FSV Frankfurt schlägt Stadtallendorf

Doppelpacker Alawie macht Brendel froh

28. April 2021, 20:04 Uhr

Thomas Brendel (links) steht mit dem FSV Frankfurt im Halbfinale des Hessenpokals, während Dragan Sicaja und die Eintracht aus Stadtallendorf die Segel streichen mussten. Foto: Charlie Rolff

Mit 1:0 gewann der FSV Frankfurt in der Regionalliga in dieser Saison beide Spiele gegen Stadtallendorf, zudem siegten die Mannen aus der Main-Metropole im März 2020 im Halbfinale des Hessenpokals 2:0. Am Mittwochabend sicherte sich Frankfurt erneut die Teilnahme daran, hatte beim 2:1 (0:0 jedoch mehr Mühe als erwartet.

Im Vergleich zum Wochenende wechselten beide Trainer durch. Während Stadtallendorfs Trainer Dragan Sicaja Amar Zildzovic, Jascha Döringer und Ben-Luca Fisher anstelle von Laurin Vogt, Perry Ofori und Kevin Bartheld im 4-4-2-System spielen ließ, rotierte Frankfurts Coach Thomas Brendel gar auf fünf Positionen. Kenan Mujezinovic hütete am Tag seiner Vertragsverlängerung den Kasten, zudem rückten Timo Kunert, Ahmed Azaouagh, Andu Yobel Kelati und Fabian Burdenski in die erste Elf, die im 4-1-3-2-System agierte.

Es entwickelte sich von Beginn an das Spiel, was zu erwarten war. Die Gäste, Tabellensechster der Regionalliga und satte 47 Zähler vor dem Schlusslicht Stadtallendorf, übernahmen die Spielkontrolle. Die Ballbesitzphasen wusste der FSV jedoch kaum in Großchancen umzumünzen. Lediglich bei Leonhard von Schrötters Kopfball musste TSV-Keeper Mateusz Abramowicz sein ganzes Können aufbringen. Ansonsten stand er meist richtig, oder aber Gäste-Stürmer Muhamed Alawie (8., 16., 41.) zielte zu ungenau. Nach einer guten halben Stunde verlor Frankfurt etwas den Faden, Stadtallendorfs Kampf in den Zweikämpfen wurde verbissener und plötzlich hatten der TSV den Torschrei auf den Lippen. Jascha Döringers Schlenzer aus rund 22 Metern klatschte nur an die Latte – Mujezinovic flog umsonst (38.).

Und so schöpfte der Außenseiter mehr Mut, nahm diesen mit in Halbzeit zwei, aber wurde nach 59 Minuten eiskalt bestraft. Fabian Burdenskis Schuss vom Sechzehner wird geblockt, trudelte aber vor Alawies Fuß, der keine Mühe hatte – 0:1. Doch in die Freude der Gäste hinein stach die Eintracht zu. Malcolm Phillips spielte sein Gardemaß von knapp zwei Metern bei einer Ecke aus und köpfte den Ausgleich (61.). Ereignisreiche vier Minuten rundete schließlich Abramowicz ab, der Sekunden nach dem Anstoß überragend Burdenskis Flachschuss aus dem Eck kratze.

Die Dramatik eines Pokalspiels nahm immer mehr Fahrt auf, wenngleich die große Spielkunst verborgen blieb. Und so musste ein Foulelfmeter die Entscheidung zugunsten des Favoriten bringen. Fisher soll auf der Strafraumlinie Kelati gefoult haben – ob der Pfiff von Schiedsrichter Nicklas Rau (Nidderau) korrekt war darf zumindest hinterfragt werden. Alawie war's egal, traf er doch vom Punkt (80.). Der Tank war anschließend leer bei Stadtallendorf, Ausgleichschancen blieben aus. Auf der Gegenseite hätte Arif Güclü im Eins-gegen-eins noch erhöhen können (88.). Auf die Bornheimer wartet im Halbfinale nun Drittligist Wehen Wiesbaden.

Die Statistik:

TSV Eintracht Stadtallendorf: Abramowicz – Gaudermann, Fisher, Arifi, Schütze – Geisler (80. Lindenthal), Zildzovic (83. Sattorov), Phillips, Döringer (64. Vogt) – Williams, Heuser.
FSV Frankfurt: Mujezinovic – von Schrötter, Sawaneh (83. Sierck), Bazzoli, Nothnagel – Azaouagh – Kunert, Burdenski (72. Sejdovic), Kelati – Güclü, Alawie (90.+2 Muhic).
Schiedsrichter: Nicklas Rau (Nidderau).
Zuschauer: keine.
Tore: 0:1 Muhamed Alawie (59.), 1:1 Malcolm Phillips (61.), 1:2 Muhamed Alawie (80., Foulelfmeter).

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