02.06.2019

Ein Spiegelbild der Rückrunde: Hanau 93 unterliegt

Aufstiegsrunde zur Hessenliga: TuS Dietkirchen hofft nach 3:1-Sieg

Traditionsverein Hanau 93 bot im Aufstiegsrundenspiel zur Hessenliga eine schwache Darbietung: Foto: Pedro Acebes.

Das war ein Spiegelbild der schwachen Rückrunde des FC Hanau 93! Nachdem der Süd-Verbandsligist mit einer durchwachsenen Rückrunde die sicher geglaubte Meisterschaft an Rot-Weiß Walldorf abgeben musste, sieht es nun nach dem 1:3 (0:2) gegen den TuS Dietkirchen auch in der Aufstiegsrunde zur Hessenliga eher schlecht aus. Die Limburger Vorstädter haben die Dreierrunde mit drei Punkten und 3:3 Toren abgeschlossen und können darauf hoffen, als Zweiter in die Hessenliga aufzusteigen, wenn Bayern Alzenau durch den Regionalliga-Aufstieg am Mittwoch einen zusätzlichen Platz freimachen sollte.

Gewiss war es bei sommerlicher Hitze um die 32 Grad nicht einfach, auf dem sonnenüberfluteten Rasenplatz zu spielen. Aber was die 93er den 790 Zuschauern an der Kastanienallee insgesamt boten war einfach zu wenig, um in die Hessenliga einzuziehen. Nach gemächlichem Beginn waren es die Limburger Vorstädter, die ihre letzte Chance auf den Aufstieg suchen wollten und auch nutzten. Das Führungstor der Gäste durch Kapitän Maximilian Zuckrigl, der eine Flanke per Kopfball versenkte (10.), spielte Dietkirchen dann in die Karten. Die 93er versuchten nun das Spiel zu machen, agierten aber viel zu umständlich, um das Tor von TuS-Torhüter Raphael Laux zu gefährden.

Ohne Ex-Profi Daniyel Cimen, der im Urlaub weilte, fehlte es auch an einem von hinten organisierenden Innenverteidiger. Dietkirchen agierte dagegen entschlossener und konsequenter. Kurz vor dem Seitenwechsel legte das Team von Trainer Thorsten Wörsdörfer den zweiten Treffer nach. Dennis Leukel erhöhte gar nicht mal unverdient auf 2:0 (39.). "Ich denke es war kein Spiegelbild der ganzen Rückrunde, sondern ein Spiegelbild einzelner Spieler, die nicht alles abrufen", kristisierte Hanaus Sportchef Giovanni Fallacara. In der Halbzeit reagierte HFC-Coach Michael Fink dann auch und nahm die schwachen Ilker Bicakci und Velibor Velemir hinaus. Mit den frischen Kräften Tolga Ünal und Dennis Gogol schienen die Hanauer mit Schwung aus der Kabine zu kommen. Ex-Spielertrainer Christoph Prümm verkürzte nach einem Eckball von Patrick Gischweski per Kopfball auf 1:2 (48.).

Dietkirchen kann nun als Zweiter einlaufen und von Alzenaus Aufstieg profitieren

Doch es dauerte nicht lange, da hatte Dietkirchen den alten Abstand wiederhergestellt. Jason Schäfer tanzte die 93er-Abwehr aus und hob den Ball über den jungen HFC-Keeper Armend Brao hinweg ins Tor - 1:3 (52.). Die Gäste waren jetzt mit diesem Vorsprung zufrieden, der ihnen nun alle Chancen offen lässt, als Zweiter dieser Dreierrunde einzulaufen. Und wenn Bayern Alzenau es am Mittwoch doch in die Regionalliga schaffen sollte, was ja jetzt gar nicht so unwahrscheinlich ist, würden sie womöglich als Zweiter davon profitieren. Doch jedes Tor hätte die Ausgangsposition verändert und die Hanauer hatten dann Pech mit einem Distanzschuss von Feta Suljic an die Latte (68.).

Auch nach der Gelb-Roten Karte gegen Dietkirchens Kevin Kratz (76.) kam vom Traditionsverein nicht mehr viel: Khaibar Amani hatte noch die Möglichkeit, in der Nachspielzeit wichtige Ergebniskosmetik zu betreiben, doch TuS-Keeper Raphael Laux war nicht zu überwinden. Der SV Neuhof dürfte das Ergebnis mit Wohlwollen aufgenommen haben: Denn unabhängig davon, ob Alzenau nun einen Hessenliga-Platz frei macht oder nicht, kann sich der SVN im abschließenden Heimspiel gegen Hanau auch eine Niederlage mit einem Tor Differenz leisten, um die Dreierrunde zu gewinnen. Aber auch für die 93er ist noch nicht Feierabend: Ein Sieg in Neuhof mit zwei Toren Differenz ab 3:1 aufwärts und die Hanauer wären aufgestiegen. "Wir geben uns nicht auf und werden das in Neuhof noch schaffen", zeigte sich Fallacara kämpferisch.

Die Statistik:

FC Hanau 93: Brao - Ries, Prümm, Kohl, Gschwender - Fliess - Bicakci (46. Ünal), Velemir (46. Gogol), Gischewski, Damar (65. Suljic) - Amani.
TuS Dietkirchen: Laux - Nickmann, Hautzel (88. Dietrich) Wenig, N.Schmitt - Müller, Kratz - Leukel (79. P.Schmitt), Dankof (90.+2 Bergs) - Zuckrigl, Schäfer.
Schiedsrichter: Christoph Rübe (Vellmar).
Zuschauer: 790.
Tore: 0:1 Maximilian Zuckrigl (10.), 0:2 Dennis Leukel (39.), 1:2 Christoph Prümm (48.), 1:3 Jason Schäfer (52.).
Gelb-Rote Karte: Kevin Kratz (Dietkirchen/76.).

Autor: Pedro Acebes

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