Kollis Weg zum Schiri

Eine vierte Perspektive kommt hinzu

03. März 2021, 15:10 Uhr

Foto: Charlie Rolff

Spieler, Zuschauer, Berichterstatter bei torgranate.de. Ich habe den Fußball schon aus vielen Perspektiven gesehen. Eine fehlt noch: die des Schiedsrichters. Das wird sich in den kommenden Wochen ändern.

Wie kann ich in Corona-Zeiten Schiedsrichter werden? Mit dieser Frage fing es an. Anfang des Jahres steht in den Kreisen der Neulingslehrgang an, und die Pandemie sorgt auch bei den Schwarzkitteln dafür, dass alles anders ist. Um herauszufinden, wie die Lehrwarte die Herausforderungen annehmen, könnte man nachfragen. Oder selbst mitmachen. Schließlich kann es nie schaden, den Horizont zu erweitern und sich so weiterzubilden, dass es für die Fußballerlaufbahn und die Redakteurs-Tätigkeit von Nutzen ist.

Schnell tat sich allerdings ein Problem auf: Bin ich mit meinen Überlegungen nicht zu spät dran? Laufen die Lehrgänge nicht schon längst? In Fulda, meinem Heimatkreis, ist das so. Doch Lehrwart Marcus Klimek macht mir schnell klar, dass man in anderen Kreisen ebenfalls ausgebildet werden könne. Ein Anruf später, bei Klimeks Pendant Maximilian Kaiser, wird klar: Meine Schiedsrichter-Laufbahn startet im Kreis Lauterbach/Hünfeld. Und da die meisten Einheiten digital ablaufen, macht die Lokalität keinen großen Unterschied.

Am 13. März geht es los, Interessierte im Alter von mindestens zwölf Jahren können sich bis Samstag anmelden. Mit meinen 25 Lenzen werde ich wohl einer der ältesten Teilnehmer sein. Genug Fußballerfahrung habe ich gesammelt, um unbeschwert an die Sache heranzugehen – dennoch bin ich mir sicher, dass ich viel Neues lernen werde. Euch, liebe Leser, möchte ich auf dieser Reise mitnehmen. Wie lange sie dauern wird, kann ich nicht sagen. Präsenzveranstaltungen sind nötig, um die Prüfungen abzulegen, also geht der Lehrgang mindestens bis April. Herausforderungen der Pandemie. Es werden sicher nicht die einzigen bleiben.

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