitens möchte ich ein Tor gegen Sand erzielen und drittens möchte ich mit dem erzielten Tor etwas mitnehmen.“ Da kommt es ungelegen, dass die Trainingsbeteiligung in der Woche komplett einbrach. „Diesen Rucksack müssen wir kompensieren, zumal es auch unseren Erfolg gefährdet“, sagt Maikranz. Positiv stimmt den Übungsleiter die Tatsache, dass sein Team gegen Baunatal das Ergebnis durchgedrückt hat, obwohl erneut eine Halbzeit lang in Unterzahl agiert wurde. / kol, tok

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