17.08.2019

Ein gut aufgelegter Ahmed Hadzic und das nötige Glück

Hessenliga: Der SV Neuhof fährt drei wichtige Punkte ein.

Neuhofs Trainer Valentin Plavcic durfte mit der Leistung seiner Mannschaft nur im ersten Durchgang zufrieden gewesen sein. Foto. Charlie Rolff

Der SV Neuhof hat einen immens wichtigen Auswärtssieg gegen Fernwald eingefahren. Die Mannen um Valentin Plavcic siegten mit 2:0 (2:0) und verdienten sich die drei Punkte vor allem im ersten Durchgang. Nach der Pause hatten die Gäste Glück, kein Gegentor kassiert zu haben.

Beide Mannschaften sind mit der aktuellen Situation unzufrieden. Um in die Erfolgsspur zu finden, warfen beide Trainer die Rotationsmaschine an und wechselten ihre erste Elf auf vier oder gar fünf Positionen. Neuhofs Valentin Plavcic vertraute auf Ahmed Hadzic im Tor und brachte die Neuen Tim Alain van der Waart van Gulik, Carlo Yanez, Akif Kovac und Ivan Mamusa für Nagel, Görner, Wozniak, Lapin und Yoo. Fernwalds Coach Karl-Heinz Stete wechselte im Vergleich zu der peinlichen Niederlage im Hessenpokal gegen Gruppenligist Juno Burg viermal. Mit Raffael Szymansk auf heimischer und Radek Görner auf Neuhöfer Seite fehlen indes beiden Mannschaften ihre Toptorjäger.

Und so lautete das Motto der Partie ja nicht zu verlieren für beide Teams. Schließlich benötigen die Liganeulinge dringend Punkte gegen den Abstieg. Dieser Tatsache geschuldet war beiden Mannschaft eine gewisse Nervosität anzumerken und die Partie spielte sich anfangs größtenteils im Mittelfeld ab. Nach gut 15 Minuten akklimatisierten sich die Gäste im 100 Kilometer entfernten Fernwald und rissen die Partie an sich. Immer wieder suchten die Mannen um Valentin Plavcic den auf der Zehnerposition aufgebotenen Carlo Yanez, der für kreative Impulse sorgen sollte. Dennoch sollten die gut 100 Zuschauer bis zur 25. Minute auf die erste Chance im Spiel warten: Der starke Özdemir nimmt eine Flanke mit der Brust runter und zieht aus halblinker Position ab. Der Abschluss landete allerdings am Pfosten. Fünf Minuten später belohnte sich aber Özdemir, als der Linksaußen aus 16 Metern ruhig blieb und mit Übersicht ins rechte, obere Steck traf: 1:0 (30.).

Dass die Fernwälder Lebensversicherung Raffael Szymansk nicht mit von der Partie war, sah man dem Offensivspiel der Hausherren an. Dennoch durfte sich Neuhof glücklich schätzen, kein Gegentor kassiert zu haben. Erst scheiterte Nicolas Strack an Hadzic, ehe es kurios wurde: Der Linienrichter zeigte eine Abseitsstellung der Gastgeber an, doch Schiedsrichter Daniel Heist ließ die Partie weiterlaufen und Mirco Geisler lief alleine auf Hadzic zu (35.). Der Schlussmann bewahrte aber mit einem klasse Reflex seine Mannschaft vor dem Gegentor.

Ein Torerfolg der Hausherren zu diesem Zeitpunkt hätte allerdings den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Neuhof investierte schließlich mehr in die Begegnung und belohnte sich vor dem Pausenpfiff. Zu dritt setzte der SVN Ufuk Ersentuerk unter Druck, der den Ball an Ivan Mamusa verlor und diesen nur mit einem Foul stoppten konnte: Elfmeter. Baris Özdemir behielt die Nerven und schob zum 2:0 ein.

Nach der Pause schien Neuhof noch in der Kabine zu sein. Nach einer Flanke von links kommt der eingewechselte Kevin Bartheld aus fünf Metern zum Schuss. Das muss der Anschlusstreffer sein. Neuhof fand in der Folge offensiv nicht mehr so wie zu Beginn der Partie statt. Stattdessen belebte der eingewechselte Kevin Bartheld das Offensivspiel des FSV Fernwald und kam zur nächsten Topchance. Nach einem Freistoß für Neuhof kontern die Hausherren und Bartheld läuft alleine auf Hadzic zu, der erneut Sieger bleibt und im Laufe der Zeit zum Matchwinner wird. Denn neben der nächsten Glanzparade (80.) kam noch das nötige Matchglück dazu. Ein Distanzschuss von Bartheld (81.) landete am Pfosten.

Die Statistik

FSV Fernwald: Jäckel, Milosevic (65. Stokes), Bender, Dettki, Fischer - Simon (65. Erben), Ersentuerk, Goncalves, Geisler - Strack, Mohr (46. Bartheld).
SV Neuhof: Hadzic - Mamusa, Bagaric, Velic, van der Waart van Gulik - Özdemir (82. Yoo), Krastov, Anastasov, Vujica 89. Bräuer) - Yanez - Kovac.
Schiedsrichter: Daniel Heist (Kassel).
Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Baris Özdemir (30.), 0:2 Baris Özdemir (45., Foulelfmeter).

Autor: Michel Ickler

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