17.04.2019

Dimitrijevics Hammer entscheidet

Verbandsliga: Sieg im Topspiel

Wild ging es im Spitzenspiel zu. Hier battlen sich Neuhof Akif Kovac (links) und Steinbachs Fabian Koch. Foto: Charlie Rolff

War das der große Schritt zur Meisterschaft für den SV Steinbach? Zumindest ist das Team um Trainer Petr Paliatka nach dem 3:2 (2:2)-Sieg beim SV Neuhof an Barockstadts Reserve vorbei und darf sich mehr und mehr mit der direkten Rückkehr in Hessens höchste Amateurklasse beschäftigen.

Das Restprogramm spricht für den SVS, der auswärts noch in Baunatal, Schwalmstadt und Dörnberg antreten muss – drei Teams, die gegen den Abstieg spielen. Zuhause geht es hingegen noch gegen Mitkonkurrent Sandershausen sowie den unberechenbaren SSV Sand. Für den SV Neuhof wird es hingegen nun vornehmlich um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Hessenliga gehen – sieben Punkte Rückstand auf den SVS werden zu schwer wiegen.

Dass Steinbach obenauf ist, hat er einer leidenschaftlichen Leistung zu verdanken, spielerische Glanzlichter ließ Paliatkas Team über weite Strecken genau wie der Gastgeber vermissen. Bezeichnend waren dafür drei der fünf Treffer, die jeweils unter gütiger Mithilfe des Gegners fielen. Gerade 78 Sekunden waren gespielt, da verunglückte dem durchgestarteten Lukas Gemming eine Hereingabe, Jan Ullrich stand lang, hatte kaum Möglichkeiten an den Ball zu gelangen und durfte dennoch jubeln, weil Neuhofs Innenverteidiger Robert Sluka ins eigene Tor traf.

Neuhof zeigt Moral

Unnötig war allerdings auch der Ausgleich: Erst foulte Kirche Ristevski Branmir Velic, dann nahm Radek Görner Maß, der von halbrechts halbhoch ins Netz traf. Nicht unhaltbar für SVS-Schlussmann Daniel Heinrich (13.). Dass Sluka, für den gesperrten Kapitän Tomislav Labudovic ins Team gerückt, einen gebrauchten Tag erwischt hatte, zeigte sich kurz später auf der anderen Seite: Ein missratener Freistoß von Sasa Dimitrijevic sprang ihm an die Hand, Petr Kvaca verwertete den fälligen Strafstoß (28.).

Viel Zufall, ein wenig Nervosität und wenig Linie bestimmten bis dato die Partie, dann allerdings zeigte Neuhof erstmals, zu was es imstande sein kann: Sergio Sosa Perez spielte einen Traumball, den Fabian Wozniak perfekt mitnahm und so Velic seinen Treffer ermöglichte (35.). Das Highligt des Spiels sollte aber noch folgen, denn Sasa Dimitrijevic entschied die Partie bereits kurz nach der Pause mit einem echten Hammer, nahm aus 25 Metern Maß und ließ Ahmed Hadzic keine Chance. Dass Neuhof Moral besitzt, zeigte sich danach, allerdings scheiterte Görner an der Latte (59.) und Wozniaks Treffer wurde bei einer ganz engen Abseitsentscheidung die Anerkennung verwehrt (62.).

Die Statistik:

SV Neuhof: Hadzic – Antoniev (81. Jacko), Sluka (46. Osmanovic), Zarevski, Kovac – Anastasov, Sosa Perez – Wozniak, Yanez (64. Vukelic) – Görner, Velic.
SV Steinbach: Heinrich – Gemming (78. Faust), Bott, Trabert, Ristevski – M. Wiegand, T. Wiegand – Koch (76. Schaub), Dimitrijevic, Kvaca – Ullrich (65. Ludwig).
Schiedsrichter: Philipp Metzger (FSV Wolfhagen).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Robert Sluka (2., Eigentor), 1:1 Radek Görner (13.), 1:2 Petr Kvaca (28., Handelfmeter), 2:2 Branimir Velic (35.), 2:3 Sasa Dimitrijevic (55.).

Autor: Johannes Götze

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