Hessenliga-Vorschau

Duell der beiden besten Mannschaften

22. September 2020, 20:48 Uhr

Auf die Torgefahr von Marcel Trägler (rechts) kommt es beim Topspiel der Barockstadt an, während Nikolaj Zvekic mit Steinbach zum Derby nach Flieden reist. Foto: Charlie Rolff

In der Hessenliga kommt es am Mittwochabend zu mehreren Duellen, auf die sich die Fans freuen können: In Flieden ist Steinbach zu Gast, in der Johannisau kommt es zum Topspiel zwischen Barockstadt und Dreieich.

Ab 20 Uhr rollt der Ball im Stadion, 1000 Zuschauer dürfen kommen. SGB-Manager Sebastian Möller wäre mit mehr als 600 Leuten zufrieden, bis gestern Morgen hatten sich bereits 350 Interessierte Tickets im Vorverkauf gesichert. Kein Wunder vor dem Duell zwischen dem Dritten und dem Ersten, vor dem Barockstadt-Trainer Sedat Gören nicht mit Superlativen spart: „Es gibt noch zwei, drei andere gute Mannschaften, aber das sind die zwei besten. Zumindest wenn alle dabei sind“, betont der 49-Jährige.

Doch personell könnte es besser aussehen: Regisseur Leon Pomnitz (Erkältung) und Linksverteidiger Kevin Hillmann (plagt sich mit einer alten Verletzung herum) sind fraglich, Dominik Rummel fehlt mit muskulären Problemen sicher. Wie schwer der Ausfall des Torjägers wiegt, wurde in den vergangenen beiden Spielen deutlich, als nur ein Treffer gelang. „Jetzt müssen auch andere zeigen, dass sie torgefährlich sind“, spielt der Coach vor allem auf Marcel Trägler und Yves Böttler, aber auch die Mittelfeldspieler wie Tolga Duran an.

Nach dem 0:2 in Dietkirchen fordert Gören insbesondere, dass seine Mannen geduldiger agieren, zudem müssen die einfachen Fehler abgestellt werden. Bei Dreieich lief bei vier Siegen in vier Spielen derweil alles wie am Schnürchen, könnte also mit einem Sieg auf sechs Punkte davonziehen. „Danach sind noch 33 Spiele zu spielen, 99 Zähler zu holen. Auch wenn wir sieben Punkte mehr hätten, würde ich sagen, dass wir noch nicht durch wären“, so Gören.

Flieden will die Serie im Derby fortsetzen

Immerhin 500 Zuschauer können um 19 Uhr zum Derby zwischen Flieden und Steinbach kommen. Beide Teams haben aus ihrem schweren Auftaktprogramm eine Menge rausgeholt und können ihren Start nun veredeln. „Wir wollen unsere Serie fortsetzen“, kündigt Fliedens Trainer Zlatko Radic selbstbewusst an. Nach sieben Punkten aus drei Spielen gegen favorisierte Teams erwartet Radic nun, vermehrt über Ballbesitz zu Torchancen kommen zu müssen. Nicht dabei mithelfen kann die erfahrene Achse um Fabian Schaub, Christian Birkenbach und Nico Hohmann. „Intensive Spiele liegen hinter uns. Wir werden aber die körperliche und geistige Frische brauchen“, weiß Radic.

Beim SVN und HSV soll der Knoten platzen

Vor heimischer Kulisse muss der SV Neuhof ran – aber ob er sich über den Besuch des KSV Baunatal (19 Uhr) freut? Schließlich gab es in der Glückaufkampfbahn zwei Pleiten ohne einen geschossenen Treffer, während die Auswärtsspiele zu Null gewonnen wurden. Mut macht, dass die bisherige Baunataler Bilanz bei bislang nur einem Punkt düster aussieht. Zweimal verlor zuletzt auch der FV Bad Vilbel, der um 19.30 Uhr den Hünfelder SV empfängt. Der nächste Gegner auf Augenhöhe für die Truppe von Johannes Helmke, der endlich seinen ersten Sieg als Hessenliga-Trainer bejubeln möchte.

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